Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Prednisolon 1mg/ -5mg JENAPHARM

Medikament || Quellen (Stand: 29. November 2007)

Hersteller: Jenapharm GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Prednisolon
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Nebenwirkungen

Bei länger dauernder innerlicher Anwendung (über 14 Tage) von Prednisolon sind ab einer Dosierung von 7,5 Milligramm immer unerwünschte Wirkungen in unterschiedlicher Ausprägung zu erwarten. Einzige Ausnahme ist die Ausgleichsbehandlung (Substitution) von fehlendem körpereigenem Hydrocortison bei Störung der Nebennierenrinden-Funktion.

Häufige Nebenwirkungen
Kurzzeit-Behandlung (hochdosiert, als Injektion):
Infektionen.

Seltene Nebenwirkungen
Innerliche Langzeit-Behandlung:
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Hautausschlag, Brennen und Juckreiz.

Örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.

Örtliche Anwendung auf der Haut:
allergische Hautreaktionen.

Anwendung am After und im Enddarm:
Brennen und Juckreiz an Haut-Schleimhaut-Übergängen, oberflächliche Magenschleimhaut-Blutungen.

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle
Kurzzeit-Behandlung (hochdosiert, als Injektion):
allergische Reaktionen bis zum Schock.

örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
allergischer Schock.

Anwendung an After oder Enddarm:
Herzrhythmusstörungen.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit
Innerliche Kurzzeit-Behandlung:
Knochenmasse-Verlust.

Innerliche Langzeit-Behandlung:
Nebennierenrindenfunktionsstörung mit Cushing-Syndrom (Vollmond-Gesicht, Fettsucht des Körperstamms), Wachstumsverzögerungen (bei Kindern), Sexualhormonstörungen (ausbleibende Regelblutung, Überbehaarung, Impotenz), Körpersalzzurückhaltung mit Bindegewebswassereinlagerung, vermehrte Kaliumausscheidung, Gewichtszunahme, Glukosestoffwechselstörung, Auftreten von Zuckerkrankheit, erhöhtes Blutcholesterin, erhöhte Blutfettwerte, rote Hautstreifen, Gewebeschwund, Gefäßzeichnung durch die Haut, Steroid-Akne, verzögerte Wundheilung, um den Mund herum lokalisierte Hautentzündung, Änderungen der Hautfärbung, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Arzneimittelausschlag mit Hautrötung und Juckreiz, Muskelschwund, Muskelschwäche, Osteoporose, Knochenabsterben (Kopf des Oberarm- und Oberschenkel-Knochens), Depressionen, Gereiztheit, Hochstimmung, Antriebssteigerung, Appetitsteigerung, Psychosen, durch eine entzündliche Schwellung vorgetäuschte Tumorbildung im Gehirn (insbesondere bei Kindern), Auftreten vorhandener Epilepsie, Erhöhung der Anfallsbereitschaft, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bluthochdruck, Arteriosklerose-Risikoerhöhung, Risikoerhöhung von Gefäßverstopfungen (Thrombosen), Blutgefäßentzündung (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie), mäßige Erhöhung der weißen Blutkörperchen, Blutbildveränderungen der roten und weißen Blutkörperchen, Immunabwehrschwächung, Überdecken von allgemeinen Infektionen, Ausbreitung vorhandener Infektionen, Allergien, Linsentrübung (grauer Star), Glaukom (Grüner Star), Netzhauterkrankung.

Bei schneller Injektion hoher Dosen in die Vene:
Jucken oder Brennen im Damm-Bereich.

Längere örtliche Anwendung am Auge:
Augeninnendruckanstieg mit möglicher Glaukom-Bildung (empfindliche Patienten), Linsentrübung (grauer Star, Katarakt), Augeninfektionen, Infektionsverschlimmerung, Infektionsverschleierung, Hornhautdruchbruch (bei Erkrankungen, die eine Verdünnung der Hornhaut oder Augenhaut verursachen).

Örtliche Anwendung am Zahnfleisch:
örtliche Überempfindlichkeitsreaktionen.

Örtliche Langzeit-Anwendung auf der Haut:
Hautabbau, Blutgefäßabzeichnung, Streifenbildung, Steroid-Akne, Hautentzündung rund um den Mund, Überbehaarung.

Einspritzung in Gelenke und Muskeln:
schwerwiegender Gewebsabbau am Injektionsort (Knochenabsterben, Einschmelzung von Muskel- und Bindegewebe).

Besonderheiten:
Alle Glukokortikoide, also auch Prednisolon, können die Aufnahme von Jod in den Körper und die Speicherung desselben in der Schilddrüse verringern. Während längerfristiger Anwendung des Wirkstoffes sind daher die Schilddrüsenwerte ärtlich zu überwachen.

Bei zu schneller Dosisverminderung nach langdauernder Prednisolon-Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen kommen.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika aus der Salicylat-Untergruppe oder Indometacin sowie anderen nicht-opioiden Schmerzmitteln kann die Gefahr von Magen-Darm-Geschwüren und -Blutungen steigen. Bei solcher Kombination sind regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich.

Die blutzuckersenkende Wirkung von oralen Antidiabetika zur Einnahme und Insulin wird durch Prednisolon vermindert. Darum müssen häufig Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden. Über eine individuelle Dosisanpassung der Zuckermedikamente entscheidet der Arzt.

Barbiturate, Phenytoin und Primidon (alles Antiepileptika) und Rifampicin (Tuberkulose-Mittel) vermindern die Wirkung von Prednisolon. Es wird daher eine regelmäßige Kontrolle des Behandlungserfolgs empfohlen.

Blutgerinnungshemmer (Antikoagulanzien) wie Phenprocoumon werden in ihrer Wirkung abgeschwächt. Darum ist bei gleichzeitiger Einnahme eine Dosisanpassung der Gerinnungshemmer durch den behandelnden Arzt erforderlich.

Östrogen, wie es in Mitteln zur Schwangerschaftsverhütung ("Pille") verwendet wird, kann die Wirkung von Prednisolon verstärken. Eventuell muss der Arzt die Dosis während der Behandlung anpassen.

Eine zusätzliche Augeninnendrucksteigerung bei gleichzeitiger innerlicher Anwendung von Prednisolon und Atropin sowie anderen Muskarinrezeptor-Antagonisten (hemmen die Wirkung des Nervenbotenstoffes Acetylcholin) ist nicht ausgeschlossen. Deshalb werden regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen empfohlen.

Prednisolon führt zu einer vermehrten Kaliumausscheidung, die durch die gleichzeitige Anwendung von Entwässerungsmitteln weiter verstärkt wird. Auch durch Abführmittel kann ein Kaliumverlust entstehen oder verstärkt werden. Deshalb sind während der Behandlung regelmäßige ärztliche Kontrollen des Kaliumgehaltes im Blut notwendig. Herzglykoside können durch einen Kaliummangel in ihrer Wirkung verstärkt werden und Herzrhythmusstörungen hervorrufen. Bei diesen Patienten ist daher der Blutkaliumgehalt besonders häufig ärztlich zu kontrollieren.

Bei gleichzeitiger Gabe von Blutdrucksenkern aus der Wirkstoffgruppe der ACE-Hemmern kann das Risiko von Blutbildveränderungen erhöht sein. Darum sollte der Arzt öfter das Blutbild kontrollieren.

Bei Patienten mit Malaria, die dagegen mit Chloroquin, Hydrochloroquin oder Mefloquin behandelt werden, besteht mit Prednisolon ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Muskel- und Herzmuskelerkrankungen. Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen sind bei diesen Patienten wichtig.

Eine Langzeitbehandlung mit Prednisolon kann die Wirkung des Wachstumshormons Somatotropin sowie die Ausschüttung des Hirnanhangsdrüsenhormons TSH als Antwort auf die Gabe von Protirelin (ein Hypothalamushormon) vermindern. Über eine eventuell nötige Dosisanpassung wird der behandelnde Arzt individuell entscheiden.

Die Blutkonzentration von Ciclosporin (immununterdrückende Wirkung) wird durch Prednisolon erhöht, wobei die Gefahr epileptischer Krampfanfälle ebenfalls steigt. Sollten Patienten mit diesen Mitteln behandelt werden, sind häufige Kontrolluntersuchungen notwendig.

Prednisolon kann bei Mitteln gegen Wurmerkrankungen eine Verminderung der Konzentrations im Blut verursachen. Der Behandlungserfolg sollte bei diesen Erkrankungen regelmäßig ärztlich überprüft werden.

Bei der Anwendung von Prednisolon am Auge muss beachtet werden, dass bei gleichzeitiger Gabe von Substanzen wie Atropin oder anderen Muskarinrezeptor-Antagonisten (beispielsweise gegen Parkinson-Krankheit) der Augeninnendruck ansteigen kann.

Wechselwirkungen bei der lokalen Anwendung im Mund oder auf der Haut bestehen nicht.







Anzeige