Doxorubicin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 28. Juni 2013)

auch bezeichnet als:
(8S,10S)-10-((2R,4S,5S,6S)-4-Amino-5-hydroxy-6-methyltetrahydropyran-2-yloxy)-6,8,11-trihydroxy-8-(2-hydroxyacetyl)-1-methoxy-7,8,9,10-tetrahydrotetracen-5,12-dion; Adriamycin; Doxorubicinum; Hydroxydaunorubicin

Welche Nebenwirkungen kann Doxorubicin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Doxorubicin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Nebenwirkungen bei AIDS-Patienten
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Neutrophilen-Mangel, Blutarmut, Weiße-Blutkörperchen-Mangel, Übelkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Mundsoor, Blutplättchen-Mangel, Essensverweigerung, Schwindel, Regenbogenhaut-Entzündung, Blutgefäßerweiterung, Atembeschwerden, Durchfall, Mundschleimhautentzündung, Übelkeit und Erbrechen, Mundschleimhautgeschwüre, Bauchschmerzen, Zungenentzündung, Verstopfung, Haarausfall, Hautausschlag, Schwäche, Fieber, Überempfindlichkeitsreaktionen, Gewichtsverlust.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Verwirrtheit, nervliche Missempfindungen, Rötung von Handflächen und Fußsohlen.

Nebenwirkungen bei Brustkrebspatientinnen
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Essensverweigerung, Übelkeit und Erbrechen, Mundschleimhautentzündung, Mundschleimhautgeschwüre, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Rötung von Handflächen und Fußsohlen, Haarausfall, Hautausschlag, Erschöpfung, Müdigkeit, Schleimhautentzündung.

Häufige Nebenwirkungen:
Neutrophilen-Mangel, Blutarmut, Weiße-Blutkörperchen-Mangel, Blutplättchen-Mangel, Rachenentzündung, nervliche Missempfindungen, trockene Haut, Hautverfärbungen, Hautrötung, Schwäche, Fieber, Schmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Schläfrigkeit.

Weitere, in anderen Studien aufgetretene Nebenwirkungen waren: Gürtelrose, Windpocken, Nervenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen in Armen und Beinen, Geschmacksstörungen.

Besonderheiten:
Doxorubicin verursacht sehr häufig schwere Übelkeit und Erbrechen. Sie treten bei etwa 80% der Patienten am ersten Tag der Behandlung, aber auch danach auf. Es sollte daher begleitend mit übelkeitsmildernden Medikamenten behandelt werden.

Der regelmäßig auftretende totale oder teilweise Haarausfall bessert sich nach Ende der Therapie in der Regel völlig.

Innerhalb von 24 Stunden nach Anwendung von Doxorubicin kommt es häufig zu einer bedeutungslosen Rotfärbung des Urins, welche auf den Farbstoff des ausgeschiedenen Wirkstoffs zurückzuführen ist.




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