Doxorubicin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 28. Juni 2013)

auch bezeichnet als:
(8S,10S)-10-((2R,4S,5S,6S)-4-Amino-5-hydroxy-6-methyltetrahydropyran-2-yloxy)-6,8,11-trihydroxy-8-(2-hydroxyacetyl)-1-methoxy-7,8,9,10-tetrahydrotetracen-5,12-dion; Adriamycin; Doxorubicinum; Hydroxydaunorubicin

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Doxorubicin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Doxorubicin nicht verwendet werden?

Doxorubicin darf nicht eingesetzt werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Doxorubicin oder andere Substanzen aus der Zytostatika-Gruppe der Anthrazykline
  • vorangegangenen nicht ausreichend wirksamen Behandlungen mit Anthrazyklinen
  • ausgeprägter Hemmung der Knochenmarksfunktion (beispielsweise nach Vorbehandlung mit Strahlen- und/oder Chemotherapie)
  • schwerer Herzmuskelschwäche (NYHA-Grad IV)
  • akutem oder abgelaufenem Herzinfarkt
  • akuten entzündlichen Herzerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen mit Blutdruckschwankungen
  • erhöhter Blutungsneigung
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • akuten Infektionen
  • stark eingeschränkter Leberfunktion.
Nur nach gründlicher ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und mit großer Vorsicht darf Doxorubicin eingesetzt werden bei
  • Störungen des Blutbildes, weil Doxorubicin die Kochenmarksfunktion behindert
  • behandlungsbedürftigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da der Wirkstoff zu Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche führen kann. Es ist daher auch schon bei sonst Gesunden während der Therapie eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Herzfunktion unerlässlich.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine Schwangerschaft so lange vermeiden, wie sie oder ihr männlicher Partner Doxorubicin erhalten. Dies gilt auch für den Zeitraum von sechs Monaten nach Abschluss der Therapie. Der Wirkstoff greift in die Entwicklung des Kindes ein und kann zu schweren Schäden führen.

Es ist nicht bekannt, ob Doxorubicin in die Muttermilch übergeht. Mütter müssen daher vor Beginn der Behandlung das Stillen einstellen, um eine Schädigung des Kindes zu vermeiden.

Doxorubicin wird häufig gegen krebsformen eingesetzt, die mit der AIDS-Erkrankung verbunden sind. Gesundheitsexperten empfehlen Frauen mit HIV-Infektionen, ihre Säuglinge auf keinen Fall zu stillen, um eine Übertragung des Virus zu vermeiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Auch Kinder können mit Doxorubicin in alters- und gewichtsgerechter Dosierung behandelt werden.




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