Trichomonadeninfektion der Scheide

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Aminokolpitis; Kolpitis durch Trichomonaden; Scheidenentzündung durch Trichomonaden; Trichomonadeninfektion der Vagina; Trichomoniasis der Scheide; Trichomoniasis der Vagina

Die Aminokolpitis ist eine Entzündung der Scheide. Ausgelöst wird sie durch den Parasiten Trichomonas urogenitalis, daher auch der Ausdruck Trichomonadeninfektion. Die Ansteckung erfolgt in der Regel durch Geschlechtsverkehr mit einem infizierten Partner. Der Erreger kann aber in seltenen Fällen auch durch unzureichend gechlortes Wasser im Schwimmbad oder feuchte Handtücher übertragen werden. Beim Mann verläuft die Infektion meist symptomlos und bleibt unbemerkt. Bei der Frau verursacht die durch Trichomonaden ausgelöste Aminokolpitis einen eitrigen, schaumigen, gelblich-grünen und übelriechenden (nach Fisch stinkenden) Scheidenausfluss. Zusätzlich kann es zu quälendem Juckreiz im Genitalbereich und zu brennenden Schmerzen beim Wasserlassen kommen.

Bei Schwangeren mit Trichomonaden-Infektion kann es durch vorzeitige Wehen oder eine Frühgeburt zu Komplikationen kommen. Der Erreger kann auf das Ungeborene übertragen werden.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Spätestens bei einsetzenden Beschwerden, wie verstärktem, übelriechendem, verfärbtem Ausfluss und quälendem Juckreiz, sollte der Weg zum Frauenarzt genommen werden. Aber auch wenn der Geschlechtspartner Symptome aufweist oder bei ihm eine Trichomonadeninfektion festgestellt wurde, sollte der Frauenarzt aufgesucht werden, um eine eventuell schon eingetretene Infektion auszuschließen.




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