Alfuzosin HEXAL 10 mg Retardtabletten

Medikament || Quellen (Stand: 18. Dezember 2015)

Hersteller: HEXAL AG
Wirkstoff: Alfuzosin
Darreichungsform: Retardtabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Gegenanzeigen

Der Wirkstoff darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen die Substanz selbst oder andere Substanzen aus der Gruppe der Chinazoline. Außerdem verbietet sich die Einnahme bei niedrigem Blutdruck, in der Kombination mit anderen Alpha-Sympatholytika und mit Hemmstoffen für den Nervenbotenstoff Dopamin (Neuroleptika, Prokinetika) sowie bei einer schweren Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance unter 30 Milliliter/Minute).

Nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung sollte Alfuzosin angewendet werden bei:
  • Patienten, bei denen schon einmal eine ausgeprägte Blutdrucksenkung nach der Einnahme von Alpha-1-Blockern aufgetreten ist
  • gutartiger Prostatavergrößerung und gleichzeitiger Stauung der oberen Harnwege, chronischen Harnwegsinfektionen oder Blasensteinen
  • Überlaufblase, Harnsperre (Anurie) oder fortgeschrittener Nierenfunktionsschwäche
  • Wasseransammlung in der Lunge durch Verengung der Herzklappen (Aorten- oder Mitralklappenstenose) sowie Herzmuskelschwäche mit Pumpversagen des Herzens
Hinweis:
Bei Patienten mit leichter bis mäßiger Einschränkung der Leberfunktion muss die tägliche Dosierung niedriger liegen als bei anderen Patienten. Im Zweifelsfall ist der Arzt zu befragen oder die Patienteninformation zurate zu ziehen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff wird bei Frauen grundsätzlich nicht angewendet.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff ist für Kinder nicht geeignet.

Warnhinweise

  • Das Medikament kann das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass Autofahren oder die Bedienung von Maschinen gefährlich ist. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Bei Einnahme ist ein plötzlicher Blutdruckabfall möglich. In diesem Fall sollten Patienten liegen bleiben, bis die Symptome verschwunden sind.
  • Der Wirkstoff sollte 24 Stunden vor einer geplanten Operation abgesetzt werden.
  • Bei Patienten mit bekannter Blutdrucksenkung nach Einnahme eines Wirkstoffs der Gruppe sollte das Medikament zunächst in niedriger Dosierung eingesetzt werden. Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind erforderlich.
  • Herzerkrankungen sollten während der Therapie mit dem Medikament weiter behandelt werden. Bei Wiederauftreten oder Verschlimmerung von Herzschmerzen (Angina pectoris) sollte der Arzt das Medikament absetzen.
  • Vor Staroperationen muss der Chirurg über die Einnahme des Medikaments informiert werden.
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker), die von manchen Patienten schlecht vertragen wird.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 30 Grad gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.




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