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Fettstoffwechselstörungen

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 16. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Dyslipoproteinämie; Lipidstoffwechselstörung

Das Blut des Menschen hat einen bestimmten Fettgehalt. Steigt dieser über das normale Maß an, liegt eine Fettstoffwechselstörung vor. Mediziner sprechen dann auch von einem erhöhten Blutfettspiegel.

Fette (Lipide) sind die Hauptenergielieferanten des Körpers. Sie werden mit der Nahrung zugeführt oder vom Körper selbst gebildet. Die beiden wichtigsten Fette sind Triglyceride und Cholesterin. Triglyzeride werden auch als Neutralfette bezeichnet. Beide Fette werden in der Leber produziert oder über tierische Lebensmittel aufgenommen. Das Blut transportiert die im Körper vorhandenen Fette von der Leber und vom Darm aus zu den Organen und Geweben. Steigt der Fettspiegel des Bluts jedoch über das normale Maß hinaus an, kann es zu verschiedenen Erkrankungen kommen:
  • Bei einem erhöhten Cholesterinspiegel liegt eine Hypercholesterinämie vor.
  • Zu viel Triglycerid führt zur einer Hypertriglyceridämie.
  • Sind die Cholesterin- und Triglyceridwerte erhöht, wird von einer kombinierten Hyperlipidämie gesprochen.
Eine Fettstoffwechselstörung zeigt oft keine Symptome und kann so jahrelang unerkannt bleiben. Lediglich bei genetisch bedingten, also angeborenen, Fettstoffwechselerkrankungen treten charakteristische Symptome in Form kleiner orange-gelber Knoten auf. Diese werden als Xanthome bezeichnet und zeigen sich vorwiegend an Ohren, Augen, in Fingerzwischenräumen sowie an Ellenbogen und Knien. Bei diesen Hautveränderungen handelt es sich um einen wichtigen Hinweis auf eine Fettstoffwechselstörung. Anstatt die Fette in das Gefäßsystem abzulagern, versucht der Körper, sie über die Haut auszuleiten.

Fettstoffwechselstörungen können schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Je früher sie erkannt werden, desto mehr Möglichkeiten gibt es, den Folgen entgegenzuwirken. Ab dem 35. Lebensjahr sollte deshalb jeder Mensch seine Blutfettwerte regelmäßig kontrollieren lassen. Wird eine Fettstoffwechselstörung nicht erkannt und behandelt, lagert sich das Fett in den Gefäßwänden ab und es entwickelt sich eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Dadurch wird der Durchmesser des Gefäßes immer enger und es kann durch ein Blutgerinnsel zu einem Verschluss der Gefäße kommen. Die Folgen sind Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Da Fettstoffwechselstörungen kaum Symptome zeigen, sollten ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig die Blutfettwerte kontrolliert werden. Diese Untersuchung kann im Rahmen des "Check-ups 35" durchgeführt werden. Der "Check-up 35" gewährleistet gesetzlich Versicherten, die das 35. Lebensjahr vollendet haben, alle zwei Jahre eine ärztliche Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung von Krankheiten, insbesondere von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus sowie von Nierenerkrankungen.

In vielen Apotheken besteht die Möglichkeit, seine Blutfettwerte überprüfen zu lassen. Sollten Ihre Werte bei einem Test erhöht sein, ist ein Arztbesuch anzuraten. Dort wird dieser Wert kontrolliert und der Arzt kann bei Bedarf spezifische Untersuchungen veranlassen.

Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Händen und Füßen können auf eine arterielle Durchblutungsstörung hinweisen. Treten diese Symptome auf, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Fettstoffwechselstörungen können mit Haut- und Augenveränderungen einhergehen. Sollten Sie kleine gelb-orange Knötchen bemerken (vor allem an Augen und Ohren) oder fällt Ihnen ein weiß-gelblicher Ring im Auge auf, könnten dies Zeichen einer Fettstoffwechselstörung sein. Zeigen Sie diese Veränderungen bitte Ihrem Arzt.

Ein Arztbesuch ist auch bei Schmerzen in der Brust oder im linken Arm erforderlich. Dabei kann es sich um Anzeichen eines Herzinfarkts handeln.








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