Imurek 25 mg Filmtabletten

Medikament || Quellen (Stand: 16. Oktober 2007)

Hersteller: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Azathioprin
Darreichungsform: Filmtabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Imurek 25 mg Filmtabletten enthalten den Wirkstoff Azathioprin.

Azathioprin wird bei der Vorbeugung einer Transplantatabstoßung bei Nieren-, Leber-, Herz-, Lungen- oder Bauchspeicheldrüsenverpflanzungen eingesetzt.

Außerdem kann es bei schweren Formen von Autoimmunerkrankungen als Ersatz für Glukokortikoide verwendet werden, wenn diese unverträglich oder wirkungslos blieben. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel entzündlich rheumatische Erkrankungen, schwere Darmentzündungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, der systemische Lupus erythematodes, bestimmte Leberentzündungen, Purpura und die autoimmune hämolytische Anämie.

In einer Studie in England wurden Patienten mit schwerer Neurodermitis, die nicht mit örtlichen Medikamenten zu beherrschen war, innerlich mit Azathioprin behandelt. Die Erfolge waren deutlich besser als bei den zum Vergleich mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelten Patienten. In Deutschland ist Azathioprin für das Einsatzgebiet Neurodermitis allerdings noch nicht zugelassen.

Der Einsatz des Wirkstoffs erfolgt meist als ein Zusatz zu Substanzen, die das Immunsystem des Körpers unterdrücken. Üblicherweise wird er mit Glukokortikoiden kombiniert. Azathioprin gilt als Ausweichmedikament für Patienten, die Glukokortikoide nicht vertragen oder die auf solche angewiesen sind und bei denen die therapeutische Wirkung trotz hoher Dosen derselben nicht ausreichend ist.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Azathioprin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Immunstärkende und -schwächende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Azathioprin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Vorbeugung von Abstoßungsreaktionen nach Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse (üblicherweise als Kombinationspartner von immununterdrückenden Substanzen)
  • schwere Formen bei aktivem chronischem Gelenkrheumatismus, der mit weniger starken Medikamenten zur Rheumabehandlung nicht gut genug behandelt werden kann (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • chronische Leberentzündung durch Antikörper gegen körpereigene Zellen (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • SLE, eine Multisystemkrankheit, die die Haut, innere Organe und das Zentralnervensystem befällt (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • Lilakrankheit, eine Autoimmunerkrankung mit lilafarbenen Hauterscheinungen (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • Entzündung kleiner und mittlerer Arterien, vor allem der Wadenmuskeln und Unterarmmuskeln sowie innerer Organe (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • chronische Erkrankung der Haut und Schleimhaut mit Blasenbildung sowie Bildung großer, praller Hautblasen durch Antikörper gegen körpereigene Zellen bei älteren Menschen (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • Morbus Behcet, eine Erkrankung mit schmerzhaften rundlichen Schäden an Schleimhäuten des Mundes und der Genitalregion, Eiteransammlungen in der vorderen Augenkammer, knötchenförmigen Hautrötungen sowie Gelenkschwellungen unbekannter Ursache (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • schwer behandelbare Blutarmut aufgrund eines schnellen Zerfalls der roten Blutkörperchen durch besondere Antikörper gegen diese Blutkörperchen (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • chronische schwer behandelbare Einblutungen der Haut und Schleimhaut aufgrund eines vorübergehenden Blutplättchenmangels (bei mäßig schweren bis schweren Verlaufsformen üblicherweise in Kombination mit Kortison zur Kortison-Einsparung, oder wenn Kortison nicht vertragen wird beziehungsweise wenn mit hochdosiertem Kortison keine ausreichende Beschwerdenlinderung erzielt werden kann)
  • schubförmig verlaufende multiple Sklerose (Muskelschwund), wenn eine Immuntherapie notwendig und eine Behandlung mit Beta-Interferonen nicht möglich ist oder die Erkrankung mit einer bisherigen Azathioprin-Behandlung gut verlief
  • Myasthenia gravis, eine Autoimmunkrankheit mit ausgeprägter schwerer krankhafter Muskelschwäche (in Abhängigkeit vom Schweregrad der Erkrankung ist zu Beginn der Behandlung eine Kombination mit Kortison erforderlich, die Kortison-Dosis wird dann nach Monaten der Behandlung schrittweise reduziert)

Dosierung

Sowohl Kinder als auch Erwachsene erhalten bei Organtransplantationen zu Beginn täglich bis zu fünf Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Die Erhaltungsdosis ist mit ein bis vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich geringer (entspricht zirka ein bis vier Tabletten am Tag).
Bei Autoimmunkrankheiten werden ein bis drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen (entspricht zirka ein bis zwei Tabletten am Tag).
Bei schubförmiger Multipler Sklerose erhalten die Patienten zwei bis drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag (entspricht zirka zwei bis drei Tabletten am Tag).

Die Tabletten jeweils nach dem Essen mit reichlich Wasser einnehmen.
Nur wenn die Einnahme von Tabletten nicht möglich ist, kann Imurek intravenös gespritzt werden. Es sollte jedoch so früh wie möglich auf eine orale Behandlung umgestellt werden.
Bei den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa muss mindestens zwölf Monate lang behandelt werden.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Imurek 25 mg Filmtabletten. In folgender Angebotsform sind Imurek 25 mg Filmtabletten erhältlich:
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100 Stück Filmtabletten 25 Milligramm Azathioprin €31,49 EUR (€5,19 EUR), (€3,00 EUR Versand) Preisvergleich

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Lactose
  • Maisstärke
  • Titandioxid (E 171)
  • Eisenoxid (E 172)
  • Hypromellose
  • Macrogol 400
  • Magnesiumstearat
  • Stearinsäure
  • vorverkleisterte Stärke



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