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Wundbehandlung und Wundpflege

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

Als Wunde wird die Trennung des Gewebszusammenhangs an äußeren oder inneren Körperoberflächen mit oder ohne Gewebsverlust bezeichnet. Wunden entstehen durch Verletzungen der Haut, können aber auch alleinige Folge einer Krankheit sein, beispielsweise ein Geschwür (Ulkus). Für die Art der Wunde, ihre Abheilung und ihre Behandlung ist wichtig, auf welche Weise die Wunde entstanden ist und welche Hautschichten betroffen sind.

Wunden können lediglich aus einer oberflächlichen Verletzung der Haut bestehen (beispielsweise Schürfwunden). Wunden können natürlich auch unterschiedlich tief in die Haut eindringen (beispielsweise Stich- oder Schnittwunden). Dabei werden gelegentlich unter der Haut liegende Strukturen wie Sehnen oder Nerven mit geschädigt. Zusätzlich kann es zu Blutungen unterschiedlichen Ausmaßes bis hin zu starkem Blutverlust und Schock kommen.

Wunden können das Eindringen von Krankheitserregern durch die Haut ermöglichen. So entstehen Hautinfektionen. Besonders schwerwiegende Infektionen durch Wunden sind der Wundstarrkrampf (Tetanus), der Wundbrand (Gasgangrän) sowie die Tollwut, die in der Regel durch Bisswunden übertragen werden kann.

Wunden heilen in der Regel ab, indem das verletzte Gewebe durch eine Narbe ersetzt wird. Einige Wunden gehen auch mit einer vollständigen Wiederherstellung einher, insbesondere im Fingerbereich. Kommt es zu überschüssiger Narbenbildung (Keloid) kann dies kosmetisch oder funktionell (Narbenkontraktur) sehr stören und nur sehr schwer behandelt werden.

In besonderen Fällen kann es durch Vorschädigung der Haut (im Alter), bei Einnahme von bestimmten Medikamenten oder bei langwierigen Entzündungen zu Wundheilungsstörungen kommen. Diese Wunden können trotz Therapie Monate bis Jahre bestehen bleiben. Als typisches Beispiel können in diesem Fall die offenen Beine (Ulcus cruris) genannt werden, die gehäuft bei Diabetikern auftreten.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei allen größeren und tieferen Wunden sollte ein Arzt hinzugezogen werden, da die Gefahr von Entzündungen und eines zu hohen Blutverlusts besteht. Erfrierungen, Verbrennungen, Verätzungen, Platzwunden, Risswunden, Bisswunden und Schusswunden sollten immer vom Arzt oder Rettungsdienst versorgt werden.

Bei Verletzungen im Gesicht sollte ein Arzt aufgesucht werden, um unschöne Narbenbildung zu verhindern.

Fremdkörper dürfen ausschließlich durch einen Arzt in Wunden entfernt werden. Ebenso sollten stark verschmutzte Wunden nur durch einen Arzt gereinigt werden. Bei starken Blutungen muss umgehend der Notarzt gerufen werden.

Besteht kein Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), muss eine entsprechende Impfung durch den Arzt vorgenommen werden.







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