Fluorouracil

Wirkstoff || Quellen (Stand: 03. Mai 2017)

auch bezeichnet als:
5-Fluorouracil; 5-Fluorpyrimidin-2,4-dion; Fluorouracilum

So wirkt Fluorouracil

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Fluorouracil. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Zytostatika, zu welcher der Wirkstoff Fluorouracil gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Fluorouracil

Fluorouracil wird als Injektion verabreicht bei fortgeschrittenen Krebsformen des Dick- und Enddarmes, des Magens, der Bauchspeicheldrüse und bei Brustkrebs, letzterer auch wenn dieser schon Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet hat.

In Form von Cremes und Lösungen wird Fluorouracil eingesetzt bei Hautveränderungen, die zu bösartigen Krebsformen führen können. Dazu gehören die sogenannten aktinischen Keratosen oder das frühe Stadium eines Typs des hellen Hautkrebses (Morbus Bowen).

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Fluorouracil sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Fluorouracil

Fluorouracil gehört zur Wirkstoffgruppe der Zytostatika. Der Wirkstoff selbst wird erst im Körper zu dem eigentlich wirksamen Krebsmittel. Seine Stoffwechselprodukte 5-Fluorouridintriphosphat (FUTP) und 5-Fluorodesoxyuridinmonophosphat (FdUMP) greifen auf mehrfache Weise in den Aufbau der Erbsubstanz (DNA) ein und hemmen so die Zellvermehrung:
  • FUTP wird fälschlich in die RNS-Abschrifen der DNA eingebaut und hemmt so die Eiweißproduktion
  • FdUMP hemmt ein wichtiges Enzym, das einen Baustein der DNA herstellt und wird fälschlich selbst in die DNA eingebaut, was den zur Vermehrung nötigen Kopiervorgang des Erbgutes abbrechen lässt.
Die Hemmeffekte zeigen sich vor allem in Zellen wie Krebszellen, die schnell wachsen und so in höherem Umfang Fluorouracil aufnehmen.




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