Zytrim 50 mg

Medikament || Quellen (Stand: 05. Oktober 2007)

Hersteller: Merckle Recordati GmbH
Wirkstoff: Azathioprin
Darreichungsform: Filmtabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Zytrim 50 mg enthalten den Wirkstoff Azathioprin.

Azathioprin wird bei der Vorbeugung einer Transplantatabstoßung bei Nieren-, Leber-, Herz-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenverpflanzungen eingesetzt.

Außerdem kann es bei schweren Formen von Autoimmunerkrankungen als Ersatz für Glukokortikoide verwendet werden, wenn diese unverträglich oder wirkungslos blieben. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel entzündlich rheumatische Erkrankungen, schwere Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, der systemische Lupus erythematodes, bestimmte Leberentzündungen, Purpura und die autoimmune hämolytische Anämie.

In einer Studie in England wurden Patienten mit schwerer Neurodermitis, die nicht mit örtlichen Medikamenten zu beherrschen war, innerlich mit Azathioprin behandelt. Die Erfolge waren deutlich besser als bei den zum Vergleich mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelten Patienten. In Deutschland ist Azathioprin für das Einsatzgebiet Neurodermitis allerdings noch nicht zugelassen.

Der Einsatz des Wirkstoffs erfolgt meist als ein Zusatz zu Substanzen, die das Immunsystem des Körpers unterdrücken. Üblicherweise wird er mit Glukokortikoiden kombiniert. Azathioprin gilt als Ausweichmedikament für Patienten, die Glukokortikoide nicht vertragen oder die auf solche angewiesen sind und bei denen die therapeutische Wirkung trotz hoher Dosen derselben nicht ausreichend ist.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Azathioprin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Immunstärkende und -schwächende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Azathioprin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • nach Organtransplantation (Niere, Leber, Herz, Lunge, Pankreas) in Kombination mit anderen Mitteln zur Immunsystem-Unterdrückung zur Vorbeugung akuter Abstoßungsreaktionen
  • nicht auf eine Kortison-Therapie ansprechende, kortisonabhängige oder kortisonunverträgliche Fälle wie schwerer chronischer Gelenkrheumatismus, mittelschwerer oder schwerer Morbus Crohn (alle Wandschichten betreffende Darmentzündung), Colitis ulcerosa (eine Dickdarmentzündung)
  • nicht auf eine Kortison-Therapie ansprechende, kortisonabhängige oder kortisonunverträgliche Fälle wie systemischer Lupus erythematodes (Multisystemkrankheit, die die Haut, die inneren Organe und das Zentralnervensystem befällt), Lilakrankheit, autoimmune Leberentzündung (Immunreaktion gegen körpereigene Zellen), Kussmaul-Maier-Krankheit (systemische Entzündung kleiner und mittlerer Arterien)
  • nicht auf eine Kortison-Therapie ansprechende, kortisonabhängige oder kortisonunverträgliche Fälle wie autoimmune Blutarmut (Immunreaktion gegen körpereigene Zellen) durch Zerfall roter Blutkörperchen, chronische ohne erkennbare Ursache verlaufende Rötung durch einen vorübergehenden Mangel an Blutplättchen

Dosierung

Zur Verhinderung von Transplantatabstoßungen wird eine Anfangsdosis von bis zu 5 Milligramm Azathioprin pro Kilogramm Körpergewicht täglich verabreicht. Die Erhaltungsdosís beträgt 1 bis 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Bei anderen Anwendungsgebieten wie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und schweren Formen von rheumathoider Arthritis beträgt die Anfangs- und Erhaltungsdosis 1 bis 3 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Hat der Patient eine aktive Leberentzündung, die durch das körpereigene Immunsystem ausgelöst wurde, so ist die Tagesdosis auf ein 1 bis 1,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu reduzieren. Die Dosis sollte an die Verträglichkeit und klinische Notwendigkeit angepasst werden. Zeigt sich nach drei bis sechs Monaten noch kein Behandlungserfolg, sollte über ein Absetzen des Medikaments nachgedacht werden.

Bei älteren Patienten, sowie bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leber- und Nierenschwäche sollte die Dosis stets so gewählt werden, dass sie im unteren Bereich der normalen Dosierungen liegt.

Die Einnahme der Tabletten sollte unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten erfolgen.

Wenn eine Filmtablette geteilt werden muss, um die gewünscht Dosierung zu erzielen, so ist sorgfältig darauf zu achten, dass kein Kontakt der Haut mit den Bruchflächen oder dem Tablettenstaub stattfindet.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Zytrim 50 mg. In folgender Angebotsform sind Zytrim 50 mg erhältlich:
(Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Preis- und Zuzahlungsangaben)

Onmeda selbst ist keine Online-Apotheke. Wir versenden keine Produkte. Im Rahmen unserer Kooperation mit MediPreis (http://www.medipreis.de) ermitteln wir jedoch die aktuell günstigsten Preise für die Medikamente und führen Sie unten auf. Mit Klick auf den Preis gelangen Sie zu MediPreis und können dort entscheiden, bei welchem Anbieter Sie bestellen möchten. Ist kein Link hinterlegt, so stammen die Preise aus der ABDA-Datenbank (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) und sind bei MediPreis nicht gelistet.
Packungsgröße und Darreichungsform Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Filmtabletten)
- Anzeige -
Günstigster Preis pro Packung (Zuzahlung), (Versandkosten)
50 Stück Filmtabletten 50 Milligramm Azathioprin €48,80 EUR (€5,00 EUR), (€0,00 EUR Versand) Preisvergleich
100 Stück Filmtabletten 50 Milligramm Azathioprin €54,88 EUR (€8,61 EUR), (€0,00 EUR Versand) Preisvergleich

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Maisstärke
  • Croscarmellose-Natrium
  • Hypromellose
  • Mannitol
  • Mikrokristalline Cellulose
  • Octadecylhydrogenfumarat (Natriumsalz)
  • Povidon K25
  • Propylenglycol



Apotheken-Notdienst