Acetyl­salicyl­säure

Wirkstoff || Quellen (Stand: 12. Mai 2010)

auch bezeichnet als:
2-Acetoxybenzoesäure; Acidum acetylsalicylicum; ASS

Welche Nebenwirkungen kann Acetyl­salicyl­säure haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Acetyl­salicyl­säure. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

A. Niedrige Dosierungen (100 und 300 Milligramm)
Häufige Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Blutungen, Eisenmangel-Blutarmut (nach längerer Anwendung), Magen-Darm-Geschwüre, Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Hautreaktionen.

Seltene Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Durchbruch, schwere Hautreaktionen (bis hin zu Erythema exsudativum multiforme), Blutdruckabfall, Atemnot-Anfälle, Schock, Quincke-Ödem, schwerwiegende Blutungen (beispielsweise im Gehirn).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Leber-Enzym-Werterhöhung, Nierenfunktionsstörungen, Unterzuckerung.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Hörstörungen, Ohrensausen, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen, Blutungszeit-Verlängerung.

B. Hohe Dosierungen (ab 500 Milligramm)
Häufige Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Allergische Hautreaktionen.

Seltene Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Geschwüre, schwerwiegende Blutungen (beispielsweise Gehirnblutungen), schwere Hautreaktionen (bis hin zu Erythema exsudativum multiforme), Blutdruckabfall, Atemnot-Anfälle, Schock, Quincke-Ödem.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Eisenmangel-Blutarmut, Magen-Darm-Durchbrüche, Leber-Enzym-Werterhöhung,

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Kopfschmerzen, Schwindel, Hörstörungen, Ohrensausen, Verwirrung, Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen, Blutungszeit-Verlängerung.

Besonderheiten:
Bei Gicht-Patienten kann schon durch eine niedrige Wirkstoff-Dosierung ein Gichtanfall ausgelöst werden.

Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) ist sofort der Arzt zu benachrichtigen.

Bei langfristiger Einnahme von Acetylsalicylsäure können Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme und damit wiederum zu Kopfschmerzen führen können.

Eine langfristige Einnahme, insbesondere bei Kombinationen mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (sogenannte Analgetika-Nephropathie) führen.




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