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Erektionsstörungen

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 22. November 2013)

auch bezeichnet als:
Dysfunktion, erektile ; erektile Dysfunktion; Potenzstörungen

Um den Geschlechtsverkehr vollziehen zu können, muss sich das männliche Glied (der Penis) versteifen. Diesen Vorgang nennt man Erektion. Von einer Erektionsstörung wird gesprochen, wenn sich der Penis nicht ausreichend versteift oder die Erektion nicht lang genug besteht, um einen befriedigenden Geschlechtsverkehr zu erleben. In der Umgangssprache werden Erektionsstörungen oft als Impotenz ("Impotencia" ist lateinisch und bedeutet "Unvermögen") oder Potenzstörungen bezeichnet. Die Fachbezeichnung für Erektionsstörungen lautet erektile Dysfunktion.

Die exakte Beschreibung dieses Krankheitsbilds ist schwierig, weil jeder Mensch ein anderes sexuelles Empfinden hat. Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie liegt eine Erektionsstörung vor, wenn binnen der letzten sechs Monate mehr als 70 Prozent der versuchten Geschlechtsakte nicht stattfinden konnten, weil sich der Penis nicht ausreichend oder nicht lang genug versteifte.

Bei der Unfähigkeit, einen befriedigenden Geschlechtsverkehr auszuüben, unterscheiden Mediziner im Wesentlichen vier Fälle:
  • Impotentia coeundi (Erektionsstörungen im weiteren Sinn):
    Dabei wird die Unfähigkeit verstanden, den Beischlaf auszuüben. Bei der Impotentia coeundi liegen die charakteristischen Merkmale einer Erektionsstörung vor. Das heißt, das Glied versteift sich nicht ausreichend oder nicht lang genug. Man spricht in diesem Fall von erektiler Impotenz, von der die ejakulatorische Impotenz zu unterscheiden ist. Die ejakulatorische Impotenz bezeichnet das Unvermögen, einen Samenerguss zu erzielen oder das Unvermögen, den Zeitpunkt des Orgasmus zu kontrollieren. Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist dabei häufiger als der verzögerte Samenerguss (Ejaculatio retardata). Eine dritte Form der Impotentia coeundi ist die relative Impotenz. Sie bezeichnet eine gelegentliche Unfähigkeit zum Beischlaf, die zumeist auf eine Abneigung gegen bestimmte Umstände der sexuellen Begegnung oder auf eine Abneigung gegenüber einem Sexualpartner zurückzuführen ist.
  • Impotentia generandi (Unfruchtbarkeit):
    Bei der Impotentia generandi fehlt die Fähigkeit zur Fortpflanzung. Sie wird auch als Unfruchtbarkeit oder Sterilität bezeichnet. Die Impotentia generandi kann zusammen mit einer erektionsstörung auftreten oder einzeln. Im letztgenannten Fall kommt es zwar zum Samenerguss. Es befinden sich jedoch keine Spermien darin oder nur unzureichend bewegliche.
  • Impotentia satisfactionis und Impotentia concupiscentiae (Orgasmusstörung):
    Die Impotentia satisfactionis bezeichnet einen Samenerguss ohne begleitenden Orgasmus. Im Gegensatz zu den anderen Formen der Impotenz liegt hier eine rein seelisch bedingte Form der Impotenz vor.
  • Auch die Impotentia concupiscentiae ist nicht körperlich, sondern ebenfalls seelisch bedingt. Hier fehlt jeglicher Drang beziehungsweise jegliche Lust zur sexuellen Betätigung. Ursache dafür können zum Beispiel negative frühkindliche Erfahrungen im Zusammenhang mit eigenen oder fremden sexuellen Erlebnissen sein, die als beängstigend empfunden wurden. Auch eine extrem sexualfeindliche Erziehung im Elternhaus, der Schule oder der Kirche kann als Auslöser in Frage kommen.
Oft entwickeln sich aus Erektionsstörungen seelische Probleme, die bisweilen sogar in eine Depression münden können.

Andere in diesem Zusammenhang relevante Anwendungsgebiete:

Wann zum Arzt?

Wenn die Erektionsstörungen das seelische Wohlbefinden beeinträchtigen oder die Partnerschaft belasten, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Es gibt auch speziell ausgebildete Urologen oder Andrologen, die Sprechstunden zum Thema "erektile Dysfunktion" anbieten.

Fühlen sich Betroffene durch die Erektionsstörungen nicht beeinträchtigt, ist der Besuch eines Arztes dennoch ratsam. Denn plötzlich oder schleichend einsetzende Erektionsstörungen können ein Hinweis auf ernste organische Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck (Hypertonie) oder Arteriosklerose (Arterienverkalkung) sein.



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