Trockene Augen

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Keratokonjunktivitis sicca

Der Tränenfilm der Augen besteht aus unterschiedlichen Schichten. Neben einem wässrigen und einem fetthaltigen Anteil enthält er auch keimabtötende Substanzen. Für die Produktion und die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit sind verschiedene Drüsen zuständig. Sie befinden sich unter dem Oberlid, in der Augenhöhle, an den Lidrändern und in der Bindehaut. Durch regelmäßigen Lidschlag wird der Tränenfilm auf dem Auge verteilt und in Richtung der ableitenden Tränenwege bewegt. An den inneren oberen und unteren Lidkanten befindet sich jeweils eine kleine Öffnung (Tränenpünktchen), die in die Tränenkanälchen führt, die wiederum über einen gemeinsamen Tränengang in der Nase münden.

Ist die Zusammensetzung des Tränenfilms verändert oder wird nicht genügend Tränenflüssigkeit gebildet, kommt es zum Krankheitsbild des trockenen Auges (Keratokonjunktivitis sicca). Die Augenlider können nicht reibungsfrei gleiten. Die Augen brennen und es entsteht ein Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl sowie Druckgefühl und Juckreiz. Gelegentlich treten auch Schmerzen und Lichtempfindlichkeit auf. Häufig sind die Augen vermehrt gerötet. Die Sehschärfe kann leicht herabgesetzt sein.

Durch die verstärkte Reizung der Augen kann es, auch wenn es paradox erscheint, zu vermehrtem Tränen der Augen kommen.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Hält ein trockenes Gefühl im Auge länger als drei Tage an, nehmen die Schmerzen und das Fremdkörpergefühl zu oder kommt es zu einer starken Absonderung von eitriger Flüssigkeit, sollte dringend ein Augenarzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für eine Zunahme von Schmerzen, Rötung oder eine Sehverschlechterung.




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