Durchfall

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 11. September 2015)

auch bezeichnet als:
Diarrhöe

Ursachen

Durchfall entsteht meist dadurch, dass Dünn- und Dickdarm aus dem Nahrungsbrei zu wenig Wasser aufnehmen (absorbieren). Die Ursache dafür wiederum können verschiedende Erkrankungen sein. Daher ist der Durchfall selbst auch keine Krankheit, sondern ein Symptom. Die akute Diarrhöe wird unter anderem durch folgende Krankheiten hervorgerufen:
  • In den meisten Fällen liegt eine so genannte "Darmgrippe", also eine Entzündung des Darms mit Viren oder Bakterien, vor.
  • Bei der Lebensmittelvergiftung wurden über die Nahrung Bakterien, besonders Staphylokokken oder Salmonellen, aufgenommen.
  • Beim "Reisedurchfall" handelt es sich in 80 Prozent der Fälle um Infektionen mit Bakterien (meist Escherichia-coli-Stämme, seltener Viren oder Parasiten).
  • Durchfall kann auch durch Medikamente (beispielsweise Antibiotika), übermäßigen Verzehr von Diätzuckern (unter anderem Sorbit und Mannit), übermäßigen Alkoholgenuss sowie durch Nahrungsmittelunverträglichkeit (beispielsweise Lactose-Intoleranz) oder Nahrungsmittelallergie hervorgerufen werden.
Desweiteren können Durchfälle auch bei Stress, Angst oder Nervosität auftreten.

Chronische Durchfälle treten auf beim Reizdarm-Syndrom (ungefährliche Irritation des Darms), bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), chronischen Darminfektionen (beispielsweise durch Amöben) oder bei missbräuchlicher Anwendung von Abführmitteln. . Erkrankungen der Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse gehen ebenfalls häufig mit Durchfällen einher. In seltenen Fällen sind Stoffwechselstörungen (beispielsweise Schilddrüsenüberfunktion) oder Tumoren (Bauchspeicheldrüsentumor) die Ursache von Durchfällen.

Auch als Folge von Magen-Darm-Operationen kann Durchfall auftreten: Wenn die Nahrung den Verdauungstrakt zu schnell passiert, ohne dass eine normale Nahrungsaufnahme (Absorption) stattfinden kann.

Blutige Durchfälle, begleitet von mehr oder weniger heftigen Bauchschmerzen, können Zeichen einer so genannten Divertikulitis sein. Bei Divertikulitis sind Teile der Darmschleimhaut wie Säckchen nach außen gestülpt. In diesem Stadium spricht der Arzt nur von einer Divertikulose. In diesen Säckchen können sich aber Nahrungsmittelreste festsetzen, die zu Entzündungen mit den genannten Divertikulitis-Beschwerden führen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Durchbrüchen des Darms (Perforationen) kommen.




Apotheken-Notdienst