Pilzinfektionen der Haut

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 30. April 2010)

auch bezeichnet als:
Dermatomykosen; Erbgrind; Fußpilz; Hautmykosen; Interdigitalmykosen; Kleienpilzflechte; Kleinsporenflechte; Mikrosporie; Pityriasis versicolor; Tinea nigra; Tinea pedis; Tinea profunda; Tinea superficialis; Trichophytie; Zwergpilzflechte

Hautpilzerkrankungen sind Infektionen der Haut durch Krankheitserreger aus der Familie der Pilze. Das Spektrum der Verursacher ist sehr groß und entsprechend viele Erscheinungsformen von Hautpilzerkrankungen sind bekannt.

Manche Pilzarten haben sich auf die Region zwischen den Zehen oder Fingern spezialisiert und rufen die medizinisch "Interdigitalmykosen" genannten Krankheitsbilder hervor. Der Befall der Füße wird vom Volksmund Fußpilz genannt.

Andere Pilze besiedeln bevorzugt Hautregionen, die warm und feucht sind, in Falten oder auch unter engen Kleidungsstücken. Aufgrund der häufigsten Verursacher werden diese Erkrankungen unter der Bezeichung Hefepilzinfektionen (siehe dort) zusammengefaßt. Die wohl bekannteste dieser Erscheinungsformen ist die "Windeldermatitis" von Wickelkindern. Siedeln die Pilze auf Schleimhäuten, verursachen sie Pilzinfektionen im Mund und Pilzinfektionen der Scheide (siehe jeweils dort). Letztere können sich auch auf die Sexualpartner übertragen und äußern sich in Entzündungen von Eichel und Vorhaut beim Mann.

Aber auch völlig trockene Hautregionen können Ziel von Pilzinvasionen sein. Diese Spezialisten verursachen die sogenannten Flechten mit deutlicher Veränderungen des Hautbildes wie beispielsweise einer Ausbleichung (beispielsweise bei Pityriasis versicolor), Dunkelfärbung (Tinea nigra der Hand- und Fußflächen) oder Entzündungen. Werden die Pilze bekämpft, kehrt die ursprüngliche Hautbeschaffenheit wieder zurück.

Besiedeln die Pilze die behaarte Haut, kann eine sogenannte Bartflechte oder Haarausfall die Folge sein.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Sobald der Verdacht auf eine Hautpilzinfektion besteht, sollte man einen Arzt aufsuchen. Einen Pilz endgültig loszuwerden, kann eine langwierige Angelegenheit sein, die einige Erfahrung erfordert. Je früher die Behandlung erfolgt, umso erfolgversprechender ist sie.

Die meisten Hautpilzinfektionen sind sehr ansteckend. Wird die Behandlung nicht fachgemäß vorgenommen, kann sich die Erkrankung auch auf weitere Körperregionen ausbreiten. Ohne Behandlung besteht die Gefahr einer chronischen Infektion.




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