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Baclofen

Wirkstoff || Quellen (Stand: 19. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
(RS)-4-Amino-3-(4-chlorphenyl)buttersäure; Baclofenum

So wirkt Baclofen

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Baclofen. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Muskel­re­laxan­zien, zu welcher der Wirkstoff Baclofen gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Baclofen

Baclofen kann überall dort eingesetzt werden, wo eine Verkrampfung der Muskulatur aufgehoben werden soll. Der Wirkstoff ist bei Krämpfen wirksam, die durch Signale aus dem Gehirn oder aus dem Rückenmark entstehen.

Solche Verkrampfungen mit erhöhtem Muskelwiderstand können beispielsweise bei multipler Sklerose, Rückenmarksverletzungen, Kinderlähmung oder anderen Lähmungserscheinungen auftreten.

Baclofen kann oral eingenommen werden, zum Beispiel in Form von Tabletten. In schweren Fällen wird es in die Rückenmarksflüssigkeit (intrathekal) gespritzt.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Baclofen sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Baclofen

Baclofen gehört zur Gruppe der Muskelrelaxanzien. Wie alle Wirkstoffe dieser Gruppe löst auch Baclofen Muskelkrämpfe.

Für eine krankhaften Verkrampfung der Muskulatur können fehlerhafte Kontrollmechanismen im Gehirn oder Rückenmark die Ursache sein. Beispielsweise werden bestimmte Nerven andauernd aktiviert. Diese Nerven geben ihre Signale weiter zu anderen Nerven, bis das Signal bei einer Muskelzelle ankommt. Dieser Muskel spannt sich daraufhin an. Lassen die von den Nervenzellen kommenden Signale nicht nach, entsteht durch die dauerhafte Anspannung des Muskels ein Krampf.

Baclofen entfaltet seine Wirkung in Gehirn und Rückenmark. Der Wirkstoff
ähnelt chemisch dem wichtigsten Botenstoff (Überträgerstoff, Neurotransmitter) im zentralen Nervensystem, der Gamma-Aminobuttersäure (GABA). Er hemmt die Reizweiterleitung zwischen den Nerven im Rückenmark, so dass keine Signale bis zu den Muskeln weitergeleitet werden. Diese Hemmung findet zwischen verschiedenen Nervenzellen, aber nicht am Übertragungsort zwischen Nerv und Muskel statt.

Da Baclofen ganz allgemein die Gehirnaktivität dämpft, kommt es als unerwünschte Nebenwirkung zu Müdigkeit (Sedierung), Schläfrigkeit, Benommenheit und Verringerung der willkürlich steuerbaren Muskelkraft.


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