Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
gastroduodenale Ulkuskrankheit ; Magen- und Duodenalulzera; Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni; Ulkuskrankheit, gastroduodenale

Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre sind begrenzte Schäden der Wand des Magens oder Zwölffingerdarms, die durch eine Entzündung entstanden sind. Die oberflächliche Schleimhaut ist so stark geschädigt, dass darunter befindliche Gewebeschichten offen liegen und ebenfalls Schädigungen aufweisen.

Es kommt zu brennenden oder drückenden Schmerzen im Oberbauch. Beim Magengeschwür treten diese Schmerzen meist nach Nahrungsaufnahme oder unabhängig von der Nahrungsaufnahme auf, während sie beim Zwölffingerdarmgeschwür eher nachts oder im nüchternen Zustand auftreten. Beim Zwölffingerdarmgeschwür bessern sie sich häufig nach Nahrungsaufnahme.

Blutungen treten in 20 Prozent der Fälle auf. Bei heftigen Blutungen kann Blut erbrochen werden oder der Stuhlgang ist durch das Blut dunkelschwarz und glänzend verfärbt (Teerstuhl). Kleinere Blutungen über einen Zeitraum von Wochen und Monaten werden als Sickerblutungen bezeichnet und führen in der Regel zu einer Blutarmut.

Bei etwa fünf Prozent der Betroffenen kommt es zu einer Durchbruch des Geschwürs. Hierbei bricht die Magen- oder Dünndarmwand und der Inhalt ergießt sich in den freien Bauchraum. Dies ist mit plötzlich eintretenden, sehr heftigen Schmerzen verbunden und erfordert eine sofortige Operation, da es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand handelt.

Weiterhin kann es zu einer Penetration des Geschwürs in umliegende Organe wie die Bauchspeicheldrüse kommen. Sehr selten führt ein Magengeschwür zu einem narbigen Verschluss des Magenausgangs oder zu einer bösartigen Entartung (Krebserkrankung).

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Bei andauernden Beschwerden (Oberbauchkrämpfe, Übelkeit), die sich nach Nahrungsaufnahme, in Stresssituationen oder auch nachts verstärken, sollte ein Arzt konsultiert werden. Das gilt auch bei nachlassenden Symptomen und zwischenzeitlicher Beschwerdefreiheit.

Bei Beschwerden wie Blut im Stuhl, Bluterbrechen oder Gewichtsabnahme sollte ein Arzt konsultiert werden, auch wenn keine direkten Symptome von Seiten des Magens bestehen. Besonders Patienten, die nichtsteroidale Antiphlogistika einnehmen, sollten auf diese Beschwerden achten.




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