Predni H Tablinen 50 mg

Medikament || Quellen (Stand: 15. Oktober 2007)

Hersteller: Winthrop Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Prednisolon
Darreichungsform: Tabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Predni H Tablinen 50 mg enthalten den Wirkstoff Prednisolon. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Predni H Tablinen 50 mg.

Prednisolon wird in vielen unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten. Dazu zählen Tabletten, Kapseln, Infusionslösungen sowie Injektionslösungen zum Spritzen für die innerliche (systemische) Anwendung. Für die örtliche (lokale) Anwendung, auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen, stehen Zäpfchen, Salben, Cremes, Pasten, Gelzubereitungen, Tinkturen, Tropfen und Lösungen zur Verfügung.

Prednisolon wird in Tablettenform eingesetzt oder auch direkt in den Blutkreislauf gegeben bei
  • der Ausgleichbehandlung (Substitutionstherapie) der Nebennierenrindenschwäche (Morbus Addison) und der Hypophysenvorderlappenschwäche (Mittel der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison)
  • Stresszuständen nach langfristiger Kortison-Therapie
  • entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie Entzündungen aller Gelenke (chronische Polyarthritis) sowie akut entzündlichen Vorgängen an einzelnen Gelenken zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung
  • Entzündungen von Blutgefäßen
  • Erkrankungen mit Umbau von Bindegewebe (Kollagenosen) wie beispielsweise dem Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte) zur Verzögerung des Krankheitsfortschritts
  • Bronchial- und Lungenkrankheiten wie Asthma bronchiale und COPD (gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von bronchienerweiternden Mitteln) und Lungengewebserkrankungen unterschiedlicher Ursache
  • Erkrankungen der oberen Luftwege wie schwere Verlaufsformen von Heuschnupfen und allergischem Schnupfen nach dem therapeutischen Versagen von Glukokortikoiden zum Einatmen und -spühen
  • akuten Verengungen von Kehlkopf oder Luftröhre (bei Pseudo-Krupp auch als Zäpfchen) oder zur Vorbeugung des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen
  • Herzkrankheiten wie der Herzbeutelentzündung (Endocarditis), auch solchen die durch rheumatische Entzündungen entstanden sind
  • Blutkrankheiten verschiedener Ursache
  • Erkrankungen des Nervensystems
  • Infektionen wie der Hirnhautentzündung aufgrund einer Tuberkulose
  • Krankheiten der Nieren, Harnleiter, Blase oder Harnröhre
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus CrohnLebererkrankungen
  • der Behandlung von Blutkrebs (Leukämie) und Lymphdrüsenkrebs. Hierbei wirkt Prednisolon aber nur lindernd auf die Beschwerden, die Krankheitsursache wird dadurch nicht behandelt. Außerdem beugt der Wirkstoff auch dem durch Chemotherapie erzeugten Erbrechen vor.
Die örtliche Anwendung von Prednisolon erfolgt entweder allein oder zusätzlich zu einer innerlichen Behandlung mit dem Wirkstoff. Gelegenheiten für einen solchen Einsatz sind:
  • allergische und/oder entzündliche Hautkrankheiten
  • Augenkrankheiten wie die Lederhautentzündung oder Entzündungen der mittleren Augenhaut
  • Beschwerden an Zähnen, Zahnfleisch und Mundschleimhaut wie akute Zahnfleischentzündungen, Mundschleimhautentzündungen sowie Entzündungen in Zahnfleischtaschen
  • Entzündete Hämorrhoiden, Entzündungen im Analbereich oder auch Mastdarmentzündungen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Prednisolon sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Prednisolon gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Stresszustände nach langfristiger Kortikoidtheraphie
  • aktive Phasen von Gefäßentzündungen wie Panarteriitis nodosa (eine entzündliche Erkrankung der Gefäße, die vor allem die kleinen Gefäße (Arteriolen) im Bereich der Waden- und Unterarmmuskeln, aber auch die der inneren Organe befällt) (bei positivem Hepatitis-Nachweis ist die Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzt)
  • Riesenzellarteriitis (eine Gefäßentzündung im Bereich der Kopfarterien) und Polymyalgia rheumatica (eine entzündlich-rheumatische Muskelerkrankung)
  • Arteriitis temporalis (eine chronisch entzündliche Erkrankung der großen Blutgefäße)
  • aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen wie systemischer Lupus erythematodes (eine entzündliche Bindegewebserkrankung), entzündliches Muskelrheuma/Polychondritis chronica atrophicans (eine Knorpelentzündung) und Mischkollagenosen (verschiedene Formen von entzündlichen Bindegewebserkrankungen)
  • aktive rheumatoide Gelenksentzündung (häufigste entzündliche Form von Rheuma) mit schweren fortschreitenden Verlaufsformen, zum Beispiel schnell zerstörerisch verlaufender Form und/oder außerhalb eines Gelenks liegenden Ausprägungen
  • andere entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankungen, sofern die Schwere des Krankheitsbilds und Unempfindlichkeit gegen nicht-steroidale Antiphlogistika es erfordern
  • entzündliche Wirbelsäulenerkrankungen (Morbus Bechterew mit Beteiligung von Hand- und Fußgelenken), Entzündungen der Hand- und Fußgelenke durch Schuppenflechte, Gelenkentzündungen im Rahmen einer chronischen Darmerkrankung mit hoher Entzündungsaktivität
  • Gelenkentzündungen, die in Zusammenhang mit außerhalb des Gelenks liegenden Infektionen auftreten
  • Gelenkentzündungen bei Sarkoidose (eine seltene entzündliche Erkrankung)
  • Herzbeutelentzündung bei rheumatischem Fieber
  • entzündliche rheumatische Gelenkerkrankungen unbekannter Ursache im Kindes- und Jugendalter mit schwerer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit örtlich nicht beeinflussbarer Entzündung der Iris
  • Asthma bronchiale, Atemwegserkrankungen mit Verengung der Bronchien wie chronische Bronchitis mit und ohne Atembeschwerden oder chronische Lungenblähung
  • im Zwischengewebe liegende Lungenerkrankungen wie akute Alveolitis (eine allergische Entzündung der Lungenbläschen), Lungenfibrose (Vernarbung des Lungengewebes infolge chronischer Entzündungen)
  • Erkrankungen der oberen Luftwege wie schwere Verlaufsformen von Heuschnupfen und allergisch bedingtem Schnupfen, nach Versagen von Kortison-Präparaten zur Inhalation
  • akute Kehlkopf- und Luftröhrenverengungen wie beim Quincke-Ödem (eine Nesselsucht mit Schleimhautschwellung) oder Pseudo-Krupp
  • Langzeittherapie von chronischen Formen der Sarkoidose (eine seltene entzündliche Erkrankung) in den Stadien II und III bei Atemnot, Husten und Verschlechterung der Lungenfunktionswerte
  • Vorbeugung des Atemnotsyndroms bei Frühgeborenen
  • Hauterkrankungen, die aufgrund ihres Schweregrads und/oder des Befalls in tiefer gelegenen Hautschichten nicht mit äußerlichen Kortison-Präparaten ausreichend behandelt werden können
  • allergische Hauterkrankungen mit Beteiligung lebenswichtiger Organe, wenn mehr als 20 Prozent der Körperoberfläche betroffen sind, beispielsweise schwere akute Nesselsucht, Schwellungen im Unterhautgewebe von Haut oder Schleimhaut, Lyell-Syndrom, schwere Hautausschläge durch Medikamente
  • entzündliche Hauterkrankungen wie schwere, großflächige Entzündungen und Rötungen (beispielsweise Lichen ruber exanthematicus, Erythrodermie, Sweet-Syndrom)
  • bläschenbildende Erkrankungen der Haut wie Blasensucht, bullöses Pemphigoid (eine häufige Hauterkrankung durch gestörte körpereigene Abwehr)
  • andere Hautkrankheiten wie Schmerzen nach einer Gürtelrose, Reaktion des Körpers auf Bakteriengifte bei Penicillinbehandlung der Syphilis (eine Geschlechtskrankheit), kavernöses Hämangiom (eine gutartige Gefäßgeschwulst mit Blutschwämmchen), Morbus Behcet (eine Gefäßentzündung in zahlreichen Organen) oder Pyoderma gangränosum (eine schwere Hautreaktion bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen)
  • Blutkrankheiten durch Fehlreaktionen der körpereigenen Abwehr wie Blutarmut durch Auflösung roter Blutkörperchen, Mangel an Blutplättchen und Hautrötungen dadurch
  • Anwendung im Rahmen von mehrfachen Chemotherapien bei akutem Lymphdrüsenkrebs und anderen Formen des Lymphdrüsenkrebses wie beispielsweise chronischer lymphatischer Leukämie, bei bösartigen Krebszellen im Lymphsystem, Morbus Waldenström (eine Knochenmarkerkrankung) und multiplem Myelom (eine bösartige Wucherung von Plasmazellen im Knochenmark)
  • Kalziumüberschuss im Blut bei bösartigen Krebszellen im Lymphsystem, multiplen Myelomen (eine bösartige Wucherung von Plasmazellen im Knochenmark), Blutkrebs und Brustkrebs
  • Vorbeugung und Therapie des durch Krebsmittel ausgelösten Erbrechens
  • anhaltende Schmerzzustände nach einer Gürtelrose sowie Vorbeugung derartiger Schmerzen
  • Linderung der Beschwerden bei starker körperlicher Schwäche, beispielsweise bei Magersucht oder fortgeschrittenen Krebserkrankungen nach Ausschöpfung anderer Behandlungsmöglichkeiten
  • spezielle Formen der Epilepsie im Kleinkindalter
  • Erkrankungen des Nervensystems wie Myasthenia gravis, chronisches Cuillain-Barrz-Syndrom, Tolosa-Hunt-Syndrom, Polyneuropathie bei monoklonaler Gammopathie oder multiple Sklerose
  • Vergiftungszustände bei schweren Infektionskrankheiten in Verbindung mit einer Antibiotika-Behandlung
  • Augenkrankheiten wie beispielsweise Entzündungen der Lederhaut, der Hornhaut, der Linse, des Ziliarkörpers sowie durch ein gestörtes Immunsystem bedingte Erkrankungen der Augenmuskeln
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn
  • durch ein gestörtes Immunsystem bedingte chronische Leberentzündung
  • durch ein gestörtes Immunsystem bedingte spezielle Formen der Nierenentzündung, eventuell in Kombination mit Krebsmitteln
  • zunehmende Verengung der Harnleiter durch Bindegewebsneubildung im Beckenbereich
  • Speiseröhrenverätzung
  • Ersatz von körpereigenem Kortison, wenn der Körper nicht in der Lage ist, selbst genügend zu bilden

Dosierung

Die Dosierung des Medikaments bestimmt der Arzt abhängig von Art und Schwere der Erkrankung und vom Behandlungsverlauf. Zu Anfang der Therapie werden meist ziemlich hohe Dosen angewendet, die schnell auf eine möglichst niedrige, noch wirksame so genannte Erhaltungsdosis vermindert werden. Im Allgemeinen liegt die Erhaltungsdosis zwischen fünf und 15 Milligramm Prednisolon täglich. Speziell bei chronischen Erkrankungen ist oft eine Langzeitbehandlung mit niedrigen Erhaltungsdosen erforderlich.

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:

Zum Ersatz fehlenden körpereigenen Kortisons erhalten Personen jenseits des Wachstumsalters fünf bis 7,5 Milligramm Prednisolon am Tag, verteilt auf zwei Einzeldosen. Die Einzeldosen werden meist morgens und mittags oder morgens und abends gegeben.

Bei Stresszuständen nach langfristiger Kortison-Therapie werden bis zu 50 Milligramm Prednisolon (eine Tablette) am Tag gegeben. Der langsame Dosisabbau erfolgt dann über mehrere Tage hinweg.

Bei der Behandlung von Krankheiten mit dem Medikament wird zwischen einer Hochdosierung, einer mittleren Dosierung und niedrigen Dosierungsbereichen unterschieden. Für niedrige Dosierungsbereiche oder die Behandlung von Kindern ist gegebenenfalls die Anwendung schwächer dosierter Prednisolon-Präparate zu empfehlen, da sich die Tabletten nur bis zu 12,5-Milligramm-Dosierungen vierteln lassen.

Für Erwachsene liegt die Hochdosis bei 80 bis 100, beziehungsweise 250 Milligramm Prednisolon (bis zu fünf Tabletten) am Tag. Die mittlere Dosierung liegt bei täglich 40 bis 80 Milligramm Prednisolon.

Eine niedrige Dosierung beträgt für Erwachsene zehn bis 40 Milligramm Prednisolon am Tag, eine sehr niedrige Dosierung liegt zwischen täglich 1,5 bis 7,5 und höchstens zehn Milligramm Prednisolon.

Kinder erhalten bei hoher Dosierung zwei bis drei Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, die mittlere Dosierung liegt bei einem bis zwei Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Als Erhaltungsdosis werden täglich meist 0,25 Milligramm Prednisolon pro Kilogramm Körpergewicht gegeben.

Im Allgemeinen sollten Sie die gesamte Tagesdosis des Medikaments frühmorgens zwischen sechs und acht Uhr einnehmen, da es dann am besten wirkt. Hohe Tagesdosen können Sie in Abhängigkeit von der Erkrankung jedoch auch auf zwei bis vier, mittlere Tagesdosen auf zwei bis drei Einzelgaben verteilen.

Nach Eintritt der erwünschten Wirkung wird der Arzt die Dosis verringern. Bei Verteilung der Tagesdosis auf mehrere Einzeldosen wird zunächst die abendliche Dosis, dann die etwaige Mittagsdosis herabgesetzt.

Zur Beendigung einer Behandlung mit dem Medikament geht der Arzt je nach Therapieverlauf unterschiedlich vor: Wurde kurzzeitig und hoch dosiert, kann die Behandlung ohne weiteres abgebrochen werden. Bei langzeitiger, niedrig dosierter Therapie muss die Dosierung langsam und schrittweise ("ausschleichend") bis auf null heruntergefahren werden.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Predni H Tablinen 50 mg. In folgender Angebotsform sind Predni H Tablinen 50 mg erhältlich:
(Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Preis- und Zuzahlungsangaben)

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Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Magnesiumstearat
  • Carboxylmethylstärke-Natrium (Typ A)
  • Kartoffelstärke
  • Lactosemonohydrat



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