Krebserkrankungen (allgemein)

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 05. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
bösartige Erkrankungen; bösartige Tumore; maligne Tumore; Tumore, bösartige ; Tumore, maligne

Als Krebs bezeichnet man umgangssprachlich bösartige Gewebeneubildungen. Häufig benutzt man auch den Begriff Tumor, der, ins Deutsche übersetzt, "Verhärtung" bedeutet. Deswegen wird der Begriff Tumor in der Fachsprache für alle Verhärtungen verwendet - auch für solche, die mit Krebs gar nichts zu tun haben. Das gilt beispielsweise für Verhärtungen, die durch eine Entzündung, einen Erguss oder Ähnliches hervorgerufen werden. Lediglich unter einem bösartigen oder malignen Tumor versteht man eine Krebserkrankung.

Krebs ist also ein Sammelbegriff für bösartige Neubildungen von Körperzellen. Die erkrankten Zellen fangen an, ungeregelt und schnell zu wachsen. Weil sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen, bezeichnet man die Zellen als entartet. Im Gegensatz zu gutartigen Tumoren breiten sich bösartige Tumore auf umliegendes Gewebe oder benachbarte Organe aus und können diese in ihrer Funktion beeinträchtigen. Außerdem besitzen sie die Fähigkeit, zu wandern und sich an anderen Stellen im Körper anzusiedeln. Man spricht dann von Tochtergeschwülsten, Metastasen, oder von Tumorstreuung. Bösartige Wucherungen können sich in jedem Gewebe oder Organ im Körper entwickeln.

Man unterscheidet zwei große Gruppen von bösartigen Neubildungen. Zur ersten Gruppe gehören die soliden, also festen oder harten Tumoren. Hierunter versteht man Karzinome oder Sarkome. Karzinome entstehen aus entarteten Epithelzellen, das sind die Deckzellen der Haut und der Schleimhaut, sowie aus Drüsenzellen. Sarkome entstehen aus entarteten Bindegewebszellen als Fibrosarkome, aus Muskelzellen als Myosarkome, aus Fettzellen als Liposarkome sowie aus Knochenzellen als Osteosarkome.

Zur zweiten Gruppe gehören die bösartigen Hämoblastosen. Darunter versteht man Krebserkrankungen, die die Blutbildung betreffen, wie beispielsweise Leukämien. Sie entstehen aus den Zellbestandteilen des Blutes und der blutbildenden Organe.

Wichtig ist es, eine Krebserkrankung möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Da jedoch anfangs oft keine Beschwerden auftreten, werden Krebserkrankungen häufig erst spät und eher zufällig entdeckt. Anzeichen einer Krebserkrankung können Müdigkeit, Leistungsabfall, Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Blutarmut, leichtes Fieber, Hautveränderungen, unerklärliche Schmerzen, chronischer Husten und Blut in Urin, Stuhl oder Erbrochenem sowie beim Abhusten im Auswurf sein.

Um häufige Krebsformen rechtzeitig zu erkennen, gibt es eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen, die ab einem bestimmten Alter regelmäßig erfolgen sollten. Je älter die Menschen werden, desto größer ist das Risiko einer Krebserkrankung. Es gibt jedoch auch Krebsarten, an denen vor allem Kinder erkranken. Hierzu gehört beispielsweise die Leukämie (Blutkrebs).

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Je früher die Krebserkrankung erkannt wird, desto besser ist die Prognose, das heißt, die Aussicht auf Heilung.

Wenn beim Abtasten des Körpers ein Knoten festgestellt wird, ist ein Arzt aufzusuchen. Dieser kann klären, ob es sich um eine harmlose Geschwulst oder um Krebs handelt.

Hautveränderungen oder Pigmentflecken, die sich plötzlich verändern, vergrößern, dunkler werden, jucken, bluten oder neu bilden, bedürfen einer dringenden Abklärung.

Unerklärliche Schmerzen ohne erkennbare Ursache sollten jedermann zum Arzt führen. Das gilt ebenso für Blut im Stuhl oder im Urin.

Wer ständig unter starkem Husten leidet oder einen blutigen Auswurf beim Husten feststellt, wer sich dauerhaft und grundlos müde fühlt, Gewicht verliert oder appetitlos ist, sollte diese Symptome von einem Arzt untersuchen lassen. Ebenfalls einer Abklärung bedürfen jedes blutige Erbrechen und unerklärliche Knochenschmerzen.




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