Amoxi-Diolan 250

Medikament || Quellen (Stand: 21. August 2007)

Hersteller: Meda GmbH
Wirkstoff: Amoxicillin
Darreichungsform: Saft

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Hautausschläge (bei Patienten mit gleichzeitiger Virusinfektion); Magendrücken, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blähungen, weiche Stühle, Durchfall.

Häufige Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (in Form von Hautausschlägen, Juckreiz, Fieber), Schleimhautentzündungen (besonders im Mundbereich), Mundtrockenheit, Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Veränderungen des Blutbilds, Blutarmut, vorübergehende Leberfunktionsstörungen, Erhöhung bestimmter Leber-Enzyme im Blut, Überempfindlichkeitsreaktionen (in Form von Gefäßentzündungen und Gewebeschwellungen durch Flüssigkeitsaustritt aus Blutgefäßen), Kehlkopfschwellungen mit Atemnot, Nierenentzündungen durch die Ablagerung von Immunkomplexen.

Seltene Nebenwirkungen:
Schwere allergische Reaktionen (in Form ausgedehnter, starker Hauterscheinungen wie beispielsweise Bildung rötlicher Hautknötchen), Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme), Schälrötelsucht mit Hautschuppung und Verlust von Haaren und Fingernägeln, Ausbildung einer schwarzen Haarzunge.
bei Gabe in die Vene:
Schmerzen an der Injektionsstelle.

Einzelfälle:
Deutliche Blutbildveränderungen (starker Mangel an weißen Blutkörperchen und Blutplättchen), Störungen der Blutgerinnung.

Besonderheiten:
Eine Penicillin-Allergie (Überempfindlichkeit) zeigt sich meist als pötzlich auftretende Nesselsucht. Auch kann es zu einer Schockreaktion mit starkem Blutdruckabfall oder schwerer Atemnot kommen. In beiden Fällen ist die Therapie sofort abzubrechen.

Vor allem bei Kindern können durch die Anwendung des Wirkstoffs Zahnverfärbungen auftreten, daher ist eine gute Mundhygiene wichtig.

Treten starke, anhaltende Durchfälle während oder nach der Therapie auf, kann eine durch die Antibiotika-Gabe ausgelöste Darmentzündung (pseudomembranöse Colitis) die Ursache sein. Die Therapie muss dann umgehend beendet werden und der Durchfall muss ärztlich mit Vancomycin behandelt werden.

Bei längerer oder wiederholter Anwendung können zusätzliche Infektionen mit Amoxicillin-unempfindlichen Bakterien oder mit Hefepilzen auftreten.

Wechselwirkungen

Andere Antibiotika, die das Wachstum von Bakterien hemmen (bakteriostatische Wirkung), dürfen nicht mit Amoxicillin kombiniert werden, weil die Substanzen sich gegenseitig in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigen. Dazu gehören beispielsweise Tetrazykline und Erythromycin.

Die gleichzeitige Gabe von Entzündungshemmern wie Phenylbutazon und Indometacin, von Entwässerungsmitteln (Diuretika) oder Gichtmitteln wie Probenecid oder Allopurinol verstärken Wirkung und Nebenwirkungen von Amoxicillin.

Eine Amoxicillin-Therapie kann die Wirkung von Herzglykosiden sowie von Blutverdünnern (Antikoagulantien) wie Phenprocoumon verstärken.

Eine Impfung mit Lebendimpfstoffen kann unwirksam sein.

Der Wirkstoff kann die Aufnahme von hormonellen Verhütungsmitteln (Pille) aus dem Darm verringern und so deren Wirksamkeit beeinträchtigen. Daher ist eine zusätzliche, nicht-hormonelle Verhütung notwendig.

Einige Laboruntersuchungen, so die Messung von Zucker oder Urobilinogen aus dem Harn, können falsche Ergebnisse zeigen.




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