Durchfall

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 11. September 2015)

auch bezeichnet als:
Diarrhöe

Das kann der Arzt tun

Der Arzt muss zunächst die Erkrankung finden, die den Durchfall verursacht. Oft gibt darüber schon eine Befragung Rückschluss, etwa wenn der Patient gerade im Urlaub war. Stuhluntersuchungen und ein Ultraschall des Bauches sind weitere diagnostische Maßnahmen. Die Behandlung mit Mitteln gegen Durchfallerkrankungen oder anderen Wirkstoffen hängt davon ab, welche Krankheit als Auslöser erkannt wird:
  • Beim akuten Durchfällem und "Reisedurchfall" werden Gerbstoffe (Tannin, Tormentille) oder so genannte Durchfallstopper wie Loperamid, Racecadotril und Uzara eingesetzt. Auch Präparate zum Aufbau der Darmflora können den Durchfall stoppen und die geschädigte Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen. Sie sind auch für Kinder geeignet.
  • Krampflösende Medikamente (Spasmolytika) wie Mebeverin oder N-Butylscopolamin können bei kolikartigen Bauchschmerzen eingesetzt werden.
  • Quellstoffe (beispielsweise Pektin) binden das Wasser im Darm und sorgen für festeren Stuhl.
  • Eine Antibiotika-Therapie, etwa mit Ofloxacin, Cotrimoxazol, Metronidazol oder Tinidazol, ist sinnvoll, wenn gefährliche Bakterien oder Parasiten die Ursache des Durchfalls sind.
Um starken Flüssigkeitsverlust auszugleichen, stehen spezielle Elektrolyt-Pulver oder Infusionen zur Verfügung.




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