Apomorphinhydrochlorid 10 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung

Medikament || Quellen (Stand: 15. Januar 2016)

Hersteller: Archimedes Pharma
Wirkstoff: Apomorphin
Darreichungsform: Injektionslösung

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Apomorphinhydrochlorid 10 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung enthält den Wirkstoff Apomorphin. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Apomorphinhydrochlorid 10 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung.

Der Wirkstoff wird zur Behandlung der Parkinson-Krankheit eingesetzt, wenn die Behandlung mit Levodopa die Symptome der Erkrankung, insbesondere im Hinblick auf Bewegungsstörungen, nicht ausreichend lindert.

Da die Substanz Übelkeit und Erbrechen auslösen kann, muss zwei Tage vor ihrer Gabe eine Behandlung mit Domperidon begonnen werden. Dieser Wirkstoff beschleunigt die Magenentleerung und muss in den meisten Fällen über den gesamten Behandlungszeitraum als Zusatzmedikation verabreicht werden.

Apomorphin wird unter die Haut gespritzt (subkutane Anwendung). Es muss gewährleistet sein, dass der Patient beziehungsweise die ihn pflegende Person das Medikament sachgemäß und regelmäßig verabreichen kann. Während der Therapie muss das Blutbild in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Der Wirkstoff kann zudem eingesetzt werden, um bei schweren Vergiftungen Erbrechen auszulösen. In dieser Indikation wird er heute nur noch sehr selten angewendet, weil besser verträgliche Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Von Kindern darf Apomorphin nicht eingenommen werden, weil es schwere Kreislaufstörungen oder eine Atemlähmung hervorrufen kann.

Hinweis:
Der Wirkstoff Apomorphin diente zudem der Behandlung von Erektionsstörungen. Die entsprechenden Medikamente erfüllten jedoch nicht die in sie gesetzten Erwartungen und wurden Anfang 2005 wegen fehlender Wirksamkeit vom Markt genommen.

Apomorphin wird auch in der Homöopathie eingesetzt und ist dann, meist in Kombination mit anderen homöopathischen Wirkstoffen, auch in Medikamenten zu Einnahme (Tropfen, Tabletten) enthalten.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Apomorphin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Parkinson-Mittel, zu welcher der Wirkstoff Apomorphin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • behindernde Bewegungsstörungen bei Morbus Parkinson, die sich trotz Behandlung mit Levodopa und / oder anderen Parkinson-Mitteln nicht bessern

Dosierung

Bei manchen Parkinson-Patienten kommt es zu einem plötzlichen Wechsel von guter Beweglichkeit zur Unbeweglichkeit ("On-Off-Phänomen"). Für die Behandlung mit dem Medikament kommen nur solche Patienten infrage, die das Einsetzen der „Off“-Symptomatik erkennen können und entweder in der Lage sind, sich das Arzneimittel selbst zu spritzen oder eine verantwortliche Pflegeperson haben, die die Injektion bei Bedarf durchführen kann.

Das Medikament wird unter die Haut gespritzt, kann aber auch als Unterhaut-Infusion verwendet werden. Bei Bedarf kann die Injektionslösung mit isotonischer Kochsalzlösung oder Wasser für Injektionszwecke verdünnt werden. Die Anwendung darf keinesfalls in ein Blutgefäß erfolgen.

Weil das Medikament starke Übelkeit erzeugt, muss der Patient unbedingt seit mindestens zwei Tagen vor Therapiebeginn dreimal täglich etwa 20 Milligramm Domperidon einnehmen. Die Einstellung auf Apomorphin soll unter den kontrollierten Bedingungen einer Spezialklinik erfolgen. Der Patient wird dabei von einem in der Behandlung des Morbus Parkinson erfahrenen Arzt überwacht. Die übliche Parkinson-Therapie des Patienten wird dabei vor Beginn der Behandlung mit Apomorphin optimiert.

Die für den einzelnen Patienten angemessene Dosis wird vom Arzt durch ein schrittweises Vorgehen ermittelt. Während einer "Erstarrungsphase ("Off") erhält der Patient zunächst ein Milligramm Apomorphin-Hydrochlorid unter die Haut gespritzt und wird anschließend 30 Minuten auf eine Verbesserung der Beweglichkeit hin beobachtet. Tritt kein oder ein lediglich unzureichender Erfolg ein, kann nach mindestens 40 Minuten eine zweite Dosis von 2 Milligramm Apomorphin-Hydrochlorid angewendet und der Patient weitere 30 Minuten beobachtet werden. So wird die Dosierung schrittweise im Abstand von jeweils mindestens 40 Minuten gesteigert, bis eine entsprechende Beweglichkeit erreicht ist.

Sobald die entsprechende Dosis vom Arzt festgelegt ist, kann bei den ersten Anzeichen einer „Off“-Phase eine einzelne Injektion in die Haut des Unterbauchs oder der Außenseite des Oberschenkels verabreicht werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Aufnahme des Wirkstoffs an verschiedenen Injektionsstellen beim selben Patienten unterschiedlich ist. Daher ist der Patient über die nächste Stunde hinsichtlich des Behandlungserfolgs zu beobachten. Je nach der Reaktion des Patienten kann die Dosierung entsprechend geändert werden. Die optimale Dosierung ist von Patient zu Patient unterschiedlich, bleibt aber nach erfolgter Einstellung bei einem bestimmten Patienten relativ gleich.

Die Tagesdosis kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein und liegt normalerweise zwischen 3 und 30 Milligramm Apomorphin-Hydrochlorid. Diese Dosis wird in Form von einer bis zehn, manchmal sogar zwölf Injektionen täglich verabreicht. Dabei sollte aber eine Tagesgesamtdosis von 100 Milligramm Apomorphin-Hydrochlorid und bei den einzelnen Injektionen eine Dosis von 10 Milligramm nicht überschritten werden.

Sobald die Behandlung festgelegt ist, kann bei manchen Patienten das übelkeitshemmende Domperidon schrittweise vermindert werden. Allerdings kann man nur bei wenigen völlig darauf verzichten, ohne dass es zu Erbrechen oder niedrigem Blutdruck kommt.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Apomorphinhydrochlorid 10 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung. In folgender Angebotsform ist Apomorphinhydrochlorid 10 mg/ml Injektionslösung/Infusionslösung erhältlich:
(Bitte beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Preis- und Zuzahlungsangaben)

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Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Natriumhydroxid 99 %
  • Natriummetabisulfit
  • Salzsäure 37 %
  • Wasser für Injektionszwecke



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