Medikinet 5 mg/-10 mg/-20 mg Tabletten

Medikament || Quellen (Stand: 20. April 2008)

Hersteller: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Methylphenidat
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Schlaflosigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen.
nur bei Erwachsenen mit Narkolepsie:
Konzentrationsmangel, Geräuschempfindlichkeit, Schwitzen.

Häufige Nebenwirkungen:
Nasen-Rachenentzündung, Essensverweigung, verminderter Appetit, mäßig verringerte Gewichts- und Größenzunahme (bei längerer Anwendung bei Kindern), seelisches Ungleichgewicht, Aggression, Unruhe, Angst, Depression, Reizbarkeit, anormales Verhalten, Schwindel, sinnlose Bewegungen, Rastlosigkeit, Schläfrigkeit, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzklopfen, Bluthochdruck, Husten, Rachenschmerzen, Kehlkopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Magenbeschwerden, Mundtrockenheit, Haarausfall, Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht, Gelenkschmerzen, Fieber, Veränderungen von Blutdruck und Herzschlag (meist eine Erhöhung), Gewichtsabnahme.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (wie Gesichtsschwellung, Ohrschwellung,
mit Blasenbildung einhergehende Hauterkrankungen, schuppende Hauterkrankungen, Nesselausschlag, Juckreiz, Hautausschläge), psychotische Störungen, Wahnvorstellungen (Bilder, Geräusche, Gefühle), Wut, Selbstmordgedanken,Stimmungsänderungen, Stimmungsschwankungen, Rastlosigkeit, Weinerlichkeit, Tics, Verschlimmerung von vorbestehenden Tics oder Tourette-Syndrom, Schlaflosigkeit, Schlafstörung, Abstumpfung, Zittern, Doppeltsehen, Verschwommensehen, Brustschmerzen, Atemnot, Verstopfung, Anstieg der Leber-Enzyme im Blut, Muskelschmerzen, Muskelzucken, Blut im Urin, Brustschmerzen, Müdigkeit, Herzgeräusch, erhöhte Leberenzyme im Blut.

Seltene Nebenwirkungen:
Übersteigerung, Orientierungslosigkeit, Störung der Libido, Probleme mit der Scharfsicht, Pupillenwerweiterung, Sehstörungen, Angina pectoris, vermehrtes Schwitzen, fleckiger Hautausschlag, Hautrötung, Brustschwellung.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Weiße Blutkörperchen-Mangel, Blutplättchen-Mangel, Blutarmut, Unterhautblutungen, Selbstmordversuch (einschließlich vollendeter Selbstmord), vorübergehende depressive Verstimmung, anormales Denken, Teilnahmslosigkeit, krankhaft häufig wiederholte Verhaltensweisen, Starrsinn, Krampfanfälle, Veitstanz-artige Bewegungen, vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns, malignes neuroleptisches Syndrom (Wirkstoff als Ursache unklar), Herzstillstand, Herzinfarkt, Hirngefäßverschluss, Kälteempfindung in Armen und Beinen, Durchblutungsstörungen von Fingern und Zehen (Raynaud- Phänomen), gestörte Leberfunktion (bis zum Koma), schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, exfoliative Dermatitis), Muskelkrämpfe, plötzlicher Herztod.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit
Mangel an allen Blutzellen, Wahnvorstellungen, Denkstörungen, Verwirrtheitszustand, Gehirnfunktionsstörungen (einschließlich Blutgefäßentzündungen, Hirnblutungen, Schlaganfälle, Hirngefäßverschluss), epileptische (Grand-Mal) Anfälle, Migräne, Herzrhythmusstörungen, die oberhalb der Herzkammer entstehen (supraventrikuläre Tachykardie), verlangsamter Herzschlag, zusätzliche Herzschläge, Störungen der Regelblutung, Brustschmerzen, sehr hohes Fieber, erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhtes Bilirubin im Blut, verminderte Zahl der Blutplättchen, anormale Zahl der weißen Blutkörperchen.

Besonderheiten:
Bei chronischem nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch kann Methylphenidat seine Wirkung verlieren (Toleranzentwicklung) und zu seelischer Abhängigkeit führen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch in den zugelassenen Anwendungsgebieten ist eine Abhängigkeitsgefahr praktisch nicht vorhanden. Es muss jedoch die Möglichkeit des Arzneimittelmissbrauchs oder der Drogenabhängigkeit im Umfeld des Patienten beachtet werden.

Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie Magenbeschwerden treten üblicherweise zu Beginn der Behandlung auf und können durch Einnahme mit einer Mahlzeit gelindert werden.

Wechselwirkungen

Methylphenidat beeinflusst den Bluthochdruck. Deshalb kann es einerseits die Wirksamkeit von Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck beeinträchtigen. Andererseits kann es die Wirkung Blutdruck-erhöhender Wirkstoffe verstärken. Auch die anfängliche blutdruckerhöhende Wirkung von Guanethidin (zur Blutdrucksenkung) und Amantadin (gegen Grippe und Parkinson-Krankheit) kann gesteigert sein.

Der Wirkstoff darf nicht während oder innerhalb von 14 Tagen nach Einnahme von MAO-Hemmstoffen (gegen Depressionen) eingesetzt werden.

Methylphenidat hemmt die Wiederaufnahme des Nervenbotenstoffs Dopamin in die Nerven. Daher stört es die Wirkung aller Substanzen, die auf Dopamin Einfluss nehmen. Dazu gehören Parkinsonmittel wie Levodopa und Methyldopa, aber auch trizyklische Antiepileptika sowie Neuroleptika wie Haloperidol. Die gleichzeitige Gabe von Methyldopa und Neuroleptika sollte auf Grund der entgegengesetzten Wirkungsweisen vermeiden werden.

Möglicherweise gibt es Wechselwirkungen von Methylphenidat mit blutverdünnenden Antikoagulanzien des Cumarintyps, Antiepileptika (wie Phenobarbital, Phenytoin, Primidon), Neuroleptika und trizyklischen Antidepressiva (Imipramin, Desipramin) sowie Phenylbutazon (nicht-steroidales Antirheumatikum). Die Dosis der genannten Wirkstoffe muss bei gemeinsamer Gabe mit Methylphenidat eventuell vom Arzt vermindert werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin (Antiepileptikum) kann die Wirksamkeit von Methylphenidat vermindert werden. Gleiches gilt für säurehemmde Mittel (Antazida), da sie die Aufnahme des Wirkstoff in den Körper behindern.

Alkohol kann die unerwünschten Nebenwirkungen von Methylphenidat auf das Gehirn verstärken. Es wird daher empfohlen, während der Behandlung keinen Alkohol zu sich zu nehmen.

Methylphenidat kann zu falsch positiven Laborwerten für Amphetamine (Aufputschmittel) führen, insbesondere wenn zu deren Messung so genannten Immunoassay-Methoden verwendet werden.




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