Parkinson-Krankheit

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Morbus Parkinson; Parkinson-Syndrom; Schüttellähmung

Ursachen

Charakteristisch ist ein fortschreitender Verlust an dopaminhaltigen Nervenzellen, vorwiegend in der Substantia nigra (schwarze Substanz), aber auch in anderen Kernkomplexen des Hirnstamms. Diese Nervenzellen bilden den Botenstoff Dopamin. Von der Substantia nigra ziehen Nervenfasern zu dem nahe gelegenen Striatum (Streifenkörper), wo Bewegungsimpulse über das Dopamin weitergeleitet werden. Tritt ein Dopaminmangel auf, werden die Nervenzellen im Striatum nicht ausreichend stimuliert. Es kommt zu der Parkinson-typischen Verlangsamung aller Bewegungen bzw. zu einer Bewegungsarmut (Hypokinese) bis hin zur Bewegungslosigkeit (Akinese). Dabei entsteht ein Ungleichgewicht zu Gunsten anderer Überträgerstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Auf dieses "cholinerge" Übergewicht führt man das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) der Parkinson-Patienten zurück.

Auch eine Gruppe von Medikamenten, Neuroleptika, die bei bestimmten seelischen und nervlichen Erkrankungen verordnet werden, können ähnliche Bewegungsstörungen als Nebenwirkung hervorrufen. Meist beginnen diese kurz nach der Einnahme der Medikamente und hören wieder auf, wenn die Medikamente abgesetzt werden.




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