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Dantrolen

Wirkstoff || Quellen (Stand: 23. Oktober 2007)

auch bezeichnet als:
[5-(4-Nitrophenyl)furfurylidenamino]imidazolidin-2,4- dion

So wirkt Dantrolen

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Dantrolen. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Muskelrelaxanzien, zu welcher der Wirkstoff Dantrolen gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs: Dantrolen

Dantrolen kommt bei einer krankhaft gesteigerten Muskelspannung zum Einsatz, die zu schweren Krämpfen (Spasmen) der Muskulatur führt. Ursache ist zumeist eine Schädigung der Nerven im Gehirn oder Rückenmark, beispielsweise durch multiple Sklerose, infolge einer Querschnittslähmung oder nach einem Schlaganfall. Von den Spasmen können einzelne Körperteile (zum Beispiel ein Arm oder ein Bein) oder bestimmte Körperregionen (beispielsweise der Arm und das Bein einer Körperhälfte) betroffen sein.

Zudem kann eine so genannte Reflexblase mit dem Wirkstoff behandelt werden. Bei diesem Krankheitsbild ist die Kontrolle des Schließmuskels der Harnblase durch Schädigung des Rückenmarks gestört. Ab einem bestimmten Füllungszustand der Blase kommt es reflexartig zur Entleerung der Blase und dem Abgang von Urin, ohne dass der Betreffende Einfluss darauf nehmen kann (Harninkontinenz).

Schließlich dient Dantrolen zur Behandlung maligner Hyperthermie. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene Komplikation, die im Rahmen einer Narkose auftreten kann. Durch eine starke Steigerung des Stoffwechsels kommt es zu übermäßiger Wärmeproduktion und zu einem lebensbedrohlichen Überhitzen des Körpers. Voraussetzung für das Auftreten der malignen Hyperthermie ist vermutlich eine angeborene Störung des Kalzium-Stoffwechsels im Muskelgewebe.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Dantrolen sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Dantrolen

Dantrolen hat einen muskelentspannenden Effekt und wird daher zur Gruppe der Muskelrelaxanzien gezählt. Es wirkt insbesondere auf Muskeln, die für willkürlich gesteuerte Bewegungen zuständig sind, die so genannte Skelettmuskulatur. Der Herzmuskel und die nicht dem Willen unterworfene Muskulatur der Eingeweide werden erst bei höherer Dosierung beeinflusst.

Dantrolen hemmt in den Muskelzellen die Freisetzung des Minerals Kalzium, mindert dadurch das Zusammenziehen der Muskelfasern (Kontraktion) und verringert auf diese Weise die Anspannung der Muskeln.

Durch den Eingriff in den Kalzium-Haushalt der Muskelzellen kann Dantrolen bei maligner Hyperthermie die Stoffwechselaktivität und damit das Fieber senken.







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