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Gityl 6mg

Medikament || Quellen (Stand: 19. Mai 2008)

Hersteller: Krewel Meuselbach GmbH
Wirkstoff: Bromazepam
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Nebenwirkungen

Da der Wirkstoff zur Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine gehört, können Nebenwirkungen auftreten, die für diese Substanzgruppe typisch sind. Das sind:

Herzversagen einschließlich Herzstillstand, Schläfrigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Gangunsicherheit, Störung der Atemfunktion, Übelkeit und Erbrechen, Mundtrockenheit, allergische Hautreaktionen, Muskelschwäche, Appetitzunahme, erhöhtes Risiko für Stürze und Brüche (besonders bei älteren Patienten), niedriger Blutdruck, gedämpfte Empfindung, Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, verringerte Aufmerksamkeit, Änderungen des sexuellen Bedürfnisses, "paradoxe Reaktionen" (Erregbarkeit, Reizbarkeit, aggressives Verhalten, Unruhe, Nervosität, Feindseligkeit, Angstzustände, Schlafstörungen, Albträume, lebhafte Träume).

Besonderheiten:
Die Nebenwirkungen von Bromazepam sind häufig – abhängig von der individuellen Empfindlichkeit des Patienten und der eingenommenen Dosis – unterschiedlich stark ausgeprägt und treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf. Der Arzt kann sie durch sorgfältige und individuelle Wahl der Tagesdosis oft vermindern oder vermeiden.

In hoher Dosierung und bei längerer Anwendung kann Bromazepam vorübergehende Sehstörungen (Doppeltsehen, Augenzittern) hervorrufen.

Die Einnahme von Benzodiazepinen und auch von Bromazepam kann zur Abhängigkeit mit Entzugserscheinungen führen. Bereits bei täglicher Anwendung über wenige Wochen kann sich eine Abhängigkeit entwickeln. Dies gilt nicht nur für die missbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern auch für den üblichen Dosisbereich während einer Behandlung.

Nach längerer Einnahme und plötzlichem Absetzen von Bromazepam treten Schlafstörungen und vermehrtes Träumen, Angst, Spannungszustände, Erregung, innere Unruhe, Zittern, Schwitzen, Erhöhung der Krampfbereitschaft mit Auslösen von Krampfanfällen und Psychosen mit Gedächtnisstörungen, Denkstörungen und Wahnvorstellungen auf.

Die abendliche Einnahme von Bromazepam kann noch am nächsten Morgen zu verminderter Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie Restmüdigkeit führen.

Wegen der muskelerschlaffenden Wirkung ist besonders bei älteren Patienten eine erhöhte Sturzgefahr gegeben. Die Patienten müssen daher vor allem bei nächtlichem Aufstehen vorsichtig sein.

Die Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine kann zeitlich oder inhaltlich begrenzte Erinnerungslücken verursachen. Diese treten meist einige Stunden nach der Einnahme auf. Die Patienten sollten deshalb dafür sorgen, dass sie nach der Einnahme eine ununterbrochene Schlafdauer von etwa sieben bis acht Stunden einhalten können.

Wechselwirkungen

Bromazepam gehört zu der Gruppe der Benzodiazepine. Daraus ergeben sich folgende allgemeine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen:
  • Medikamente, die das Gehirn beeinflussen wie zum Beispiel Psychopharmaka, Schlaf- und Beruhigungsmittel, opioide Schmerzmittel und Narkosemittel oder auch H1-Antihistaminika und Alkohol verstärken sich mit Benzodiazepinen in der Wirkung gegenseitig.
  • Benzodiazepine verstärken die Wirkung von Muskelrelaxanzien, Schmerzmitteln und Lachgas.
  • Cimetidin verstärkt und verlängert die Wirkung von Benzodiazepinen, weil es ihren Abbau in der Leber verzögert.
  • Bei Dauerbehandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten, die auch das Gehirn beeinflussen, mit Betablockern und Gerinnungshemmern wie Antikoagulanzien sind Wechselwirkungen möglich, deren Art und Umfang nicht vorhersehbar sind.
Für den Wirkstoff Bromazepam sind noch weitere Wechselwirkungen bekannt:
Bei Patienten, die dauerhaft behandelt werden mit anderen Arzneimitteln, die die Kreislauffunktion und Atemfunktion beeinflussen (zum Beispiel Herzglykosiden oder Xanthinderivaten wie das Theophyllin) sowie mit hormonellen Verhütungsmitteln und mit einigen Antibiotika sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar.

Das Magenmittel Omeprazol verstärkt und verlängert die Wirkung von Bromazepam.

Aufgrund der langsamen Ausscheidung von Bromazepam und seiner Stoffwechselprodukte kann auch nach dem Ende der Behandlung noch mit möglichen Wechselwirkungen gerechnet werden.







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