Zytrim 25mg

Medikament || Quellen (Stand: 03. Dezember 2007)

Hersteller: Merckle Recordati GmbH
Wirkstoff: Azathioprin
Darreichungsform: Filmtablette

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Zytrim 25mg enthält den Wirkstoff Azathioprin.

Azathioprin wird bei der Vorbeugung einer Transplantatabstoßung bei Nieren-, Leber-, Herz-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenverpflanzungen eingesetzt.

Außerdem kann es bei schweren Formen von Autoimmunerkrankungen als Ersatz für Glukokortikoide verwendet werden, wenn diese unverträglich oder wirkungslos blieben. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel entzündlich rheumatische Erkrankungen, schwere Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, der systemische Lupus erythematodes, bestimmte Leberentzündungen, Purpura und die autoimmune hämolytische Anämie.

In einer Studie in England wurden Patienten mit schwerer Neurodermitis, die nicht mit örtlichen Medikamenten zu beherrschen war, innerlich mit Azathioprin behandelt. Die Erfolge waren deutlich besser als bei den zum Vergleich mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelten Patienten. In Deutschland ist Azathioprin für das Einsatzgebiet Neurodermitis allerdings noch nicht zugelassen.

Der Einsatz des Wirkstoffs erfolgt meist als ein Zusatz zu Substanzen, die das Immunsystem des Körpers unterdrücken. Üblicherweise wird er mit Glukokortikoiden kombiniert. Azathioprin gilt als Ausweichmedikament für Patienten, die Glukokortikoide nicht vertragen oder die auf solche angewiesen sind und bei denen die therapeutische Wirkung trotz hoher Dosen derselben nicht ausreichend ist.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Azathioprin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Immunstärkende und -schwächende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Azathioprin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • in Kombination mit anderen, die körpereigene Abwehr unterdrückenden Medikamenten zur Vorbeugung akuter Abstoßungsreaktionen nach Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse
  • Patienten mit schwerem chronischem Gelenkrheumatismus, bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit mittelschwerem oder schwerem Morbus Crohn (eine chronisch-entzündlich Darmerkrankung), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit Colitis ulcerosa (eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (eine Erkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper richtet), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit Dermatomyositis (eine Erkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen die eigene Haut und Muskeln richtet), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit durch das eigene Abwehrsystem verursachten Leberentzündungen, bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit Polyarteriitis nodosa (eine Erkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen die eigenen Blutgefäße richtet), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit autoimmuner hämolytischer Anämie (eine Erkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen die eigenen roten Blutkörperchen richtet), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen
  • Patienten mit chronischem Morbus Werlhof (eine Erkrankung, bei der sich das Abwehrsystem gegen die eigenen Blutplättchen richtet), bei denen Kortisonpräparate nicht wirken, die von Kortisonpräparaten abhängig sind oder die Kortisonpräparate nicht vertragen

Dosierung

Bei einer Transplantation gilt eine Anfangsdosis von bis zu fünf Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (entspricht beispielsweise bei einem Gewicht von 70 Kilogramm 14 Tabletten Zytrim 25 Milligramm. Danach sollte eine Erhaltungsdosis von ein bis vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (entspricht beispielsweise bei einem Gewicht von 70 Kilogramm drei bis 11 Tabletten) eingenommen werden.

Bei aktiver Leberentzündung sollten ein bis 1,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag eingenommen werden (entspricht beispielsweise bei einem Gewicht von 70 Kilogramm drei bis vier Tabletten). Die Dosis sollte an die klinische Notwendigkeit und Verträglichkeit angepasst werden. Das Absetzen der Therapie sollte erwogen werden, wenn nach sechs Monaten noch keine Besserung eingetreten ist.

Für andere Anwendungsgebiete gilt eine Anfangs- und Erhaltungsdosis von ein bis drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (entspricht beispielsweise bei einem Gewicht von 70 Kilogramm drei bis acht Tabletten).

Bei leichter oder mittelschwerer Nierenschwäche, Leberschwäche oder bei älteren Patienten sollte die Dosis auf den unteren Bereich des normalen Dosisbereichs verringert werden.

Die Einnahme erfolgt unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit zu den Mahlzeiten.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Zytrim 25mg. In folgender Angebotsform ist Zytrim 25mg erhältlich:
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100 Stück Filmtabletten 25 Milligramm Azathioprin €51,94 EUR (€5,19 EUR), (€0,00 EUR Versand) Preisvergleich

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Maisstärke
  • mikrokristalline Cellulose
  • Croscarmellose-Natrium
  • Hypromellose
  • Mannitol
  • Natriumsalz
  • Octadecylhydrogenfumarat
  • Povidon K 25
  • Propylenglykol



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