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Carbabeta 200

Medikament || Quellen (Stand: 20. November 2007)

Hersteller: betapharm Arzneimittel GmbH
Wirkstoff: Carbamazepin
Darreichungsform: Tablette

rezeptpflichtig

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Doppeltsehen, Augenzittern, Blickstarre, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit, Müdigkeit, Wahrnehmungsstörungen, Bewusstseinsstörungen, Durchfall, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Koordinationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Schüttelkrämfe, Schwindel, zunehmende Erregbarkeit, Zittern, Sprachstörungen, Abgeschlagenheit, Merkfähigkeitsstörungen, Denkstörungen.

Häufige Nebenwirkungen:
Zahnfleischwucherungen, allergische Hautreaktionen mit Fieber, Nesselsucht, Juckreiz oder Hautveränderungen wie Exantheme, vorrübergehende Blutbildveränderungen.

Gelegentliche und seltene Nebenwirkungen:
Unwillkürliche Bewegungsstörungen wie Muskelzittern, Muskelzuckungen und Tics, Verstopfung, Gelbsucht, verminderte Natrium-Konzentrationen im Blut, Nierenfunktionsstörungen wie Eiweißurin, Bluturin oder Harnmengenverminderung, Herzfrequenzverlangsamung, Herzrhythmusstörungen, Erregungsleitungsstörungen am Herzen (AV-Block), Bluthochdruck, Venenentzündungen, Gefäßverschluss durch Blutgerinnsel, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, Gefäßentzündungen, Lymphknotenschwellungen und Gelenkschmerzen, Lebervergrößerung, Milzvergrößerung, Leberwerteveränderungen.

Sehr seltene und vereinzelt auftretende Nebenwirkungen:
Herzrhythmusstörungen (Auslösung eines Kammerflimmerns), Muskulaturermüdung, schwere allergische Reaktionen wie Hautentzündungen mit großblättriger Schuppung (exfoliative Dermatitis), Lymphdrüsenschwellungen, Blutbildveränderungen wie Neutropenie, Leukopenie, Blutarmut, Thrombozytopenie oder Panzytopenie, Leberfunktionsstörungen, Depressionen, aggressives Verhalten, Denkerschwernis, Antriebsminderung, Halluzinationen, Ohrgeräusche, Aktivierung verborgener Psychosen, Sprechstörungen, Missempfindungen, Muskelschwäche, Nervenentzündungen, Beinlähmungen, Geschmacksstörungen, Bindehautentzündungen, Linsentrübung, allergische Hautreaktionen wie Lichtempfindlichkeit, Hautrötungen, bestimmte Hauterkrankungen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder Lyell-Syndrom, lebensbedrohliche Blutbildschäden, Mundschleimhautentzündungen, Leberentzündungen, Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Gewichtszunahme, Knochenerweichung, Blutkalziumkonzentrations-Senkung, Brustdrüsenvergrößerung beim Mann, Milchfluss, Lungenüberempfindlichkeit mit Atemnot, Lungenentzündungen oder Lungengewebsvernarbung, Nierenversagen, Harnverhaltung, Harnmengenverringerung, Sexualfunktionsstörungen (wie Impotenz, verminderte Lust), Hirnhautentzündungen mit Muskelkrämpfen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Verstärkungen von Herzrhythmusstörungen bis zum Herzstillstand, Blutbildungsstörungen wie megaloblastäre Anämie oder akute Porphyrie-Attacken, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, veränderte Schilddrüsenfunktionswerte.

Besonderheiten:
Bei älteren und hirngeschädigten Patienten können vermehrt Bewegungsstörungen wie Veitstanz und Gesichtsmuskelstörungen auftreten.

Bei hoher Carbamazepin-Dosierung kann es zu einem Blutdruckabfall kommen.

Anscheinend erhöht die Einnahme von Carbamazepin die Selbstmordneigung.

Eine Langzeitbehandlung mit Antiepileptika wie Carbamazepin erhöht das Risiko für eine Osteoporose. Sollte diese Krankheit schon bestehen oder werden gleichzeitig Hydrocortison oder andere Glukokortikoide eingenommen, sollte ein Arzt befragt werden.

Patienten mit einer besonderen erblichen Veranlagung des Immunsystems haben ein erhöhtes Risiko für schwere und sonst sehr seltene Hautreaktionen. Träger dieser Veranlagung sind vor allem Han-Chinesen, Thailänder, Japaner und andere asiatische Bevölkerungsgruppen, aber auch bis zu 5% der Europäer.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Gabe von Lithium ist nicht erlaubt. Dies gilt auch für eine Kombination mit MAO-Hemmern (Antidepressiva). MAO-Hemmer müssen mindestens 14 Tage vor Behandlungsbeginn mit Carbamazepin abgesetzt werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Antiepileptika (Ethosuximid, Valproinsäure, Lamotrigin, Primidon, Felbamat, Tiagabin oder Topiramat), Benzodiazepinen (Clonazepam, Alprazolam oder Clobazam), Glukokortikoiden, Ciclosporin (zur Unterdrückung von Immunabwehrreaktionen), Digoxin aus der Gruppe der Herzglykoside, Tetrazyklinen (bestimmten Antibiotika), dem Kalziumkanalblocker Felodipin, Imipramin (Antidepressivum), Methadon (Drogenersatzmittel), dem Asthma-Mittel Theophyllin, blutgerinnungshemmenden Mitteln (oralen Antikoagulanzien) wie Dicumarol, hormonalen Kontrazeptiva ("Pille") sowie Haloperidol oder Clozapin vermindert Carbamazepin die Wirkung dieser Wirkstoffe oder hebt deren Wirkung sogar ganz auf.

Andererseits verringern Antiepileptika wie Phenytoin, Valproinsäure, Phenobarbital oder Primidon bei gleichzeitiger Gabe die Wirkung von Carbamazepin. Allerdings verstärken Valproinsäure und Primidon in Kombination mit Carbamazepin die Wirkung eines Abbauprodukts von Carbamazepin. Dadurch kann sich das Nebenwirkungsrisiko (insbesondere einer Hirnschädigung) erhöhen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Rifampicin erhöht sich möglicherweise die Wirkung dieses Wirkstoffs, während die Wirkung von Carbamazepin ebenfalls vermindert wird.

Die Wirkung von Carbamazepin wird hingegen gesteigert durch Makrolid-Antibiotika (Chloramphenicol, Erythromycin, Isoniazid), Sulfonamide und Mittel gegen Pilzerkrankungen wie Amphotericin B, Fluconazol, Ketoconazol, Miconazol oder Itraconazol.
Isoniazid erhöht bei gleichzeitiger Gabe insbesondere die leberschädigenden Nebenwirkungen von Carbamazepin.

Auch zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzte Kalziumkanalblocker (beispielsweise Amiodaron, Diltiazem oder Nifedipin), Allergie-Mittel wie Terfenadin und Loratadin, Mittel gegen Depressionen wie Nefazodon, Viloxazin und Desipramin, Acetazolamid, Cimetidin (gegen Magensäure) sowie nicht-opioide Schmerzmittel wie Dextropropoxyphen und Propoxyphen, Danazol oder das Vitamin Nicotinamid verstärken bei gleichzeitiger Anwendung die Carbamazepin-Wirkung.

Das HIV-Mittel Ritonavir blockiert den Abbau von Carbamazepin im Körper. Zusammen eingenommen, können sich so hohe Blutkonzentrationen von Carbamazepin aufbauen, dass es zu Vergiftungserscheinungen kommt. Vorsicht ist daher geboten bei allen Behandlungen, bei denen Carbamazepin gleichzeitig mit Ritonavir und Kombinationen dieses Virus-Mittels gegeben wird.

Das nicht-opioide Schmerzmittel Paracetamol wird in Kombination mit Carbamazepin schlechter vom Körper aufgenommen und wirkt deshalb geringer.

Neuroleptika und Metoclopramid (gegen Erbrechen) scheinen die Nebenwirkungen von Carbamazepin an den Nerven zu verstärken.

Eine gleichzeitige Gabe von Lithium (Antidepressivum) ist nicht erlaubt, da sich die nervenschädigenden Wirkungen beider Wirkstoffe gegenseitig verstärken.

Die Kombination mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (Fluoxetin, Fluvoxamin, Sertralin) kann ein lebensbedrohliches Serotonin-Syndrom mit Verwirrtheit, Zittern, Schwitzen, Fieber und Blutdruckabfall bis hin zum Koma auslösen. Daher sollten diese Wirkstoffe nicht gemeinsam mit Carbamazepin eingenommen werden.

Bei gleichzeitiger Gabe von Entwässerungsmitteln (Diuretika) wie Hydrochlorothiazid oder Furosemid verrringert sich die Natrium- Konzentration im Blut. In der Folge kann es zu Muskelschmerzen und -krämpfen kommen.

Muskelentspannungsmittel (Muskelrelaxanzien) wie Pancuronium und Schilddrüsenhormone werden in Kombination mit Carbamazepin schneller aus dem Körper ausgeschieden und wirken daher kürzer.

Wird gleichzeitig Isotretinoin (gegen Akne) eingenommen, muss der Arzt die Carbamazepin-Konzentration im Blut regelmäßig kontrollieren.







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