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Budesonid

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. April 2015)

auch bezeichnet als:
16alpha,17-[(RS)-Butan-1,1-diyldioxy]-11beta,21-dihydroxypregn-1,4-dien-3,20-dion; Budesonidum

So wirkt Budesonid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Budesonid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, Antiasthmatika, zu welcher der Wirkstoff Budesonid gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Budesonid

Budesonid wirkt entzündungshemmend und damit abschwellend auf die Schleimhäute der Bronchien. Daher wird es als Aerosol zum Einatmen insbesondere zur Langzeittherapie bei Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis und bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen wie COPD verwendet.

Als Nasenspray bewirkt der Wirkstoff das Abschwellen der Nasenschleimhaut und vermindert die Sekretbildung bei Schnupfen und Nasennebenhöhlenentzündungen oder Heuschnupfen, wenn diese durch eine Allergie hervorgerufen sind. Daneben kann die Nasenatmung bei vorhandenen Polypen durch Budesonid erheblich verbessert werden.

Wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung kann Budesonid als Tablette, Zäpfchen oder sogenannter Rektalschaum auch zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Budesonid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Budesonid

Der Wirkstoff Budesonid ist ein stark wirksames Glukokortikoid. Budesonid wird am Ort der Anwendung sehr schnell aufgenommen und verstoffwechselt. Daher treten fast ausschließlich örtliche Wirkungen und Nebenwirkungen auf. Insbesondere an der Lunge und am Bronchialsystem sowie an der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts entfaltet es alle für diese Wirkstoffgruppe typischen Eigenschaften wie Entzündungshemmung, Verminderung von Schleimproduktion und Wassereinlagerung sowie Verminderung von allergischen Reaktionen.

Der Wirkstoff Budesonid wird in die Zelle aufgenommen und an einen Rezeptor gebunden. So wird die Bildung (Biosynthese) bestimmter Proteine eingeleitet, die die Bildung von entzündlich wirkenden Substanzen verringern. Die volle therapeutische Wirkung tritt daher mit einer Verzögerung ein. Budesonid ist deshalb nicht zur Behandlung von akuter Atemnot bei einem Asthmaanfall geeignet. Aufgrund seiner lang anhaltenden antientzündlichen Wirkung wird es jedoch häufig zur Behandlung von Erkrankungen der Atemwege wie Asthma bronchiale, chronischer Bronchitis und COPD eingesetzt. Denn der Wirkstoff bewirkt, dass die Schleimhäute im Bronchialbereich abschwellen und die verengten Atemwege erweitert werden. Zusätzlich wird die Bildung des Bronchialschleims verringert und dessen Zähigkeit gemindert sowie die Bronchialmuskulatur entkrampft.

Aufgrund seiner schleimhautabschwellenden Wirkung kann Budesonid in Form von Nasensprays zudem bei Nasenschleimhautschwellungen, wie sie bei allergischem Schnupfen vorkommen, eingesetzt werden. Auch hier vermindert der Wirkstoff die Sekretbildung und verbessert auf diese Weise die Nasenatmung.

Seine stark entzündungshemmende Wirkung zeichnet den Wirkstoff ebenfalls zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa aus. In Form eines Rektalschaumes in den Darm eingebracht, hemmt Budesonid die Entzündungsvorgänge in der Darmschleimhaut. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Gesichert scheint nur, dass Budesonid in dieser Anwendungsform rein örtlich wirksam ist. Entsprechende Tabletten haben einen magensaftresistenten Überzug, der sie nach der Einnahme bis in den Dickdarm vor den Verdauungssäften schützt. Nach Auflösen dieses Überzugs bilden die Verdauungssäfte mit dem Überzug ein zähes Gel. Dadurch wird Budesonid im gesamten Dickdarm langsam verteilt und kann dort gezielt örtlich wirken.



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