Actonel 30 mg Filmtabletten

Medikament || Quellen (Stand: 13. September 2007)

Hersteller: Aventis Pharma Deutschland GmbH
Wirkstoff: Risedronsäure
Darreichungsform: Filmtabletten

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Bei 5-Milligramm-Dosierung: Kopfschmerzen; Skelettmuskelschmerzen.
Bei 30-Milligramm-Dosierung: Symptome eines grippalen Infekts; Geschwürbildung; Brustbereichsschmerzen; Erbrechen (Übelkeit und Erbrechen; Darmentzündung; Hautschwellungen; Calciummangel im Blut; Gewichtsabnahme; Gelenkschmerzen; Beinkrämpfe; Muskelschwäche; Knochenschmerzen; Benommenheit; Atemstillstand; Atemwegsentzündung; Nasennebenhöhlenentzündung; Sehschwäche; Hornhautschädigung der Augen; Augentrockenheit; Hörstörungen; nächtlicher Harndrang.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Speiseröhrenentzündung (Sodbrennen und Speiseröhrenentzündung; Magenentzündung; Zwölffingerdarmentzündung; Schluckstörungen; Zungenentzündung; Regenbogenhautentzündung; Speiseröhrengeschwür; Speiseröhrenverengung.

Seltene Nebenwirkungen:
veränderte Leberwerte, Leberentzündung.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
vorübergehende und leichte Verminderungen der Calciumkonzentration und Phosphatkonzentrationen im Blut.

Besonderheiten:
Möglicherweise kann Risedronsäure schwere Knochen-, Gelenk-, und/oder Muskelschmerzen mit teilweise starken Einschränkungen der Beweglichkeit auslösen. Die Beschwerden traten nach einem Tag bis zu mehreren Monaten oder gar Jahren nach Therapiebeginn auf und gingen bei den meisten Patienten nach dem Absetzen der Therapie zurück. Das Arzt sollte beim Auftreten solcher Schmerzen verständigt werden und muss dann entscheiden, ob die Behandlung vorübergehend oder dauerhaft abgesetzt werden muss.

In den letzten Jahren sind bei einer Langzeitanwendung von Bisphosphonaten immer wieder Oberschenkelbrüche an ungewöhnlicher Stelle beobachtet worden. Bei irgendwelchen Bedenken und vor allem bei Auftreten von Schmerzen im Oberschenkelbereich sollten die Patienten daher Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen.

Die Einnahme des Wirkstoffes kann ein erhöhtes Risiko für Entzündungen der Regenbogenhaut (Uveitis) oder der Lederhaut (Skleritis) zur Folge haben. Treten gerötete Augen, Schmerzen und Lichtempfindlichkeit auf, sollte ein Arzt befragt werden.

Wechselwirkungen

Die Aufnahme von Risedronsäure in den Körper kann durch Nahrungsmittel und Getränke verringert werden. Dies kann auch geschehen bei Einnahme von Calcium, Magnesium oder Eisen (Eisenpräparate), sowie bei säurebindenden Mitteln (Antazida) und einigen anderen Arzneimitteln. Daher muss nach der Einnahme von Risedronsäure in jedem Fall ein zeitlicher Abstand von 30 Minuten eingehalten werden, bevor Nahrung oder Medikamente zu sich genommen werden.




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