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Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Rhinitis, Sinusitis

Das können Sie selbst tun

  • Schnupfen
    Als vorbeugende Maßnahmen gegen einen Schnupfen gelten:
    • Räume nicht überheizen und die Luft gut befeuchten
    • kühle Schlafzimmer, Zimmer regelmäßig lüften
    • befeuchten der Nasenschleimhaut, ausreichend trinken
    • inhalieren, um die Nase frei zu halten und Nase richtig putzen
    Bei akutem Schnupfen empfiehlt sich ein Aufenthalt in warmer Umgebung. Dampfinhalationen unter Zugabe von ätherischen Ölen können angewendet werden, ebenso wie heiße Bäder, verbunden mit einer Schwitzkur, zum Beispiel mit Trinken von heißem Lindenblüten-Tee. Um das Schnupfensekret dünnflüssig zu halten, soll ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Mit Kochsalz-Lösungen oder Emser-Salz können Nasenspülungen erfolgen. Der chronische Schnupfen lässt sich am ehesten über Ausschaltung der auslösenden Substanzen behandeln (Medikamente, Alkohol, Allergene meiden). Oft helfen ebenfalls Nasenspülungen mit Kochsalz-Lösung.

    Zur Linderung der Symptome bei Schnupfen sind je nach den vorrangigen Beschwerden unterschiedliche medikamentöse Maßnahmen zu ergreifen. Bei "verstopfter" Nase werden vor allem Schleimhaut abschwellende Nasentropfen mit beispielsweise Tramazolin, Xylometazolin oder Naphazolin verwendet. Die Anwendung der meisten Wirkstoffe ist auf sieben Tage begrenzt, da es bei längerfristiger Anwendung zu einer chronischen Entzündung der Nasenschleimhaut (Nasentropfen-Rhinitis) kommen kann. Außerdem besteht die Gefahr des Schwundes der Nasenschleimhaut. Für Kleinkinder und Säuglinge gibt es spezielle Arzneimittel mit niedriger Dosierung.

    Bei allergisch bedingtem chonischem Schnupfen können Degranulationshemmer wie beispielsweise Cromoglicinsäure eingesetzt werden, die die allergische Reaktion in der Nase unterdrücken können.
  • Nasennebenhöhlenentzündung
    Zur Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung können abschwellende Nasentropfen, Dampfbäder und eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit hilfreich sein. Auch eine begleitende Rotlicht- und Inhalationstherapie lindert in vielen Fällen die Beschwerden. Zur Verbesserung der Schleimlösung in den Nasennebenhöhlen wurden gute Erfahrungen mit Acetylcystein und Ambroxol gemacht. Schleimlösende und entzündungshemmende Eigenschaften haben auch der pflanzliche Wirkstoff Myrtol oder Kombinationen aus Anisöl, Primelwurzel, Thymiankraut oder Eukalyptusöl.

Wann zum Arzt?

Der akute Schnupfen heilt meist ohne die Notwendigkeit einer ärztlichen Behandlung innerhalb weniger Tage.

Hält der Schnupfen länger als eine Woche an oder treten Fieber, eitriges Nasensekret und bleibende Kopfschmerzen auf, sollte ein Arzt zur Abklärung und gezielten Therapieeinleitung aufgesucht werden. Das gilt ebenfalls für Schmerzen in den Nasenebenhöhlen, Hals- oder Ohrenschmerzen oder das Auftreten von Husten und Atembeschwerden.


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