Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Rhinitis, Sinusitis

Das kann der Arzt tun

  • Behandlung des Schnupfens:
    Ein akuter Schnupfen heilt meist von alleine ab. Eine ärztlich unterstützte Behandlung ist nur bei bakterieller Zweitinfektion der oberen Atemwege nötig. Dann kann die Gabe von Antibiotika die Erkrankungsdauer abkürzen und die Wahrscheinlichkeit möglicher Folgeerkrankungen vermindern. Zum Einsatz kommen in der Regel Tetracycline oder Cephalosporine.

    Ein chronischer Schnupfen muss unter Umständen ärztlich mit Glukokortikoiden oder ebenfalls Antibiotika behandelt werden. Führt dies nicht zur Besserung, bestehen je nach Ursache verschiedene chirurgische Möglichkeiten. Chirurgische Maßnahmen sind zum Beispiel Verödung der Schwellkörpergefäße der unteren Nasenmuschel, Abtragung (Verkleinerung) einer Nasenmuschel, um die Behinderung der Nasenatmung zu verringern oder Entfernung von Nasenpolypen und/oder der Rachenmandeln. Eine weitere Maßnahme kann die Begradigung oder teilweise Entfernung der Nasenscheidewand sein.
  • Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung:
    Das von den Schleimhäuten der Nasennebenhöhlen abgesonderte Sekret bildet einen besonders guten Nährboden für Keime. Ein erleichterter Sekretabfluss und die Infektbekämpfung müssen daher das Ziel der Behadnlung sein. Haben Nasentropfen mit abschwellenden Wirkstoffen wie Xylometazolin, Oxymetazolin oder Naphazolin keinen ausreichenden schmerz- und entzündungslindernden Effekt, kann der Arzt nichtsteroidale Antirheumatika mit allgemeiner Wirkung einsetzen. So wird mit Ibuprofen und Piroxicam auch in Nasen- und Kopfhöhlen eine starke Abschwellung und Entzündungshemmung erreicht. Bei Bedarf wird, wenn notwendig, mit Glukokortikoiden oder H1-Antihistaminika behandelt.

    Eitrige Infektionen der Nasennebenhöhlen werden zudem vom Arzt mit Spülungen behandelt. Dabei erfolgt zunächst eine Spülung mit Kochsalzlösung, dann wird mit einem Antibiotika-Präparat nachgespült. Verwendet werden auch hier in der Regel Tetracycline oder Cephalosporine. Bei der Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung kann auch die Einnahme von Antibiotika als Saft oder in Tablettenform notwendig sein.

    Ergänzend zu den anderen Behandlungsmaßnahmen ist eine Wärmetherapie empfehlenswert. Die Durchblutung wird verbessert und so die körpereigene Abwehr in der betroffenen Region gestärkt. Angewendet werden neben Rotlicht auch Kurz- oder Mikrowellenbestrahlungen.

    Ist eine Behandlung mit Arzneimitteln nicht wirksam, müssen gegebenenfalls in den Nebenhöhlen Schwellungen, Verwachsungen oder Polypen operativ behandelt werden.



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