Fluorouracil

Wirkstoff || Quellen (Stand: 03. Mai 2017)

auch bezeichnet als:
5-Fluorouracil; 5-Fluorpyrimidin-2,4-dion; Fluorouracilum

Welche Nebenwirkungen kann Fluorouracil haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Fluorouracil. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Innerliche Anwendung
Häufige Nebenwirkungen:
gestörte Knochenmarksfunktion, Neutrophilen-Mangel (leicht bis schwer), Blutplättchenmangel (leicht bis schwer), Fehlen von Granulozyten, Blutarmut, Fehlen aller Blutzellen, gestörte körpereigene Abwehr mit vermehrten Infektionen, Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, Bronchialkrämpfe, lebensbedrohliche Magen-Darm-Störungen, Haarausfall (meist vorübergehend), verzögerte Wundheilung, Nasenbluten, Überschuss an Harnsäure im Blut, Abgeschlagenheit, allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Angina pectoris-ähnliche Brustschmerzen.

Seltene Nebenwirkungen:
Augenzittern, Kopfschmerzen, Schwindel, Parkinson-Beschwerden, unwillkürliche Bewegungen, Hochstimmung, übermäßiger Tränenfluss, verschwommenes Sehen, Störungen der Augenbewegung, Sehnerv-Entzündung, Doppeltsehen, Sehkraftverminderung, Lichtscheu, Bindehautentzündung, Lidentzündung, narbenbedingte Fehlstellung des Augenlids, Verengung des Tränenkanals, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung, Herzmuskelschwäche, Herzerweiterung, herzbedingter Schockzustand, Austrocknung, Blutvergiftung, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen, Leberzellschädigungen, Hautausschlag, trockene Haut, Hautrisse, Hautentzündung, Nesselsucht, Lichtempfindlichkeit der Haut, Dunkelfärbung der Haut, Hautstreifen, helle Haut im Bereich des Venenverlaufs, Nagelveränderungen, Nagelauflösung.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Gehirnfunktionsstörungen wie Gangstörungen, Sprachstörungen, Verwirrtheit, Orientierungsstörungen, Muskelschwäche, Sprachhemmung, Krampfanfälle, Koma (nach Infusion hoher Dosen oder bei Patienten, die den Wirkstoff schlecht abbauen), Herzstillstand, plötzlicher Herztod, (tödliche) Leberzerstörung.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsnennung:
Allgemeine allergische Reaktion (bis zum Schock), Anstieg der Schilddrüsenhormone im Blut, Blutgefäßverstopfungen, Schleimhautentzündungen (leichten bis schwersten Grades).

Besonderheiten:
Für Patienten mit vorbestehender Herzkrankheit oder Herzmuskelerkrankungen
besteht ein erhöhtes Risiko, Nebenwirkungen am Herzen zu erleiden.

Äußerliche Anwendung
Nebenwirkungen ohne Nennung der Häufigkeit:
seelische Störungen, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nervenschäden, schlechter Geschmack, blutiger Durchfall, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Mundschleimhautentzündung, allgemeine Schleimhautentzündung, Mangel an allen Blutzellen, Neutrophilen-Mangel, Blutplättchenmangel, Störung der Knochenmarksfunktion, allergische Kontaktdermatitis, Haarausfall, Blasenbildung, blasige Hautablösung, leichte Schmerzen, schuppige Haut, Abschuppungen, Schwellungen, abgezeichnete Blutgefäße, Druckempfindlichkeit, Nesselsucht, Hautausschlag, Überempfindlichkeit, Bindehautbeschwerden, Blinzeln, Tränenfluss, Reizung der Nasenschleimhaut, Lippenherpes, Fieber.
An der Auftragungsstelle:
Bläschen, Nässen, Hautschäden, Brennen, Schorfbildung, Dunkelfärbung, Schmerzen, Juckreiz, Narbenbildung, Hautausschlag, Entzündungen, Geschwüre.

Besonderheiten:
Die gesunde Haut im unmittelbaren Bereich der mit Fluorouracil behandelten Stelle rötet sich gelegentlich. Diese Rötung bildet sich nach Beendigung der Behandlung rasch zurück.

Ultraviolett- oder Sonnenbestrahlung kann zu verstärkter Hautreizung führen.




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