Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Wechseljahresbeschwerden

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 20. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Beschwerden während der Menopause; klimakterische Beschwerden; klimakterisches Syndrom; menopausale Beschwerden

Das können Sie selbst tun

Bei "Frauenbeschwerden" und typischen Erscheinungen der Wechseljahre werden schon jahrhundertelang pflanzliche Mittel angewandt. Bis heute werden diese so genannten Phythotherapeutika in der Praxis oft wirksam eingesetzt bei leichten bis mittelschweren Beschwerden in den Wechseljahren. Sie werden zum Beispiel angewandt gegen Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen. Man sollte aber bei pflanzlichen Mitteln geduldig sein. Viele brauchen einige Zeit, bis sie ihre Wirksamkeit entfalten. Zudem sollten Frauen, die pflanzliche Mittel einsetzen möchten, sich mit ihrem Arzt besprechen. Bei Wechseljahresbeschwerden werden häufig folgende Mittel angewandt:
  • Traubensilberkerze (Cimicifuga)
    Die Traubensilberkerze enthält in der Wurzel Stoffe mit östrogenartiger Wirkung. Anwendungsbereiche sind Zyklusunregelmäßigkeiten und schmerzhafte Regelblutungen. Die Präparate wirken bei prämenstruellen Beschwerden und bei Beschwerden während der Wechseljahre. Die Wirksamkeit bei Wechseljahresbeschwerden wurde wissenschaftlich belegt.
  • Mönchspfeffer
    Mönchspfeffer oder Keuschlamm wird häufig angewandt bei Zyklusunregelmäßigkeiten, Blutungsstörungen, Schmerzen während der Periode und Wechseljahresbeschwerden. Außerdem ist die Wirksamkeit bei Brustschmerzen und Spannungsgefühlen wissenschaftlich belegt.
  • Johanniskraut
    Johanniskraut ist ein Phytopharmakon mit einer leicht stimmungsaufhellenden und stabilisierenden Wirkung. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit von Johanniskraut. Eingesetzt wird es bei leichten Depressionen und psychovegetativen Störungen, bei innerer Unruhe und Angst.
Von selbst hergestellten pflanzlichen Zubereitungen ist dringend abzuraten. Dabei ist weder der Wirkstoffgehalt noch die Reinheit genau zu kontrollieren.

Pflanzliche Östrogene
Wechseljahresbeschwerden kann eventuell durch eine Ernährung mit Phytoöstrogenen vorgebeugt werden. Phytoöstrogene sind pflanzliche Östrogene (weibliche Sexualhormone). In den letzten Jahren wurde vor allem die Wirkung der Isoflavone aus Soja und Rotklee näher untersucht. Dabei wurden ihnen folgende Wirkweisen zugeschrieben:
  • Vorbeugung und Abschwächung von Hitzewellen
  • Vorbeugung von Osteoporose
  • Vorbeugung von Arteriosklerose und damit auch Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Senkung des Brustkrebsrisikos
  • Senkung des Krebsrisikos allgemein durch das Abfangen von freien Radikalen (antioxidative Wirkung)
Die Untersuchungsergebnisse werden aber kontrovers diskutiert.

Sicher ist, dass Frauen in asiatischen Ländern deutlich seltener an Wechseljahresbeschwerden leiden. Brustkrebserkrankungen sind dort ebenfalls deutlich weniger verbreitet als in den westlichen Industrieländern. Das könnte vor allem daran liegen, dass Japaner und Chinesen täglich durchschnittlich 50 bis 60 Milligramm Phytoöstrogene verzehren. Mit mediterraner (Mittelmeerländer) Kost werden täglich nur 15 bis 30 Milligramm aufgenommen, das Essen in westlichen Industrieländern enthält lediglich fünf Milligramm Phytoöstrogene pro Tag. Heute geht man davon aus, dass die optimale tägliche Aufnahme an Phytoöstrogenen bei 50 bis 60 Milligramm liegt. Aus diesem Grund sollten täglich Sojabohnen und Sojabohnenprodukte wie beispielsweise Tofu verzehrt werden. Auch andere Nahrungsmittel enthalten in geringen Konzentrationen Phytoöstrogene, zum Beispiel:
  • Linsen
  • Leinsamen
  • Flachssamen
  • Spargel
  • Haferflocken
  • Knoblauch
Um die schützende Wirkung der Phytoöstrogene nutzen zu können, müssen sie jedoch langfristig und in ausreichender Menge verzehrt werden. Das bedeutet für die meisten Menschen in den Industrieländern eine konsequente und vor allem dauerhafte Ernährungsumstellung. Am besten sollte damit schon vor der Pubertät begonnen werden. Wer erst nach dem 50. Lebensjahr anfängt, sollte eher nicht damit rechnen, dass sich die Ernährungsumstellung positiv auf mögliche Wechseljahresbeschwerden auswirkt.

Die seelischen Verstimmungen können oft durch Entspannungsübungen wie autogenes Training oder Yoga gemildert werden.

Eine ärztliche Behandlung wird unterstützt durch eine bewusste Lebensweise. Regelmäßige Bewegung oder Sport und Kalzium- sowie Vitamin-D-Präparate können Osteoporose vorbeugen. Eine ausgewogene Ernährung und gesunder Schlaf wirken sich ebenfalls positiv auf den Hormonhaushalt aus.

Wann zum Arzt?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Dennoch können starke Beschwerden Krankheitswert erreichen und eine Behandlung erfordern. Dies gilt vor allem für Symptome wie Schlaflosigkeit, Harninkontinenz, Depressionen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen. Diese Beschwerden können die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

Hat die Blutung schon einmal länger ausgesetzt und kommt wieder, sollte man den Arzt befragen. Die so genannte Menopause ist erst dann eingetreten, wenn ein Jahr lang keine weitere Monatsblutung mehr stattgefunden hat. Jede Blutung nach der Menopause muss vom Arzt untersucht werden. Diese als "postmenopausale Nachblutungen" bezeichneten Blutungen sind meistens die Folge von hormonellen Nachschwankungen. Sie können aber auch in seltenen Fällen Ausdruck einer beginnenden Krebserkrankung sein. Deshalb ist ein Arztbesuch in einem solchen Fall unbedingt notwendig.







Anzeige