Myome der Gebärmutter

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Gebärmuttergeschwulst, gutartiges; gutartige Tumore der Gebärmutter; gutartiges Gebärmuttergeschwulst; Tumore der Gebärmutter, gutartige

Myome sind gutartige Tumore, die sich aus Muskelzellen der Gebärmutter (Uterus) entwickeln. Ihr Wachstum wird durch weibliche Geschlechtshormone, vor allem durch Östrogen, stimuliert. Sie gehören daher zu den hormonabhängigen Tumoren. Sie wachsen normalerweise nur, wenn die Eierstöcke Östrogen produzieren, daher treten sie fast ausschließlich im gebärfähigen Alter auf. Nur selten findet man Myome bei Frauen unter 20 oder über 55 Jahren.

Myome sind recht häufig. Etwa ein Viertel aller Frauen über 30 Jahre haben gutartige Tumore in ihrer Gebärmutter. Sie können eine Größe von mehreren Zentimetern Durchmesser erreichen, selten auch noch größer werden. Die meisten Frauen nehmen die Myome jedoch gar nicht wahr, denn sie verursachen erst ab einer bestimmten Größe oder bei ungünstiger Lage Beschwerden.

Typische Symptome sind Blutungsstörungen, beispielsweise ist die Regelblutung verlängert und/oder verstärkt. Starke monatliche Blutungen können zu Eisenmangel und Blutarmut führen. Die betroffenen Frauen fühlen sich dann müde und sind blass. Sie leiden an Kopfschmerzen, Schwindel und sind anfällig für Infektionskrankheiten.

Manchmal sind die Regelblutungen zudem von Regelschmerzen begleitet. Die Intensität reicht von einem leichten Druck- oder Fremdkörpergefühl bis hin zu krampfartigen Unterleibsschmerzen.

Je nach Größe, Lage und Wachstum können Myome auch benachbarte Organe wie die Harnblase oder den Enddarm beeinträchtigen. Drücken sie beispielsweise auf die Blase, können sie häufigen Harndrang auslösen oder die komplette Blasenentleerung verhindern. Dies erhöht das Risiko für Harnwegsinfektionen. Drückt ein Myomknoten auf den Enddarm, kann Verstopfung die Folge sein. Selbst Rückenschmerzen im Bereich des Kreuzbeins oder Schmerzen entlang des Ischiasnervens (von der Hüfte in den Oberschenkel) lassen sich manchmal auf Myome zurückführen.

In den meisten Fällen beeinflussen Myome eine Schwangerschaft und die Geburt nicht. Bei ungünstiger Lage können Myome jedoch die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter stören und so eine Schwangerschaft verhindern. Auch das Risiko für Fehl- und Frühgeburten ist bei Frauen mit Myomen erhöht. Tiefsitzende Myome können die Geburt behindern.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Etwa die Hälfte der Frauen mit Myomen verspürt keinerlei Beschwerden. Dann werden die Tumore nur zufällig bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt.

Die übrigen Frauen haben häufig eine verstärkte, verlängerte oder schmerzhafte Regelblutung. In diesem Fall sollte ein Frauenarzt aufgesucht werden.

Ebenfalls sollte ein Arzt um Rat gefragt werden, wenn Probleme beim Wasserlassen bestehen oder wiederholt Harnwegsinfekte aufgetreten sind.

Ein unerfüllter Kinderwunsch sollte durch einen Frauenarzt abgeklärt werden.




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