Advantan Salbe

Medikament || Quellen (Stand: 10. März 2011)

Hersteller: Intendis GmbH
Wirkstoff: Methylprednisolon
Darreichungsform:

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Gegenanzeigen

Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff darf Methylprednisolon auch nicht zur kurzfristige Behandlung und nicht zur Therapie lebensbedrohlicher Zustände angewendet werden.

Nur wenn der Arzt es für wirklich nötig hält, den Patienten überwacht und eventuell eine gezielte Antibiotika-Behandlung durchführt darf Methylprednisolon angewendet werden bei:
  • akuten Virusinfektionen wie Gürtelrose, einfachem Herpes sowie Herpes an der Hornhaut, Kinderlähmung und Windpocken
  • chronisch-aktiver Leberentzündung, bei der der HbsAG-Antikörper nachweisbar ist
  • etwa acht Wochen vor bis zwei Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
  • Befall von Organen mit Pilzen oder Parasiten (beispielsweise Würmern)
  • Lymphknotenschwellungen nach BCG-Impfung (gegen Tuberkulose)
  • akuten und chronischen Infektionen mit Bakterien
  • bei Tuberkulose in der Vorgeschichte (Anwendung nur unterdem Schutz von Tuberkulose-Mitteln)
  • Magen-Darm-Geschwüren und entzündlichen Darmerkrankungen wie schwerer Colitis ulcerosa (mit drohendem Durchbruch, Eitergeschwüren oder eitrigen Entzündungen), Divertikulitis und nach Operationen zur Darmüberbrückung (Enteroanastomosen)
  • schwerer Osteoporose (Knochenbrüchigkeit)
  • schwer beherrschbarem Bluthochdruck
  • schwer beherrschbarem Diabetes mellitus
  • psychiatrischen Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte)
  • grünem Star (sowohl als Eng- wie als Weitwinkelglaukom)
  • Hornhautgeschwüren und Hornhautverletzungen.
Äußerlicher Einsatz des Wirkstoffes verbietet sich bei im Behandlungsbereich auftretenden
  • Hautveränderungen durch Syphilis, Tuberkulose und Impfungen
  • Herpes und anderen Virusinfektionen wie beispielsweise Windpocken
  • Zeichen von Rosazea (Geflechte kleiner Blutgefäße in der Haut)
  • Hautentzündungen rund um den Mund.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, soll eine Behandlung mit Methylprednisolon nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt erfolgen. Vor allem bei einer Langzeitbehandlung sind Wachstumsstörungen des Embryos nicht auszuschließen. Durch die Anwendung des Wirkstoffs gegen Ende der Schwangerschaft kann das Kind möglicherweise an einem Gewebeschwund der Nebennierenrinde leiden. In diesem Fall muss das Neugeborene eine Ersatztherapie mit Methylprednisolon erhalten.

Glukokortikoide wie Methylprednisolon gehen in die Muttermilch über und können auf diesem Wege zum Säugling gelangen. Wenn der Wirkstoff in einer hohen Dosierung oder über einen längeren Zeitraum angewendet werden soll, muss das Kind vor einer Behandlung mit Methylprednisolon abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder im Wachstumsalter dürfen Methylprednisolon nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt anwenden. Insbesondere bei einer längerfristigen Behandlung mit dem Wirkstoff können Wachstum und Entwicklung des Kindes gestört sein, so dass regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich sind.

Bei äußerlicher Anwendung sollten Kinder unter drei Jahren nicht mit Methylprednisolon behandelt werden.

Warnhinweise

  • Impfungen können durch die Behandlung mit dem Medikament weniger wirksam sein.
  • Das Medikament kann die Hautreaktionen auf Allergietests unterdrücken.
  • Die Langzeit-Anwendung des Medikaments erfordert regelmäßige ärztliche Kontrollen (auch augenärztlich).
  • Das Medikament erhöht die Calcium-Ausscheidung und damit das Osteoporose-Risiko.
  • Eine längerdauernde Behandlung sollte langsam beendet werden, um Muskel- und Gelenkschmerzen zu vermeiden.
  • Diabetiker benötigen während der Behandlung mit dem Medikament eventuell mehr Insulin oder orale Antidiabetika.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament ist bei Patienten mit Bluthochdruck eine regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich.
  • Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche sind sorgfältig ärztlich zu überwachen, da das Medikament die Gefahr einer Verschlechterung erhöht.
  • Die Behandlung eines Myasthenia gravis-Patienten mit dem Medikament sollte im Krankenhaus begonnen werden, da zu Beginn eine Symptomverschlechterung seines Leidens eintreten kann.
  • Die Behandlung mit dem Medikament erhöht die Infektanfälligkeit und kann andererseits die Anzeichen einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion verschleiern.
  • Bei äußerlicher Anwendung des Medikaments im Gesicht sollte der Wirkstoff nicht ins Auge gelangen.
  • Das Medikament führt zu einer erhöhten Kaliumausscheidung, weshalb auf eine ausreichende Kalium-Zufuhr und regelmäßige ärztliche Kontrollen des Blutkaliumgehalts zu achten ist.
  • Bei äußerlicher Anwendung bedürfen mögliche Hautinfektionen durch Bakterien und Pilze einer zusätzlichen speziellen Behandlung.
  • Das Medikament kann zu positiven Dopingkontrollen führen.
  • Das Medikament beeinträchtigt durch seine Hilfsstoffe die Reißfestigkeit und damit die Sicherheit von Latex-Kondomen.
  • Bei großflächiger Anwendung sollte die Behandlungsdauer sieben Tage nicht überschreiten.
  • Bei Anwendung im Gesicht sollte das Medikament nicht in die Augen gelangen.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 25 Grad gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.




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