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Mandelentzündung

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Angina; Tonsillitis

Die Mandelentzündung (Tonsillitis) ist eine Infektion der Gaumenmandeln (Tonsillen) mit Bakterien, meist Streptokokken. Übertragen wird die Krankheit überwiegend durch Tröpfcheninfektion. Beim Husten oder Niesen werden die Bakterien weitergegeben. Mandelentzündungen treten vor allem im Frühjahr und im Winter auf. Sie betreffen vorzugsweise Kinder im Schulalter, seltener Kleinkinder.

Die Gaumenmandeln liegen am Übergang von der Mundhöhle zum Schlund zwischen dem vorderen und hinteren Gaumenbogen. Sie sind, neben anderen Geweben des Körpers, für die Ausbildung des Immunsystem mit verantwortlich. Bei einer Mandelentzündung sind die Mandeln geschwollen, hochrot und haben weiße bis gelbliche, streifenartige, punktförmige oder zusammenhängende, schmierige Beläge. Außerdem sind die Lymphknoten im Kieferwinkel schmerzhaft geschwollen. Auffallend ist die undeutliche Sprechweise. Hals- und Schluckschmerzen, Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl sind weitere typische Beschwerden bei einer Mandelentzündung. Ein Begleitsymptom ist unangenehmer Mundgeruch. In schweren Fällen kann es zu Atemnot oder einer Kieferklemme kommen. Bei einer Kieferklemme ist es dem Betroffenen nicht oder nur unter Schmerzen möglich, den Mund zu öffnen.

Man unterscheidet die akute von der chronischen Mandelentzündung. Die akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta, Angina tonsillaris) ist eine plötzlich einsetzende Entzündung der Gaumenmandeln. Bei einer chronischen Mandelentzündung (Tonsillitis chronica) schwellen die Gaumenmandeln immer wieder an. Meist ist der Krankheitsverlauf symptomärmer als bei der akuten Form.

Eine Mandelentzündung heilt bei richtiger Therapie meist aus, ohne Schädigungen zu hinterlassen. Durch die Bakterieninfektion können aber auch andere Erkrankungen folgen, wie Nieren- und Herzentzündungen.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei Mandelentzündungen eines Kindes ist immer ein Arzt aufzusuchen. Eine sofortige Behandlung ist außerdem bei Schmerzen, hohem Fieber oder Atemnot notwendig. Neben den genannten Symptomen kann auch die so genannte Kieferklemme ein Hinweis auf eine Mandelentzündung sein. Bei einer Kieferklemme ist es dem Patienten nicht oder nur unter Schmerzen möglich, den Mund zu öffnen.


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