Bevacizumab

Wirkstoff || Quellen (Stand: 16. Mai 2013)

auch bezeichnet als:
Bevacizumabum; Immunoglobulin G1 (Mensch-Maus monoclonaler rhuMAb-VEGF gamma-chain anti-human vascular endothelial growth factor), Disulfid with Mensch-Maus monoclonalem rhuMAb-VEGF light chain, Dimer

Welche Nebenwirkungen kann Bevacizumab haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Bevacizumab. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Bluthochdruck, Schwäche, Müdigkeit, Durchfall, Schmerzen, Weiße Blutkörperchen-Mangel, Blutplättchenmangel, Nervenempfindlichkeitsstörung, Essensverweigerung, Geschmackssinnsstörungen, Kopfschmerzen, Augenerkrankung, Atemnot, Nasenbluten, Schnupfen, Übelkeit und Erbrechen, Verstopfung, Mundschleimhautentzündung, Darmbluten, Magen-Darm-Durchbruch, abschälende Hautentzündung (Exfoliative Dermatitis), trockene Haut, Hautverfärbung, Urineiweiß, Fieber.

Häufige Nebenwirkungen:
Bauchschmerzen, Blutvergiftung, Abszess, Infektion, fiebriger Neutrophilen-Mangel, Blutarmut, Austrocknung, Schlaganfall, Ohnmacht, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Herzmuskelschwäche, Herzrasen (von einer Stelle über den Herzkammern ausgehend), Arterienverstopfungen (Schlaganfall, Herzinfarkt, vorübergehende Gehirnminderdurchblutung), Beinvenenverstopfung (tief), Blutungen, Lungenembolie, Atemnot, Sauerstoffunterversorgung, Nasenbluten, Magen-Darm-Durchbruch, Darmverschluss, Magen-Darm-Erkrankung, Missempfindungen und Rötung von Hand- und Fußflächen (palmoplantares Erythrodysästhesie-Syndrom), Muskelschwäche, Eiweiß im Urin, Harnwegsinfektionen, Schmerzen, Antriebslosigkeit.

Seltene Nebenwirkungen:
Seltene, lebensbedrohliche Weichteilinfektion (nekrotisierende Fasziitis).

Besonderheiten:
Die Überschneidungen von sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen beruhen auf der Auswertung unterschiedlicher Behandlungsformen mit verschiedenen gleichzeitig eingesetzten Wirkstoffen.

Die nicht zulassungsgemäße Anwendung von Bevacizumab am Auge (Einspritzung in den Glaskörper gegen Makuladegeneration) hat in einigen Fällen zu schweren Augenentzündungen geführt.

Bei Patienten mit Krebsgeschwülsten des Dick- und Enddarmes, die schon Tochtergeschwülste gebildet haben, kommen Magen-Darm-Durchbrüche bei bis zu 2% der Behandelten vor. Patienten mit Brustkrebs- oder Bronchialkrebs erleiden diese Durchbrüche erheblich seltener (unter 1%). Ein besonderes Risiko stellen ein Lebensalter über 65 Jahre dar und die hochdosierte Behandlung mit dem Wirkstoff.

Bei bis zu fünf Prozent der mit Bevacizumab behandelten Patienten kommt es zu Überempfindlichkeitsreaktionen und Infusionsreaktionen. Die Reaktionen verlaufen überwiegend leicht bis mäßig schwer. Bei schweren Reaktionen darf der Wirkstoff nicht nochmals angewendet werden.

Bevacizumab scheint das Risiko zu erhöhen, dass es zu einem Absterben von Kieferknochen kommen kann. Diese Gefahr ist besonders groß, wenn die Patienten zugleich Bisphosphonate zur Behandlung von Osteoporose erhalten. In einem solchen Fall sollten Eingriffe oder Operationen an den Zähnen unterbleiben.

Patienten mit geschwächtem Immunsystem haben ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Weichteilinfektion. tritt während der Behandlung mit Bevacizumab eine solche Infektion auf, ist die Therapie sofort abzubrechen.




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