Anzeige

Anzeige

Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung

Wirkstoff || Quellen (Stand: 27. August 2013)

auch bezeichnet als:
0,9% Natriumchlorid; isotonische Natriumchlorid-Lösung

So wirkt Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung

Die Anwendungsgebiete von isotonische Kochsalzlösung sind vielfältig.
  • Isotonische Kochsalzlösung kommt zur Anwendung als Nasentropfen bei Reizungen und Austrocknung der Nasenschleimhaut. Der Wirkstoff kann in dieser Darreichungsform die Behandlung von Schnupfen unterstützen und ist insbesondere für die Langzeitanwendung geeignet.
  • Weiterhin kommt isotonische Kochsalzlösung als Inhalation zur Anwendung. Dabei wird der Wirkstoff eingeatmet, um die Atemwege zu befeuchten und zu reinigen. Das Inhalieren von isotonischer Kochsalzlösung kann Schleim lösen und somit das Abhusten erleichtern. Dieser Effekt wird genutzt bei einer Reizung der Atemwege durch grippale Infekte und bei Atemwegserkrankungen wie akuter Bronchitis, Asthma, Heiserkeit und Reizhusten.
  • Isotonische Kochsalzlösung wird zudem als Lösungsmittel und Verdünnungsmittel für Medikamente eingesetzt, damit diese dann gespritzt (injiziert) werden können. Hierbei ist auf das angegebenen Mischungsverhältnis des zu lösenden oder zu verdünnenden Medikamentes zu achten.
  • Des Weiteren wird isotonische Kochsalzlösung zum Reinigen von Wunden und Befeuchten von Wundverbänden verwendet.
  • Isotonische Kochsalzlösung ist außerdem geeignet, um den Flüssigkeitshaushalt und Mineralhaushalt des Körpers gezielt zu beeinflussen. Normalerweise reguliert der Körper die Flüssigkeitsmenge und den Mineralhaushalt zum Beispiel von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid selbst. Bei Erkrankungen des Verdauungstraktes (Erbrechen, Durchfall), der Niere, mangelnder Nahrungszufuhr (Auszehrung, Magersucht), mangelnder Flüssigkeitszufuhr oder vermehrtem Schwitzen kann es jedoch zu einer Austrocknung (Dehydratation) des Körpers oder zu Mineralienmangel kommen. Weiterhin kann bei starkem Blutverlust viel Flüssigkeit verloren gehen. Isotonische Kochsalzlösung kann den Flüssigkeits- und Mineralverlust ausgleichen oder abmildern. Hierzu werden in der Regel Infusionen eingesetzt.
  • Ein weiteres Anwendungsgebiet von isotonischer Kochsalzlösung stellen Einläufe in den Enddarm dar. Einläufe (Klistiere) werden eingesetzt, um Darmabschnitte vor Operationen zu reinigen, beispielsweise vor einer Darmspiegelung oder einer Entfernung des Enddarms. Weiterhin werden Einläufe genutzt, um Verstopfungen zu lösen und den Stuhlgang zu erleichtern.


Zu folgenden Anwendungsgebieten von Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Iso­to­ni­sche Koch­salz­lö­sung

Kochsalzlösung besteht aus Wasser, Natrium und Chlorid. Sie wird isotonisch genannt, wenn sie hinsichtlich dieser Bestandteile die gleiche Zusammensetzung wie das Blut hat.

Bei der Anwendung als Nasenspray und als Inhalation wird isotonische Kochsalzlösung zunächst eingeatmet und dann in die Schleimhäute aufgenommen. Die durch die Schleimhaut aufgenommene Menge hat nur einen örtlichen (lokalen) Einfluss und hat keine Bedeutung für den Haushalt des gesamten Körpers an Mineralien und Flüssigkeit.

Örtlich wirkt isotonische Kochsalzlösung lösend und verdünnend auf Schleim und befeuchtet die Schleimhautoberfläche.

Bei Infusionen ist es besonders wichtig, dass die Kochsalzlösung isotonisch ist. So kann sie das Blut und die Körperflüssigkeiten ergänzen, ohne eine Veränderung der Zusammensetzung des Blutes hinsichtlich Wasser, Natrium und Chlorid zu bewirken. Die durch die Infusion zugeführte Flüssigkeit gleicht den Mangel an Körperflüssigkeit und den Mineralien Natrium und Chlorid aus.

Bei der Anwendung von isotonischer Kochsalzlösung als Einlauf wirkt die Lösung verflüssigend auf den Stuhl und fördernd auf die Bewegung im Darm. Bei der Anwendung als Einlauf ist es besonders wichtig, dass die Kochsalzlösung isotonisch ist, weil sonst mit dem Einlauf dem Kreislauf über den Darm ungewollt Flüssigkeit entzogen oder zugeführt wird.


Apotheken-Notdienst



Anzeige