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Cotrimoxazol AL/ -forte

Medikament || Quellen (Stand: 30. Juni 2011)

Hersteller: ALIUD Pharma GmbH & Co. KG
Wirkstoffkombination: Co-trimoxazol
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Zungenschleimhautentzündung, Mundschleimhautentzündung, Zahnfleischentzündung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Knotiger Hautausschlag (Erythema nodosum), Störungen des Magen-Darm-Traktes wie Schmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall; Geschmacksveränderungen, Rötungen, wenn die Haut mit Tageslicht in Kontakt kommt; Medikamentenfieber, Juckreiz am ganzen Körper, Kopfschmerzen.

Seltene Nebenwirkungen:
Hautschuppung (exfoliative Dermatitis), kurzzeitige Kurzsichtigkeit, Ohrgeräusche (Tinnitus), Leberentzündung (Hepatitis), erniedrigte Blutkaliumkonzentration, Hautveränderungen mit blasigem Ablösen der Haut und schwer geschwächtem Allgemeinbefinden (wie Steven-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom), Pilzbefall (Candidose).

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle:
kleine Hautblutungen (Petechien), Nervenentzündungen, Koordinationsprobleme, Hirnhautentzündungen ohne Erreger, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Leberzellschäden, erniedrigte Blutzuckerspiegel, Übersäuerung des Körpers, Blutbildveränderungen, Leberwerterhöhung, Leberzelluntergang, Nierenwerterhöhung, Nierenentzündung, Kristallurin, Nierenversagen, Wasseransammlung in den Beinen und Armen, allergische Reaktionen wie zum Beispiel Hautrötungen, Ausschlag; Gelenkschmerzen, akute Psychosen, Wahnvorstellungen (Halluzinationen), Gangunsicherheit, zu niedrige Blutzuckerspiegel, Lungenentzündungen, Lungeninfiltrate, Atemprobleme (Risikogruppe sind AIDS-Patienten), erhöhte Blutkaliumkonzentration (vor allem bei AIDS-Patienten und verminderter Nierenfunktion), Spermienbildungsstörungen (bei einer Anwendung länger als einen Monat), Pilzinfektion im Mund, Scheideninfektionen, Genitalinfektionen, Pseudosepsis (schwere fieberhafte Allgemeinerkrankung), schwere Form der Darmentzündung (pseudomembranöse Colitis), Pupillenengstellungen, akute Psychosen.

Nebenwirkungen ohne Angaben von Häufigkeiten:
Zittrigkeit.

Besonderheiten:
Ernste und lebensbedrohliche Nebenwirkungen treten häufiger bei Menschen über 60 Jahren auf.

Weiterhin wurde über Todesfälle im Zusammenhang mit Nebenwirkungen des blutbildenden Systems und der Haut berichtet.

Wechselwirkungen

Werden Antikoagulanzien zur Blutverdünnung, orale Antidiabetika (Medikamente zum Einnehmen zur Behandlung der Zuckerkrankheit) sowie Phenytoin und Thiopental (beides Mittel gegen Krampfanfälle) gemeinsam mit Co-trimoxazol verabreicht, kann sich deren Wirkung verstärken. Eine erhöhte Wirksamkeit besteht auch bei der gleichzeitigen Einnahme von Methotrexat, einem Mittel, das bei Transplantationen und Autoimmunerkrankungen gegeben wird. Dies ist vom behandelnden Arzt bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Probenecid (Harnsäuresenker), Indometacin (Schmerzmittel), Phenylbutazon (Antirheumatikum), Sulfinpyrazon (hemmt das Verklumpen der Blutplättchen, Blutverdünnungsmittel) oder Salicylate (Schmerzmittel) verstärken die Co-trimoxazol-Wirkung. So kann es vermehrt zu Nebenwirkungen kommen.

Gleichzeitige Gaben von Methenamin (Antibiotikum) oder Mandelsäure erhöhen die Gefahr des Auftretens von kristallhaltigem Urin.

Magensäurebinder (so genannte Antazida) führen zu einer verminderten Aufnahme von Co-trimoxazol in den Körperkreislauf und somit zu einer verminderten Wirkung. Ebenfalls ist die gleichzeitige Anwendung von Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) wie Benzocain, Procain, Butacain oder Tetracain sowie des Antiarrhythmikums (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) Procainamid zu vermeiden. Durch diese Arzneistoffe wird die Wirkung von Cotrimoxazol ebenfalls verringert.

Wenn Digoxine (bei Herzschwäche verabreicht) gemeinsam mit Co-trimoxazol gegeben werden, kann die Digoxinkonzentration im Blut erhöht sein. Diese Patienten sind sorgfältig zu überwachen.

Die Ausscheidung von Rifampicin (Antibiotikum) verringert sich während einer gleichzeitigen Gabe. Die Dosis ist gegebenenfalls vom Arzt anzupassen, um vermehrte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Bei Einnahme zusammen mit Cyclosporin kann eine Nierenfunktionsverschlechterung auftreten. Cyclosporin wird bei Organverpflanzungen und Autoimmunerkrankungen verabreicht.

Eine gleichzeitige Einnahme von mehr als 25 Milligramm Pyrimethamin (Antibiotikum und Malariamittel) pro Woche kann während einer Co-trimoxazol-Behandlung zu Blutbildveränderungen führen.

Bei Gabe zusammen mit Mercaptopurin (Mittel gegen Krebs) wird dessen Wirkung gegen Blutkrebs (Leukämie) abgeschwächt. Eine individuelle Dosisanpassung ist darum erforderlich.

Die gleichzeitige Einnahme von Entwässerungsmitteln erhöht bei älteren Menschen die Gefahr einer Blutplättchenverminderung. Deshalb sind regelmäßige Blutbildkontrollen empfehlenswert.

Da Co-trimoxazol die Folsäurebildung hemmt, kann es in Kombination mit anderen Medikamenten mit ähnlicher Wirkung zu Folsäuremangelzuständen (zum Beispiel Blutarmut) kommen. Zu diesen Medikamenten zählen unter anderem Phenytoin und Primidon sowie Barbiturate (Antiepileptika) und p-Aminosalicylsäure (Schmerzmittel).

Da Antibiotika wie Co-trimoxazol die Darmflora verändern, kann die Antibabypille zur Verhütung einer Schwangerschaft nicht mehr in ausreichendem Maße wirken. Es wird deshalb empfohlen, für die Dauer der Anwendung zusätzlich mechanische Verhütungsmaßnahmen (Kondome) anzuwenden.







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