Alendron-HEXAL Plus D einmal wöchentlich 70 mg/5.600 I.E. Tabletten

Medikament || Quellen (Stand: 17. Januar 2017)

Hersteller: HEXAL AG
Wirkstoffkombination: Alendronsäure + Vitamin D3
Darreichungsform: Tabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Speiseröhrengeschwür, Schluckbeschwerden, aufgetriebener Bauch, saures Aufstoßen, Knochenschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Übelkeit und Erbrechen, Magenschleimhautentzündung, Speiseröhrenentzündung, Schleimhautschäden in der Speiseröhre, schwarzer Stuhl, Hautausschlag, Juckreiz, Hautrötung.

Seltene Nebenwirkungen:
Augapfelentzündung, Augenlederhautentzündung, oberflächliche Entzündung der Lederhaut, Verengung der Speiseröhre, Speiseröhrengeschwüre, Geschwüre, Durchbrüche und Blutungen in Magen und Zwölffingerdarm, Calciummangel im Blut (meist bei Patienten mit entsprechenden Risikofaktoren), vorübergehende allergische Reaktion (Muskelschmerz, Unwohlsein und selten Fieber; üblicherweise bei Therapiebeginn), Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Nesselsucht und Blutgefäßschwellung.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
schwere Hautreaktionen (einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Schwindel, Schwindelgefühl, Haarausfall.

Besonderheiten:
Knochenauflösung des Kiefers durch Bisphosphonate wie Alendronsäure tritt vor allem bei Patienten mit Krebs, aber auch bei Osteoporose auf. Sie steht üblicherweise im Zusammenhang mit einer Zahnziehung und/oder einer örtlichen Infektion. Eine Krebsdiagnose, eine Behandlung mit Chemotherapie, Strahlen oder Glukokortikoiden und unzureichende Mundpflege gelten ebenfalls als Risikofaktoren.

Biphosphonate verursachen manchmal Knochen-, Gelenk- und/oder Muskelschmerzen. Die Beschwerden traten einen Tag bis zu mehrere Monate nach Therapiebeginn auf. Bei den meisten Patienten gingen sie nach dem Therapie-Ende zurück. Bei einem Teil der Patienten traten die Beschwerden erneut auf, wenn die Behandlung mit demselben Wirkstoff oder einem anderen Bisphosphonat wieder aufgenommen wurde.

Die Einnahme des Wirkstoffes kann ein erhöhtes Risiko für Entzündungen der Regenbogenhaut (Uveitis) oder der Lederhaut (Skleritis) zur Folge haben. Treten gerötete Augen, Schmerzen und Lichtempfindlichkeit auf, sollte ein Arzt befragt werden.

Wechselwirkungen

Nahrungsmittel und Getränke (einschließlich Mineralwasser), Calcium-Ergänzungsmittel, säurebindende Mittel und einige andere Medikamente zum Einnehmen können die Aufnahme von Alendronsäure in den Körper beeinträchtigen. Daher müssen die Patienten nach der Einnahme der Kombination mindestens 30 Minuten warten, bevor sie anderes zu sich nehmen. Andere Wechselwirkungen sind nicht zu erwarten.

Mineralöle (beispielsweise Paraffin zum Abführen), Olestra (ein synthetischer Fettersatzstoff) und Orlistat (beide zum Abnehmen) und Gallensäureionenaustauscher wie beispielsweise Cholestyramin oder Colestipol (zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen) können die Aufnahme von Vitamin D in den Körper beeinträchtigen. Antiepileptika, der Magensäureblocker Cimetidin und Thiazide (zur Entwässerung) können den Abbaustoffwechsel von Vitamin D verstärken und damit die Wirkung abschwächen. Eine zusätzliche Ergänzung mit Vitamin D sollte daher in solchen Fällen vom Arzt individuell erwogen werden.




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