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Restex Tabletten

Medikament || Quellen (Stand: 28. Februar 2012)

Hersteller: Roche Consumer Health Deutschland GmbH
Wirkstoffkombination: Levodopa + Benserazid
Darreichungsform: Tabletten

rezeptpflichtig

Nebenwirkungen

Je nach Einsatzgebiet treten die Nebenwirkungen in unterschiedlicher Ausprägung und Häufigkeit auf.

Parkinson-Krankheit
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Störungen im Bewegungsablauf (Verschlechterung von Dyskinesien), unkontrollierte Bewegungen vor allem des Kopfs, der Zunge und des Munds, Übelkeit und Erbrechen, Urinverfärbungen.

Häufige Nebenwirkungen:
Psychische Störungen wie Unruhe, Angststörungen, Verstimmungen; Benommenheit, Verwirrtheit, Schlafstörungen wie Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Zittern, Muskelsteifigkeit, Mundtrockenheit, verstärktes Schwitzen, Müdigkeit, Sturzgefahr, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Benommenheit, Müdigkeit, Schwindel, niedriger Blutdruck (Hypotonie), Beweglichkeitsveränderungen, Depressionen, Halluzinationen, Wahnideen, Selbstmordgefahr, unkontrollierte Bewegungen, Verschwommensehen, metallischer Geschmack im Mund.

Seltene Nebenwirkungen:
Krämpfe, Gefühlsstörungen, Magen-, Darmgeschwüre, Kreislaufstörungen, Atembeschwerden, Venenentzündungen, Hautausschläge, Leberfunktionsstörungen, Anstieg der Leberenzyme, Blutbildveränderungen.

Sehr seltene oder vereinzelt auftretende Nebenwirkungen:
Magenblutungen, vermehrter Zerfall roter Blutkörperchen, Hautverdickungen, Hautausschläge (Papeln), Hautjucken (Juckreiz), grundlose Aufgeregtheit, Gewichtsverlust, Leberentzündungen mit Gallestau, Müdigkeit oder plötzliches Einschlafen.

Restless-legs-Syndrom
Sehr häufige Nebenwirkungen:
Essenverweigerung, Schlafstörungen (nicht durch das Restless-Legs-Syndrom bedingt), Depressionen, unwillkürliche Bewegungen (im fortgeschrittenen Stadium der Behandlung), Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, vorübergehende Erhöhung der alkalischen Phosphatase, Erhöhung der Harnstoff-Stickstoff-Werte im Blut.

Häufige Nebenwirkungen:
Ängstlichkeit, Halluzinationen, Änderungen des Geschmacksempfindens, Herzrhythusstörungen, niedriger Blutdruck mit Schwindel bei Körperlageveränderung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Geschmacksverlust.

Seltene Nebenwirkungen:
Vorübergehender Mangel an weißen Blutkörperchen.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Blutarmut (hämolytische Anämie), Mangel an Blutplättchen, innere Unruhe, Wahnvorstellungen, zeitliche Desorientierung, Müdigkeit, Schwindel, übermäßige Tagesmüdigkeit, plötzlich auftretendes Einschlafen, vorübergehende Erhöhung der Leberwerte (Transaminasen, Gamma-GT), allergische Hautreaktionen, Urinverfärbung (meist eine leichte Rotfärbung, die sich bei längerem Stehenlassen dunkel färbt).

Besonderheiten:
Die meisten Nebenwirkungen werden durch die verstärkte Wirkung von Levodopa verursacht. Sie treten besonders zu Beginn der Behandlung zutage. Die Nebenwirkungen können durch sehr langsames Aufdosieren oder eine Dosisverringerung der Wirkstoffkombination vermindert werden.

Die Patienten sollten vom Arzt und ihren Angehörigen regelmäßig hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten wie krankhafte Spielsucht, krankhaft gesteigerter Geschlechtsdrang, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang beobachtet werden. Wenn solche Symptome auftreten, sollte die Behandlung möglicherweise geändert werden.

Wechselwirkungen

Nervendämpfende und schmerzlindernde Wirkstoffe wie Neuroleptika und opioide Schmerzmittel, Kreislaufmittel und blutdrucksenkende Mittel (Antihypertensiva) sowie Papaverin und Phenytoin vermindern die Wirkung von Levodopa und Benserazid.

Selektive MAO-Hemmer (MAO-B-Hemmer) wie Selegilin oder Amantadin erhöhen dagegen den Effekt von Levodopa, ohne gefährliche Wechselwirkungen auszulösen. Eventuell muss dennoch die Dosis dieser Wirkstoffe durch den Arzt angepasst werden. Insbesondere bei Selegilin darf dabei die Tagesdosis von maximal zehn Milligramm nicht überschritten werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme unselektiver MAO-Hemmer (MAO-A-Hemmer) wie beispielsweise Tranylcypromin kann es zu einem krisenhaften Blutdruckanstieg kommen. Diese Wirkstoffe müssen mindestens 14 Tage vor einer Behandlung mit der Wirkstoffkombination abgesetzt werden.

Blutdrucksteigernde Sympatomimetika werden in ihrer Wirkung durch Levodopa und Benserazid verstärkt. Deshalb muss ihre Dosis bei gleichzeitiger Gabe vom Arzt verringert werden.

Die gleichzeitige Einnahme einer proteinreichen Mahlzeit mit viel Fleisch oder Hülsenfrüchten kann zu einer Wirkungsverminderung der Kombination führen. Gleiches gilt für die gleichzeitige Anwendung von Eisenpräparaten und säurebindenden Mitteln (Antazida). Eisenpräparate dürfen nur in einem Abstand von mindestens zwei Stunden zu einer Gabe der Wirkstoffkombination eingenommen werden.

Das Magenmittel Metoclopramid dagegen beschleunigt die Aufnahme von Levodopa in den Körper, was zu mehr Nebenwirkungen führen kann.

Vor Narkosen mit Halothan und anderen zentral dämpfenden Wirkstoffen wie beispielsweise Atropin oder Clonidin muss die Wirkstoffkombination wenigstens acht Stunden vor der Operation abgesetzt werden (sofern nicht gleichzeitig opioide Schmerzmittel verabreicht werden).

Im Prinzip ist die Kombination mit allen bekannten Antiparkinsonmitteln wie Dopaminrezeptor-Agonisten, Amantadin und Muskarinrezeptor-Antagonisten kombinierbar. Wenn allerdings eine zusätzliche Therapie mit Entacapon oder Tolcapon begonnen wird, wird der Arzt womöglich die Dosis der Kombination vermindern. Wird eine Parkinson-Therapie um die Kombination ergänzt, sollte die vorbestehende Behandlung mit Anticholinergika nicht sofort beendet werden, da die Levodopa-Wirkung verzögert einsetzt.







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