Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 23. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Bauchspeicheldrüsenentzündung, chronische; chronische Pankreatitis; Pankreatitis, chronische

Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung führt zu einer irreversiblen Schädigung des Organs und neigt zu fortschreitender Verschlechterung. Wegweisend ist der chronische, wiederholt auftretende, nicht kolikartige Schmerz in der Tiefe des Oberbauchs. Er kann Stunden bis Tage anhalten und unter Umständen gürtelförmig in den Rücken ausstrahlen. Viele Betroffene verspüren auch dumpfe Oberbauchschmerzen nach der Nahrungsaufnahme. Das weit fortgeschrittene Stadium ist häufig schmerzfrei.

Da die Bauchspeicheldrüse nicht mehr ausreichend Enzyme für die Verdauung bildet, verursachen fette Speisen oft Verdauungsprobleme mit Übelkeit und Erbrechen. Hinzu kommen Gewichtsabnahme, voluminöse und übel riechende Stühle (Fettstuhl), Blähungen, Durchfall, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und mitunter Gelbsucht. In diesem Stadium ist das Organ bereits schwer geschädigt.

Das zerstörte Gewebe bildet Zysten (Hohlräume), die sich entzünden oder einbluten können. Diese Komplikationen sind lebensgefährlich. Im Organ selbst und im angrenzenden Gewebe kommt es zu ausgedehnten Verkalkungen. Das Gangsystem der Bauchspeicheldrüse zeigt Verengungen mit einem Aufstau des Bauchspeichels und Pankreassteinen. Thrombosen in der Milz und in der Pfortader können vorkommen. Das Risiko für das Auftreten eines bösartigen Tumors der Bauchspeicheldrüse ist erhöht.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei länger anhaltenden Schmerzen im Oberbauch und/oder Verdauungsbeschwerden, die auch in Schüben auftreten können, sollte ein Arzt aufgesucht werden.




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