Bromocriptin

Wirkstoff || Quellen (Stand: 05. Dezember 2014)

auch bezeichnet als:
5-Brom-7-methyl-4,6,6a,7,8,9-hexahydroindolo[4,3-fg]chinolin-9-carbonsäure-(10b-hydroxy-5-isobutyl-2-isopropyl-3,6-dioxo-octahydrooxazolo[3,2-a]pyrrolo[2,1-c]pyrazin-2-yl)amid; Bromocriptinum

Welche Nebenwirkungen kann Bromocriptin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Bromocriptin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Depressionen, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Oberbauchbeschwerden, Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Herzstolpern.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Allergische Hautreaktionen, Wassereinlagerungen (Ödeme), schmerzhafte Bein-und Fußschwellung (Erythromelalgie), Haarausfall, Muskelkrämpfe, Unruhe, Schlafstörungen, Sehstörungen, Seh-Halluzinationen, Psychosen, Verwirrtheit, Benommenheit, Angst, Nervosität, verstopfte Nase, Mundtrockenheit, Bewegungskoordinationsstörungen, Durchblutungsstörungen, Harnverhaltung, Inkontinenz, häufiges Wasserlassen, nach Absetzen des Arzneimittels: Milchfluss.

Seltene Nebenwirkungen:
Gesichtsblässe, Angina Pectoris-Anfallauslösung, Blutdruckabfall, Kollaps, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Kurzatmigkeit, bei Anwendung im Wochenbett: Krampfanfälle.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Blutungen, Sprechstörungen, Herzrhythmusstörungen, Schwitzen, bei hochdosierter Langzeittherapie: Bindegewebsvermehrung zwischen Becken und Nieren (retroperitoneale Fibrose), Bindegewebsvermehrung zwischen Brustfell und Lunge (pleuropulmonale Fibrosen).

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Laborwertveränderungen (Harnstoff, Harnsäure, alkalische Phosphatase, SGOT, SGPT, Gamma-GT, CPK).

Besonderheiten:
Nebenwirkungen treten verstärkt zu Beginn der Behandlung auf. Sie sind häufiger bei hohen Dosierungen sowie bei gleichzeitiger Anwendung von Blutdruckmitteln oder Levodopa (gegen Parkinson-Krankheit).

Nach Absetzen der Behandlung können über einige Wochen hinweg selten Halluzinationen auftreten. Zur Früherkennung der Bindegewebsvermehrung zwischen Becken und Nieren muss auf Symptome wie Rückenschmerzen in der Nierengegend, Nierenfunktionsstörungen und Wassereinlagerungen in den Beinen geachtet werden. Auch auf Hustenreiz und Atemnot sollte aufgrund möglicher Bindegewebsvermehrung zwischen Brustfell und Lunge geachtet werden. Der Zusammenhang zwischen starken Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Herzinfarkten und der Einnahme von Bromocriptin ist nicht gesichert.

Die Patienten sollten vom Arzt und ihren Angehörigen regelmäßig hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten wie krankhafte Spielsucht, krankhaft gesteigerter Geschlechtsdrang, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang beobachtet werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung möglicherweise geändert werden.




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