Mittelohrentzündung

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Otitis media

Das können Sie selbst tun

Wichtigste Maßnahme sind schmerzlindernde Medikamente bei der akuten Mittelohrentzündung. Da meist Säuglinge und Kleinkinder betroffen sind, ist Paracetamol der Wirkstoff der Wahl. Dieser Wirkstoff steht für Säuglinge und Kleinkinder in Form von Zäpfchen und Saft zur Verfügung. Wichtig ist, die altersentsprechende Höchstdosis nicht zu überschreiten, da sonst bleibende Leberschäden auftreten können.

Die Gabe von Ohrentropfen ist zu vermeiden. Hilfreich sind hingegen abschwellende Nasentropfen, die die Ohrtrompete öffnen und so das Mittelohr wieder belüften. Sie können beispielsweise den Wirkstoff Oxymetazolin-Hydrochlorid enthalten. Die Anwendung sollte in der Regel sieben Tage nicht überschreiten. Auch kochsalzhaltige Nasentropfen können ergänzend angewendet werden.

Bei fieberhaften Erkrankungen ist bei Säuglingen und Kleinkindern stets auf ausreichende Trinkmenge zu achten. Ein Gewichtsverlust von mehr als 10% des Körpergewichtes ist ein Zeichen der schweren Austrocknung und bedarf der sofortigen Krankenhausbehandlung.

Die Wirksamkeit von Zwiebelsäckchen, die auf das erkrankte Ohr gelegt werden, ist umstritten, jedoch ist keine Gegenanzeige bekannt.

Wann zum Arzt?

Obwohl die akute Mittelohrentzündung von selber heilen kann, ist aufgrund des schweren Krankheitsbildes eine ärztliche Kontrolle notwendig. Drohende Komplikationen können so frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn starke Ohrenschmerzen mit Fieber und Hörminderung auftreten.

Die chronische Mittelohrentzündung bedarf ebenso regelmäßiger ärztlicher Untersuchung und Behandlung.




Apotheken-Notdienst