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Prednisolon 5-Rotexmedica

Medikament || Quellen (Stand: 20. Mai 2008)

Hersteller: ROTEXMEDICA GmbH Arzneimittelwerk
Wirkstoff: Prednisolon
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

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Eine Überempfindlichkeit gegen Prednisolon schließt eine Behandlung mit diesem Wirkstoff in allen Darreichungsformen aus. Besondere Einschränkungen sind abhängig von der Anwendungsart und -ort:

Innerliche Therapie (Tabletten, Spritzen)

Eine innerliche Therapie mit Prednisolon ist im allgemeinen problemlos, so lange sie kurzfristig ist und keine anderen Erkrankungen bestehen. Bei folgenden Erkrankungen darf sie nur angewendet werden, wenn sie der Arzt für unbedingt nötig hält und gegebenfalls eine zusätzliche Therapie gegen Infektionen durchführt:
  • akute Virusinfektionen (Gürtelrose, Lippenherpes, Windpocken, Kinderlähmung, Befall der Hornhaut mit Herpesviren)
  • chronisch-aktiver Leberentzündung mit positiver HBsAg-Reaktion
  • im Zeitraum von acht Wochen vor und zwei Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
  • Lymphknotenschwellung nach Tuberkulose-Impfung
  • innerlicher Befall mit Pilzen oder Parasiten (Amöben oder Würmern)
  • akute und chronische bakterielle Infektionen - besondere Vorsicht bei Tuberkulose in der Vorgeschichte (gleichzeitige Anwendung von Tuberkulose-Mitteln gegen ein Wiederaufflammen).
Zusätzlich sollte eine innerliche Behandlung mit Prednisolon nur bei unbedingter Notwendigkeit und strenger Überwachung, gegebenenfalls zusätzlicher gezielter Therapie durchgeführt werden beiWegen der Gefahr eines Darmdruchbruchs darf Prednisolon nur in dringenden Fällen und unter entsprechender ärztlicher Überwachung angewendet werden bei
  • schwerer Colitis ulcerosa mit Durchbruchgefahr
  • bei Abszessen oder anderen eitrigen Entzündungen im Darm
  • Divertikel-Krankheit
  • Zustand nach Operationen zur Darmüberbrückung (Anastomose-Operationen).
Hinweis:
Bei älteren Patienten ist das Osteoporose-Risiko durch die innerliche Behandlung mit Prednisolon erhöht. Daher sollte die Anwendung nur unter besonderer Nutzen-Risiko-Abwägung druch den Arzt erfolgen.

Anwendung auf der Haut
Prednisolon darf nicht angewendet werden bei
  • virusbedingten Hauterkrankungen wie Lippenherpes, Gürtelrose oder Windpocken
  • speziellen Hauterkrankungen wie Tuberkulose, Syphilis und Impfreaktionen
  • Akne
  • rosaceaartiger (perioraler) Dermatitis (entzündliche Hauterscheinungen um den Mund mit Rötung und Knötchenbildung) sowie Rosacea selbst (Gesichtsrötung mit eventuell entzündlichen oder eitrigen Pickeln).
Hinweis:
Bei bakteriell infizierten Hauterkrankungen und/oder bei Pilzbefall darf der Wirkstoff nur in Kombination mit anderen Medikamenten angewandt werden, die sich speziell gegen diese Erkrankungen richten.

Anwendung am Auge
Eine Anwendung am Auge ist untersagt bei
  • akuter Herpes-Infektion und anderen Augeninfektionen durch Viren
  • Augeninfektionen durch Bakterien und Pilze ohne gleichzeitige antibiotische Begleittherapie
  • Verletzungen und Wucherungen an der Hornhaut
  • Grünem Star (Eng- und Weitwinkelglaukom).
Hinweis:
Bei Erkrankungen, die ein Dünnerwerden der Hornhaut oder der Augapfelhäute verursachen, besteht die Gefahr eines Durchbruchs.

Anwendung als Mundheilpaste
Der Einsatz von Prednisolon verbietet sich bei
  • Pilzerkrankungen und Tuberkulose-bedingten Beschwerden an der Mundschleimhaut
  • Windpocken und Impfreaktionen
  • Wunden, die durch Nahtverschluss oder Lappenplastik gedeckt werden.
Hinweis:
Bei schweren eitrigen Infektionen muss vor Anwendung von Prednisolon die Infektion durch geeignete Medikamente bekämpft werden.

Prednisolon kann die Anzeichen einer Infektion verdecken und so die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschweren.

Während der Anwendung von Prednisolon ist bei Zuckerkranken eventuell der Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika erhöht.

Während der Behandlung mit Prednisolon ist bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich. Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche sind sorgfältig ärztlich zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung der Erkrankung besteht.

Im Rahmen der Ausgleichsbehandlung (Substitutionstherapie) müssen die Patienten ein Notfall-Ausweis erhalten. Die erforderliche Dosierung kann nämlich bei besonderen körperlichen Belastungen wie Verletzungen, Infektionen und Operationen um das zwei- bis dreifache, bei extremen Belastungen (beispielsweise eine Geburt) bis zum Zehnfachen erhöht sein.

Äußerliche Prednisolon-Präparate dürfen auf der Gesichtshaut ausschließlich kurzfristig angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft sollte eine innerliche Behandlung mit Prednisolon nur erfolgen, wenn sie der Arzt für unumgänglich hält. Zwar liegen für den Menschen bisher keine Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung vor. Dennoch sind bei einer Langzeitbehandlung Wachstumsstörungen des Ungeborenen durch Prednisolon nicht auszuschließen.

Eine innerliche Therapie mit Prednisolon zum Ende der Schwangerschaft kann beim Ungeborenen eine Nebennierenrindenschwäche hervorrufen. Diese macht nach der Geburt unter Umständen beim Neugeborenen eine Hormonausgleichsbehandlung mit langsam verminderten Dosierungen erforderlich.

Prednisolon geht wie alle Glukokortikoide bei Einnahme in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden, trotzdem sollten stillende Mütter nicht mit hohen Dosierungen des Wirkstoffes behandelt werden.

Auch eine örtliche Behandlung mit Prednisolon sollte während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nur nach sehr strenger ärztlicher Risiko-Nutzen-Abwägung erfolgen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder erhalten eine Tagesdosis bei hochdosierter Therapie von zwei bis drei Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht. Die mittlere Tages-Dosierung beträgt ein Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht. Eine Erhaltungsdosis wird in der Regel bei täglich 0,25 Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht angesetzt. Bei Kindern, vor allem im Wachstumsalter, sollte eine Behandlung grundsätzlich mit Unterbrechungen erfolgen. Die Dosis und Anwendungsdauer wird jeweils individuell je nach Art und Schwere der Erkrankung sowie körperlicher Verfassung des Kindes vom behandelnden Arzt festgelegt.

Bei allen örtlichen Anwendungen ist eine individuelle ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.

Warnhinweise

  • Besonders zu Beginn einer innerlichen Behandlung mit dem Medikament kann es zu Veränderungen der Stimmungslage, des Antriebs und der Konzentrationsfähigkeit kommen, die Autofahren oder das Bedienen von Maschinen gefährlich machen.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament sind, besonders bei Patienten mit schwerer Herzschwäche, regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich.
  • In dreimonatigen Abständen sollten während der Behandlung mit dem Medikament augenärztliche Kontrollen erfolgen.
  • Es muss auf eine ausreichende Kaliumzufuhr während der Behandlung geachtet werden und der Blutkaliumgehalt ist regelmäßig ärztlich zu kontrollieren.
  • Schilddrüsenunterfunktion und Leberzirrhose erfordern eine spezielle Dosisanpassung durch den Arzt.
  • Bei Beendigung der Therapie mit dem Medikament können Kortison-Entzugssyndrome auftreten. Der Therapie-Abbruch darf daher nur mit langsam verminderter Dosis ("ausschleichend") erfolgen.
  • Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können während der Behandlung besonders schwer verlaufen. Eine Behandlung bei HBsAg-positiver chronischer aktiver Leberentzündung (Hepatitis) ist zu vermeiden.
  • Abwehrgeschwächte Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion sind besonders ärztlich zu überwachen.
  • Eine Behandlung mit dem Medikament kann Hautreaktionen auf Allergietests unterdrücken.
  • Das Medikament steht auf der Doping-Liste und darf beim Sporttraining oder im Wettkampf nicht verwendet werden.
  • Das Medikament sollte vor Licht geschützt gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.







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