Aciclovir-ratiopharm 250 mg/ -500 mg p.i.

Medikament || Quellen (Stand: 10. November 2015)

Hersteller: ratiopharm GmbH
Wirkstoff: Aciclovir
Darreichungsform: Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

rezeptpflichtig

Bitte beachten: Die Angaben zur Wirkung beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.

Wirkung

Aciclovir-ratiopharm 250 mg/ -500 mg p.i. enthält den Wirkstoff Aciclovir. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Aciclovir-ratiopharm 250 mg/ -500 mg p.i..

Aciclovir wird bei Infektionen mit Herpesviren eingesetzt. Es gibt verschiedene Herpesviren, die eine Vielzahl von Erkrankungen hervorrufen. Bekanntester Vertreter ist das Herpes-simplex-Virus Typ I, der Erreger des Lippenherpes. Aber auch die Windpocken und die Gürtelrose (Herpes Zoster) sowie Augeninfektionen durch Herpesviren und Herpes an den Geschlechtsorganen werden durch diese Virengruppe verursacht und können mit dem Wirkstoff behandelt werden.

Dabei wird Aciclovir zur Linderung von Juckreiz sowie leichten bis mäßig starken Schmerzen in Form von Cremes hauptsächlich zur äußerlichen Behandlung von Herpesinfektionen der Lippen oder Geschlechtsorgane angewandt. Bei langfristiger Anwendung kann der Wirkstoff das Wiederauftreten schwerer Herpesinfektionen im Genitalbereich verhindern.

Für Augeninfektionen durch Herpesviren, unter anderem auch Bindehautentzündungen, gibt es spezielle Augencremes und -salben mit dem Wirkstoff.

Die Tablettenform und die Lösung (Suspension) zum Trinken enthalten höhere Wirkstoffdosen Aciclovir. Die 200-Milligramm-Tabletten werden daher auch zur Vorbeugung und Therapie von schweren wiederkehrenden Infektionen der Haut und Schleimhäute mit Herpes-simplex- oder Herpes-genitalis-Viren genutzt.

Eine schwere Hautinfektion wie die Gürtelrose wird mit Aciclovir-400-Milligramm beziehungsweise -800-Milligramm-Tabletten oder mit Infusionen behandelt. Diese beiden Darreichsformen sind außerdem zur Vorbeugung gegen Infektionen mit Varicella-Zoster-Viren zugelassen.

Durch Varizellen- oder Herpes-simplex-Viren verursachte Infektionen betreffen häufig Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Die Ursache hierfür kann entweder eine angeborene oder im Laufe des Lebens erworbene Immunschwäche, ein so genannter sekundärer Immundefekt, sein. Letzterer kann während einer immunsuppressiven (das Immunsystem unterdrückenden) Therapie nach Organtransplantationen oder bei Krebsbehandlungen mit Zytostatika) auftreten. Bei diesen Patienten mit erhöhtem Infektionsrisiko kann der Wirkstoff vorbeugend als Aciclovir-Infusionen oder -Tabletten verabreicht werden.

Bei der Behandlung der gefährlichen Herpes-simplex-Enzephalitis (Entzündung des Gehirns durch Herpes-simplex-Viren) kommen ebenfalls Infusionslösungen mit Aciclovir zum Einsatz.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Aciclovir sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen virenhemmende Mittel, Herpesmittel, zu welcher der Wirkstoff Aciclovir gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Herpes an den Geschlechtsorganen ohne äußere Ursache
  • Gürtelrose ohne äußere Ursache
  • Herpes Neugeborener ohne äußere Ursache
  • Entzündung des Gehirns durch Herpes ohne äußere Ursache
  • Windpocken bei Patienten mit angeborener oder durch Medikamente verursachter Schwäche der körpereigenen Abwehr
  • Herpes-Infektionen der Haut und Schleimhäute bei Patienten mit angeborener oder durch Medikamente verursachter Schwäche der körpereigenen Abwehr
  • Vorbeugung von Herpes-Infektionen durch eine unterdrückte Immunabwehr beispielsweise bei Organverpflanzungen

Dosierung

Der Inhalt einer Durchstechflasche wird durch Zugabe von zehn, beziehungsweise 20 Milliliter Wasser für Injektionszwecke oder isotonischer Natriumchlorid-Lösung (ohne jegliche andere Zusätze) aufgelöst. Nicht benutzte Reste des Pulvers zur Herstellung einer Infusionslösung oder der konzentrierten Lösung müssen entsorgt werden.

Die so erhaltene konzentrierte Lösung oder Teile derselben werden sofort zu je mindestens 50, maximal 250 Milliliter Infusionslösung gegeben.

Packungsgröße & Preise

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über Packungsgröße, Wirkstoffgehalt und Preis von Aciclovir-ratiopharm 250 mg/ -500 mg p.i.. In folgender Angebotsform ist Aciclovir-ratiopharm 250 mg/ -500 mg p.i. erhältlich:
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Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:




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