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Dexamethason 0,5 mg/ -1,5 mg/ -4 mg/ -
8 mg GALEN

Medikament || Quellen (Stand: 17. Oktober 2007)

Hersteller: GALENpharma GmbH
Wirkstoff: Dexamethason
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen Dexamethason oder andere Glukokortikoide ist die Anwendung des Wirkstoffes verboten.

Die Gabe von Dexamethason als Spritze direkt in den Blutkreislauf, als orale Anwendung oder als Langzeit-Behandlung ist ebenfalls verboten bei akuten Virus-Infektionen, wie z. B. Herpes (Herpes simplex), Gürtelrose (Herpes zoster), Windpocken (Varizellen), Kinderlähmung (Poliomyelitis) oder Hepatitis B (Leberentzündung). Auch etwa acht Wochen vor bis zwei Wochen nach Schutzimpfungen und bei Lymphknotenentzündung nach BCG-Impfung (Tuberkulose-Impfung) soll der Wirkstoffs nicht angewendet werden.

Die Gabe von Dexamethason direkt ins Gelenk ist verboten bei Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenks, bei bakteriellen Gelenk-Entzündungen, bei Blutungsneigung (spontan oder durch Medikamente bedingt), bei Gelenkverkalkung, bei nicht durchbluteten Nekrosen der am Gelenk beteiligten Knochen (Knochenuntergang), bei besonderen Formen der Gelenkerkrankung (zum Beispiel Charcot-Gelenk), bei nicht akut entzündlicher Gelenkabnutzung (Arthrose), bei instabilen Gelenken, bei Flüssigkeitsansammlung im Gelenk (Gelenkerguss) und bei Gelenkerkrankungen ohne entzündlichen Anteil. Aber auch beim Riss einer Sehne sollte der Wirkstoff nicht angewendet werden.

Die Behandlung des Auges mit Dexamethason ist untersagt bei Erkrankungen des Auges, die durch Viren, Pilze oder Bakterien ausgelöst werden, bei Verletzungen oder Geschwüren der Hornhaut und beim Grünen Star (Eng- oder Weitwinkelglaukom).

Die Anwendung von Dexamethason über die Nase ist verboten bei unbehandelten Infektionen der Nasenschleimhaut mit Pilzen, Viren und Bakterien, bei trockener Nasenentzündung mit Entzündungsreaktion der Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca) und bei einer Sonderform des Grünen Stars (Engwinkelglaukom).

Die lokale Anwendung von Dexamethason auf der Haut ist unter bestimmten Voraussetzungen untersagt. Dazu gehören Hautprozesse im Rahmen einer Tuberkulose (Schwindsucht) oder Lues (Syphilis – eine Geschlechtserkrankung) und Virus-Infektionen wie Windpocken, Pocken, Impfpocken und Pilzerkrankungen. Auch eine Anwendung des Wirkstoffs auf der Haut in unmittelbarer Nähe des Auges, auf Hautrissen, Geschwüren und Schleimhäuten, bei Kupferfinne (Rosazea) und bei Akne ist untersagt. Insgesamt darf Dexamethason auf der Haut weder besonders lange noch in besonders hoher Dosierung zur Anwendung kommen.

Die Gabe von Dexamethason ins Blut, in Gelenke und am Auge ist nicht zu empfehlen bei Allergikern, bei Asthma, bei Infektionskrankheiten, bei bekannter Tuberkulose, bei Zuckerkrankheit Diabetes und bei schwer einstellbarem Bluthochdruck

Bei der Inhalation muss der Arzt generell Nutzen und Risiko der Therapie abwägen. Weitere relative Gegenanzeigen sind: Lungentuberkulose, Pilzerkrankungen und Infektionen im Bereich der Atemwege. Auch bei der Zuckerkrankheit ist eine Anwendung über die Nase nicht zu empfehlen. Die angegebenen Gegenanzeigen entfallen bei der Sofortbehandlung von Vergiftungen mit Lungenreizstoffen, da es sich hier bei der Inhalation um eine lebensrettende Sofortmaßnahme handeln kann.

Die lokale Anwendung am Auge muss beim oberflächlichen Herpes der Hornhaut, bei anderen Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze am Auge ohne gleichzeitige Basistherapie gegen diese Krankheitserreger und bei der Tuberkulose der Augen vom behandelnden Arzt gut bedacht werden.

Die orale Anwendung von Dexamethason ist nicht empfehlenswert bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren (ohne gleichzeitige Therapie mit Mitteln gegen Geschwüre), bei akuten oder chronischen bakteriellen Infektionen ohne gezielte antibiotische Therapie, bei Pilzerkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, bei schwerem Bluthochdruck ohne Behandlung und regelmäßiger Kontrolle, bei schwerer Zuckerkrankheit (Diabetes) ohne klinische Überwachung und Anpassung der Therapie, bei Schwund der Knochensubstanz (Osteoporose) ohne Therapie, bei psychiatrischer Vorgeschichte ohne nervenärztliche Überwachung und beim Grünen Star ohne engmaschige augenärztliche Überwachung und Therapie.

Die lokale Anwendung auf der Haut ist bei Langzeit-Anwendung über vier Wochen, bei Anwendung auf über zehn Prozent der Körper-Oberfläche und bei vorgeschädigten Nieren vom behandelnden Arzt sorgfältig zu bedenken.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Dexamethason sollte während der Schwangerschaft (besonders in den ersten drei Monaten) nur nach strengster Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden. Bei einer Langzeittherapie mit dem Wirkstoff können Wachstumsstörungen des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden. Zusätzlich besteht in den ersten drei Monaten das Risiko für die Bildung einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte.

Bei einer Behandlung gegen Ende der Schwangerschaft kann es zur Unterdrückung der Nebennierenrindenfunktion des Kindes mit Wirkungsverlust dieses Organs kommen. In diesem Falle kann eine Substitutionstherapie mit Hormonen erforderlich werden.

Wie alle Glukokortikoide geht Dexamethason in die Muttermilch über. In der Stillzeit muss bei langfristiger Anwendung oder höheren Dosierungen deshalb abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern im Wachstumsalter muss die Anwendung von Dexamethason durch den behandelnden Arzt sorgfältig bedacht werden. Die orale Gabe darf nur mit Behandlungspausen und im Wechsel mit anderen Wirkstoffen erfolgen. Die Gabe über die Nase ist bei Kindern unter sechs Jahren verboten. Lokal auf der Haut darf der Wirkstoff nicht über lange Zeit eingesetzt werden, vor allem nicht im Windelbereich.

Bei Kindern liegen noch keine Erfahrungen mit dem Einsatz von Dexamethason in Gelenken vor, daher sollte diese Anwendung bei Kindern unterbleiben.

Warnhinweise

  • Bei einer Langzeitanwendung sollten Patienten einen Kortikoidausweis beantragen.
  • Durch Einnahme des Wirkstoffs können Infektionen möglicherweise versteckt beginnen.
  • Während der Therapie besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen.
  • Bei einer Langzeitanwendung sind regelmäßige (alle drei Monate) Kontrollen durch Augenarzt erforderlich.
  • Bei einer Langzeitanwendung mit dem Wirkstoff sollten die Patienten ausreichend Kalium einnehmen.
  • Bei einer Langzeitanwendung des Wirkstoffs ist eine Vorbeugung gegen Knochenschwund (Osteoporose) nötig.
  • Während einer Therapie mit dem Wirkstoff ist ein besonders schwerer Verlauf bestimmter Viruserkrankungen (Masern, Windpocken) möglich.
  • Die Funktion der Nebennierenrinde wird bei einer Langzeitanwendung des Wirkstoffs unterdrückt.
  • Das Immunsystem wird bei Anwendung des Wirkstoffs geschwächt.
  • Treten besondere Stresssituationen während der Behandlung auf, muss die Dosis des Wirkstoffs eventuell erhöht werden.
  • Bei einer Langzeitanwendung sollte eine regelmäßige Kontrolle von Calcium, Kalium und Natrium im Blut erfolgen.
  • Der Wirkstoff sollte nicht abrupt abgesetzt werden. Die Dosis muss im Gegenteil schrittweise reduziert werden.
  • Bei einer Langzeitanwendung ist der Blutzuckerspiegel regelmäßig zu kontrollieren.
  • Bei einer Langzeitanwendung ist der Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.







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