Acetyl­salicyl­säure

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. Mai 2010)

auch bezeichnet als:
2-Acetoxybenzoesäure; Acidum acetylsalicylicum; ASS

Welche Wechselwirkungen zeigt Acetyl­salicyl­säure?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Einnahme von Acetylsalicylsäure verändert die Wirkung folgender Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen:
  • Antikoagulanzien (blutgerinnungshemmende Mittel) wirken stärker, wodurch schwere Blutungen eintreten können. Besonders gefährlich sind Kombinationen mit Clopidogrel und Vitamin-K-Antagonisten (Warfarin, Dicoumarol).
  • Digoxin, Lithium oder Barbiturate werden in ihrer Konzentration im Blut erhöht, was das Risiko von Vergiftungen erhöht.
  • Sulfonylharnstoffe werden in der Wirkung verstärkt, was zu Unterzuckerungen führen kann.
  • Methotrexat (Zellgift zur Behandlung von Rheuma und Krebs), das Schilddrüsenhormon Trijodthyronin oder Sulfonamide werden in Wirkungen und Nebenwirkungen verstärkt.
  • alle nicht-steroidalen Antirheumatika werden in Wirkung und Nebenwirkungen verstärkt.
  • die Konzentration des Antiepileptikums Valproinsäure im Blut wird erhöht, was Wirkung und Nebenwirkungen steigert.
  • Entwässerungsmittel wie Schleifendiuretika, Spironolacton und Canrenoat, Blutdrucksenker und Gichtmittel werden in ihrer Wirkung verringert.
  • mit Glukokortikoiden und Alkohol erhöht sich die Gefahr von Magen-Darm-Blutungen.
Hinweise: Durch die Einnahme von säurebindenden Mitteln (Antazida) wird die Ausscheidung von Acetylsalicylsäure erhöht, wodurch die Wirksamkeit beeinträchtigt werden kann.

Die gleichzeitige Einnahme von Acetylsalicylsäure zur Blutverdünnung mit Ibuprofen muss unbedingt vermieden werden. Ibuprofen hebt nämlich den blutverdünnenden Effekt der Acetylsalicylsäure teilweise auf. Statt Ibuprofen kann bei Bedarf auf den Wirkstoff Diclofenac zurückgegriffen werden, der diese Wechselwirkung nicht zeigt.




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