Brustkrebs

Anwendungsgebiete & Beschwerden || Quellen (Stand: 11. Juni 2008)

auch bezeichnet als:
Mammakarzinom

Das können Sie selbst tun

Die beste und einfachste Methode den Brustkrebs frühzeitig zu entdecken ist die Selbstuntersuchung der Brust. Jede Veränderung, egal wie gering sie erscheint, sollte dem Gynäkologen vorgestellt werden.
Brustkrebs kann dann allerdings nur nur von einem Arzt sicher bestimmt und behandelt werden.

Die Patientin kann die Heilungschancen jedoch durch eine Vielzahl von Maßnahmen verbessern. Sie kann das Immunsystem durch regelmäßige sportliche Betätigung (Walking oder Schwimmen) und gesunde, ausgewogene Kost stärken. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) empfiehlt:
  • Die Ernährung sollte überwiegend pflanzlich sein, mit verschiedenen Gemüse- und Obstarten, Hülsenfrüchten und nur wenig verarbeiteten stärkehaltigen Nahrungsmitteln (Vollkorngetreide, Kartoffeln).
  • Pro Tag sollten 400 bis 800 Gramm Gemüse und Obst verzehrt werden.
  • An Getreideprodukten, Kartoffeln und Hülsenfrüchten sollten täglich 600 bis 800 Gramm auf dem Speiseplan stehen.
  • Pro Tag sollten nicht mehr als 80 Gramm Fleisch gegessen werden. Dabei ist möglichst Fisch, Geflügel oder Wild dem Verzehr von Schweine-, Rind- und Lammfleisch vorzuziehen.
  • Die Ernährung sollte fettarm sein. Zum Braten und dergleichen sind besser pflanzliche Öle als tierische Fette zu verwenden.
  • Der Konsum stark gesalzener und salzkonservierter Lebensmittel sowie der Gebrauch von Salz bei Tisch und in der Küche sollten beschränkt werden. Stattdessen sollten Kräuter und Gewürze zum Würzen der Speisen verwendet werden.
  • Der Konsum von Alkohol sollte auf ein Getränk (etwa ein Glas Wein) pro Tag beschränkt werden. Besser ist es, ganz darauf zu verzichten.
Während der Behandlung des Brustkrebses durch Medikamente (Chemotherapie) können Übelkeit und Appetitlosigkeit auftreten. In dem Fall steht nicht die gesunde Ernährung im Vordergrund. Vielmehr sollte die Frau darauf achten, dass sie genügend Kalorien zu sich nimmt. Sonst würde der Körper weiter geschwächt werden. Die Patientin kann essen, worauf sie Appetit hat, auch Schokolade.

Um eine Brustkrebsbehandlung zu unterstützen, gibt es verschiedene Medikamente mit Wirkstoffen aus Mistelkrautextrakt. In Studien konnten krebswachstumshemmende und das Immunsystem positiv beeinflussende Eigenschaften der Mistel belegt werden. Besprechen Sie diese Therapie aber unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt.

Eine Erkrankung an Brustkrebs ist nicht zuletzt eine psychische Belastung. Der Austauch mit anderen Betroffenen, etwa in einer Selbsthilfegruppe, hilft vielen Frauen, mit der Krankheit besser umzugehen.

Auch psychotherapeutische Verfahren können helfen. Qualifizierte Ansprechpartner finden Sie zum Beispiel beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

Wann zum Arzt?

Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser lässt er sich heilen. Ab dem 30. Lebensjahr wird von den Krankenkassen daher eine Krebsvorsorgeuntersuchung für Frauen durch Abtasten der Brust bezahlt. Bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr sollte außerdem alle ein bis zwei Jahre eine Mammographie, also eine Röntgenaufnahme der Brust in zwei Ebenen, angefertigt werden.

Zur Früherkennung des Krebses können Frauen aber auch selbst beitragen. Einmal im Monat, am besten zur Zeit der Regelblutung, sollten sie ihre Brust abtasten. Spüren Sie Schmerzen bei der Brustselbstuntersuchung muss in jedem Fall der Gynäkologe informiert werden. Wird ein Knoten in der Brust oder in den Achseln ertastet, ist der Gynäkologe ebenfalls aufzusuchen. Auch bei folgenden Anzeichen ist der Gang zum Arzt ratsam: Spannungsgefühl der Brust, Flüssigkeitsabsonderung der Brust, einseitige Brustvergrößerung oder Schwellung, Verziehung der Brustwarze, Entzündung der Brustwarze, Geschwürbildung oder Abszess der Brust, Hautveränderungen über der Brust (typische „Orangenschalenhaut“).

Sie sollten ebenfalls zum Arzt gehen, wenn die folgenden Symptome auf Sie zutreffen: ungewollter Gewichtsabnahme, Sie fühlen sich schlapp und abgeschlagen, haben unspezifische Knochen- oder Oberbauchschmerzen, müssen neuerdings stark husten oder bekommen schwer Luft.

Die hier erwähnten Symptome müssen nicht unbedingt mit Brustkrebs zusammenhängen. Es gibt auch harmlose Knoten in der Brust oder andere Ursachen für die bislang genannten Beschwerden. Aber nur ein Arzt kann heraus finden, ob die Ursache harmlos ist oder nicht.




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